Deikselriftei der Kgl. bayr. botanischen Gesellschaft in Regensburg. IX. Band. Neue Folge. lY. Band. ^^8^ Regensburg. Verlag der Gesellschaft. 1908. Deikschriffen der Kgl. bayr. botanischen Gesellschaft in Regensburg. X IX. Band. Neue Folge. lY. Band. ^S^ LIBRARY NEW YORK bütamcal QARUEN. Regensburg. Verlag der Gesellschaft. 1908. Druck der Verlagsanstalt vorm. G. J. Manz in Regensburg LIBRARY NEW YORK «oTanical «AKÜEN. Inhalt. Seite Vorwort von Hofrat Dr. Fürnrohr V Mitglieder -Verzeichuis X Satzimgen der Kgl. bayr. bot. Gesellschaft in Regensburg . XVII Bibliothek -Bericht XXII Familler Dr. Ig., Zusammenstellung der in der Umgebung von Regensburg und in der gesamten Oberpfalz bisher gefundenen Moose. I. Nachtrag 1 — Beiträge zur Moosflora Bayerns 29 Schwab Alex., Torfmoosflora des Fichtelgebirges ... 75 Familler Dr. Ig., Lebermoose des bayr. -böhmischen Greuz- gebirges 93 — Bryologische Notizen aus dem Jahre 1908 .... 96 Rubner Konrad, Die bayerischen Epilobienarten, -bastarde und -formen HO Mayer A., Regensburger Bacillarien (Diatomeen) . . . 263 Beilage: Verzeichnis der Mitarbeiter und des Inhalts der Faszikel I — XII Nr. 1 — 1001 der Flora exsiccata Bavarica. Vorwort. Besondere Umstände haben die Vollendung des nun- mehr vorliegenden neuen Bandes unserer Denkschriften, dessen Herausgabe bereits im vorigen Jahre erfolgen sollte, bisher verhindert. Indem wir diese unliebe Verzögerung bedauern, geben wir uns indessen der Hoffnung hin, dass auch dieser neue Band wieder einen schätzenswerten Beitrag zur Er- weiterung unserer Kenntnis der heimatlichen Flora bieten wird. Insbesondere dürfte die Bearbeitung der bayerischen Epilobien durch Herrn Forstpraktikant Rubner eine Lücke in der bayerischen Floristik auszufüllen geeignet sein. — Aus dem Leben unserer Gesellschaft gestatten wir uns, den verehrl. Mitgliedern zur Kenntnis zu bringen, dass die Herausgabe des im Jahre 1893 begonnenen Exsiccaten -Werkes Flora exsiccata Bavarica nunmehr bis zum 15. Faszikel mit 1275 Nummern vorgeschritten ist und auch nach Mög- lichkeit fortgesetzt werden wird. Die kritischen Bemerkungen zu denselben von Herrn Bezirksamtsassessor Dr. Poeverlein umfassen bis jetzt leider erst 4 Faszikel (325 Nummern) und haben durch eine längere Erkrankung desselben im ver- gangenen Jahre einen Stillstand erlitten, der hoffentlich nur vorübergehender Natur ist und eine künftige Nachholung gestattet. Die Abteilung der Bryophyta, welche von Herrn Dr. Fa milier herausgegeben wird, ist nunmehr bis zum 30. Faszikel mit 733 Nummern vorgeschritten und wird gleichfalls soweit möglich vervollständigt werden. — - VI — Nachdem Se. Majestät König Maximilian Joseph vonBayem durch eine Allerhöchste Verfügung vom 14. März 1812 die Ausschusswahlen unserer Gesellschaft aliergnädigst zu be- stätigen und auch die künftigen nötigen Ernennungen und Auf- nahmen zu Mitgliedern derselben ohne Anstand zu bewilligen geruht hatten, führte dieselbe von da an den Ehrentitel: Kgl. bayer. botanische Gesellschaft. Als sich vor einigen Jahren Zweifel über die Berechtigung dieses Namens erhoben hatten, wurde der Gesellschaft durch eine Allerhöchste Entschliessung vom 26. Oktober 1906 ausdrücklich die Genehmigung zur Fortführung des Namens: „Kgl. bayer. botanische Gesellschaft in Regensburg" erteilt. Für diese Allerhöchste Anerkennung und Auszeichnung der Kgl. bayr. Staatsregierung ihren ehr- erbietigsten Dank auszusprechen, möge unserer Gesellschaft auch an dieser Stelle gestattet sein. Am 18. Dezember 1906 hat dieselbe durch Eintragung ins Vereinsregister beim Kgl. Amtsgericht Regensburg nun- mehr auch die Rechtsfähigkeit erlangt. — Durch die jährlichen Subventionen, welche unserer Gesell- schaft von Seiten des Staates, des Herrn Fürsten von Thurn und Taxis, des Kreises Oberpfalz und der Stadt Regensburg zuteil wurden, war es uns ermöglicht, ohne Vernachlässi- gung des eigentlichen Vereinszweckes, der Pflege und För- derung der Botanik, auch auf einem andern Gebiete uns zu betätigen, welches unsern Schutz gegen rücksichtslose Zer- störung gebieterisch forderte. Schutz der Naturdenk- mäler war die Losung, der auch wir uns nicht entziehen durften, im Interesse der Erhaltung der natürlichen Land- schaft mit unserer heimischen Flora und aus Pietät gegen die Stifter unserer Gesellschaft. So wurde die Gesellschaft zur käuflichen Erwerbung von zwei Grundstücken in der Umgebung unserer Stadt genötigt, deren ursprüngliche Er- haltung ihr am Herzen liegen musste. Am linken Ufer der Naab, einem linksseitigen Neben- flusse der Donau, gegenüber Etterzhausen, 10 km oberhalb Regensburg, finden sich steile, teils felsige, teils leicht- — VII — bewaldete Abhänge des Juradolomit , welche sich bis zu einer Höhe von 30 m über der Talsohle erheben. Der süd- lichste dieser Felsen ist unter den Kegensburger Botanikern als der Draba- Felsen bekannt, weil er den einzigen Stand- ort der Draba aizoides L. (montana Koch) in der näheren Umgebung der Stadt bildet. In der weiteren Umgebung ist dieselbe nur aus dem Donautal bei Kelheim und Welten- burg bekannt. Duval war der erste, der sie bei Etterz- hausen beobachtete, wie Hoppe in einer Elxkursionsbeschrei- bung vom 27. April 1791 berichtet. Unmittelbar an diesem Felsen, auf dem u. A. auch Pirus Aria Fhrh. und Leontodon incanus Sehr, vorkommen, wurde im Jahre 1905 ein Stein- bruch eröifnet, der bei weiterer Ausdehnung das ganze Vor- kommen unserer Pflanze zu vernichten drohte. Die Gesell- schaft entschloss sich daher zum Ankaufe des bedrohten Grundstückes und erwarb dasselbe, Wald und Felsen am Goldberg, im Umfange von 1 Tagw. 14 Dez. um den Ge- samtkostenbetrag von 382 Mark. Damit ist dieses seltene alpine Pflänzchen, das hier an der Südostecke seines Ver- breitungsbezirkes steht, für unsere Gegend wohl gesichert. Am rechten Ufer der Donau, 5 km oberhalb Regens- burg, gegenüber der Laabermündung bei Sinzing erhebt sich eine Reihe senkrecht abfallender, etwa 15 m hoher Felswände des plumpen Felsenkalks der Juraformation, welche in gleicher Höhe überlagert sind von den unteren (cenomanen und turonen) Schichten der Kreideformation, die im Gegensatze zu den Jurafelsen sanft geneigte Hügel bilden. Der südlichste, gegen die Donau etwas vorspringende Felsen ist von dem nächsten, unserm Schutzfelsen, durch eine kleine Schlucht, die sog. Drachenschlucht getrennt. Dieser Schutzfelsen hat tür unsere Gesellschaft besonderen historischen Wert. Hier, wo Hoppe einst auf einer botanischen Exkursion während eines heftigen Gewitters in einer Höhlung Schutz gefunden hatte, weshalb er ihn „Schutzfelsen" benannte, hier war es auch, wo die mit seinen Freunden Martins (dem Vater des Brasilianers) und Stallknecht bereits besprochenen Pläne einer botanischen - VIII — Gesellschaft zum festen Entschlüsse reiften, so dass dieselbe am 14. Mai 1790 ins Leben treten konnte als erste bo- tanische Gesellschaft nicht nur Bayerns und Deutsch- lands, sondern auch in Europa und wohl auf der ganzen Welt! Nördlich unmittelbar anstossend an den Schutzfelsen findet sich jener typische Aufschluss des untersten Cenoman, einer sandigen und tonigen Kluftausfüllung im Jurakalk, welche der Ablagerung des Grünsandsteins vorausging und von Gümbel nach dieser Fundstelle Schutzfelsenschicht und Schutzfelsensandstein benannt wurde. Eine beiderseits auf dem Jurakalk autliegende Grünsandplatte überdeckt noch in charakteristischer Weise die vom Schutzfelsen -Sandstein aus- getüllte ca. 6 m breite Kluft. Diese geologisch interessante Partie mit dem historisch wertvollen Schutzfelsen, der Drachenschlucht und dem gegen die Donau vorspringen- den südlichsten Felsen, ein auch botanisch wertvolles Gebiet, das Prunus Mahaleb L., Ulmus campestris var. suberosa Ehrh., Iris sambucina L., Cytisus ratisbonensis Seh. und andere Vertreter unserer Jura -Flora schmücken , wurde im Jahre 1905 von zwei Seiten her durch Neuanlage von Stein- brüchen in seinem Bestände so bedroht, dass nur durch eine rasche Erwerbung ein grösserer Schaden für die Land- schaft, für die Wissenschaft und für die Pietät gegenüber einer historischen Stätte verhütet werden konnte. Die Ge- sellschaft erwarb daher den ganzen Komplex, Ödung und Felsen mit der Drachen schlucht, im Umfang von 1 Tagw. 81 Dez., um den Gesamtbetrag von 832 Mark. Beide Erwerbungen wurden am 23. Januar 1907 auf den Namen der Kgi. bayr. botanischen Gesellschaft ins Grundbuch am kgl. Amtsgericht Stadtamhof eingetragen. Mit diesen beiden Erwerbungen glaubt die Gesell- schaft ihr berechtigtes Interesse für alle Zeiten gewahrt zu haben. — Über die Veränderungen , welche sich in unserm Mit- gliederbestande in den letzten Jahren ergeben haben, gibt das nachfolgende Verzeichnis Aufschluss. Hier möchte nur — IX - hervorgehoben werden, dass die Zahl unserer Ehrenmitglieder sich eines hervorragenden Zuwachses erfreuen durfte durch (1905) Ihre Königl. Hoheit I'rinzessin T.udwig von Bayern, Ihre König]. Hoheit Prinzessin Therese von Bayern und Herrn Oberbürgermeister Hermann Geib in Regensburg, (1906) S. Exz. den Herrn Staatsminister des Innern tür Kirchen- und Schulangelegenheiten, i)r. Anton Ritter v. Wehner und S. Exz. den Herrn Staatsminister des Innern, Friedricli Ritter v. Brettreich, damaligen Regierungspräsi- denten der Oberpfalz und von Regensburg. Der bisherige Schriftführer, Herr Gymnasialprofessor Petzi, einer unserer eifrigsten Botaniker, der unserer Gesell- schaft seit 8 Jahren in jeder Richtung hervorragende Dienste geleistet hat, hat im vorigen Jahre eine Wiederwahl zu unserm lebhaftesten Bedauern nicht mehr angenommen; für seine er- folgreiche Tätigkeit und die unermüdliche Förderung der Interessen unserer Gesellschaft sei ihm auch an dieser Stelle der gebührende Dank ausgesprochen. Zum Schriftführer wurde nunmehr Herr A. Mayer, Hauptlehrer an der hie- sigen höheren Töchterschule, gewählt, der als Salicologe l)e- reits rühmlich hervorgetreten ist. Regensburg im Februar 1909. Hofrat Dr. Füriirohr, z. Z. Vorsitzender. Verzeichnis der Mitglieder der Kgl. bayr. botanischen Gesellschaft In Regensbiirg. (Stand vom 1. Januar 1909.) i. Ehrenmitglieder. Seine Königliche Hoheit Prinz Luitpold von Bayern, des Königreichs Bayern Verweser (1840). Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Ludwig von Bayern (1905). Ihre Königliche Hoheit Prinzessin Therese von Bayern (1905). Seine Durchlaucht Fürst Albert von Thurn und Taxis, Herzog zu Wörtli und Donaustauf (1890). Stobaeus Oskar Ritter von, Kgl. Geheimer Hofrat, Bürger- meister a. D. der Kgl. Kreishauptstadt Regensburg, in Lindau i. B. (1890). Ascherson Paul, Dr. phil. et med.. Geh. Reg.-Rat, Professor der Botanik an der Kgl. Universität Berlin (1861 bzw. 1904). Goebel Karl P. Ritter von, Dr. phil., Kgl. Geh. Hofrat, Pro- fessor der Botanik an der Kgl. Universität und Direktor des Bot. Gartens, sowie des Pflanzenphysiologischen Institutes in München (1888 bzw. 1904). Geib Hermann, Oberbürgermeister der Kgl. Kreishauptstadt Regensburg (1905). Wehner Antonius, Dr. Ritter von, Excellenz, Staatsminister des Innern für Kirchen- und Schulangelegenheiten in München (1906). Brettreich Friedrich, Ritter von, Excellenz, Staatsminister des Innern in München (1906). - XI — II. Korrespondierende Mitglieder. Appel Otto, Dr. phil. , Kais. Regierungsrat und Mitglied der Biologischen Abteilung für Land- und Forstwirtschaft am Reichsgesundheitsamt in Berlin, in Charlottcnburg (1899). Bail Theodor, Dr. phil., Professor, Oberlehrer a. D. in Danzig (1857). Beck, Ritter von Mannagetta, Günther, Dr. phil., Pro- fessor der Botanik an der K K. deutschen Universität, Direktor des Bot. Gartens und Vorstand des Bot. Institutes derselben in Prag (1895). Becker Wilhelm, Lehrer in Wettelroda (1904). Beckler Hermann, Dr. med., Arzt in Fischen, Schwaben (1891). Christ Hermann, Dr. jur. et phil., Oberlandesgerichtsrat, Präsi- dent der Schweizerischen Bot. Gesellschaft in Basel (1895). Conwentz H., k. Professor, Direktor des Provinzial-Museums in Danzig (1905). Engler Adolf, Dr. phil., Kgl. Geheimer Regierungsrat, Pro- fessor der Botanik an der Kgl. Universität und Direktor des Kgl. Bot. Gartens und Museums in Berlin (1895). Pocke Wilhelm Olbers, Dr. med., Medizinalrat in Bremen (1846). Fries Theodor Magnus, Dr., emer. Professor der Botanik an der Universität und Direktor des Bot. Gartens in Upsala (1859). Geheeb Adalbert, priv. Apotheker in Freiburg i. B. (1875). Graebner Paul, Dr. phil., Gustos am Kgl. Bot. Garten in Berlin, in Gross-Lichterfelde bei Berlin (1897). Hansen Karl, Professor an der Landwirtschaftlichen Aka- demie in Kopenhagen (1893). Holtze Maurice, Direktor des Bot. Gartens in Adelaide (1892). Istvanffy Gyula von, Dr., Professor an der Universität und Direktor der Kgl. Ungar. Ampelologischen Landes-Anstalt in Budapest (1902). Kneucker J. Andreas, Redakteur der Allgemeinen Bot. Zeit- schrift in Karlsruhe, Baden (1897). Kny Leopold, Dr. phil., Kgl. Geheimer Regierungsrat, Pro- fessor der Botanik an der Kgl. Universität und an der Landwirtschaftlichen Hochschule, Direktor des Pflanzen- physiologischen Institutes der Kgl. Universität und des Botanischen Institutes der Landwirtschaftlichen Hoch- schule in Berlin (1867). Körnicke Friedrich, Dr. phil., Kgl. Geheimer Regierungsrat, — XII - emer. Professor an der Landwirtschaftlichen Akademie in Poppeisdorf, in Bonn (1857). Kükenthal Georg, Pfarrer in Grub am Forst bei Koburg (1897). Magnus Paul, Dr. phil., Professor der Botanik an der Uni- versität in Berlin (1895). Minks Arthur, Dr. med., Arzt in Stettin (187.5). Radlkofer Ludwig, Dr. phil., Kgl. Geh. Hofrat, Professor der Botanik an der Kgl. Universität, Vorstand des Kgl. Bot. Museums und des Bot. Laboratoriums in München (1859). Schatz Joseph Anton, Dr. med., Grossherzogl. Bezirksarzt in Villingen, Baden (1900). Schwendener Simon, Dr. phil., Kgl. Geheimer Regierungs- rat, Professor der Botanik an der Kgl. Universität, Direktor des Bot. Institutes und Gartens derselben in Berhn (1895). Wettstein, Ritter von Westersheim, Richard, Dr. phil., Professor der systematischen Botanik an der K. K. Uni- versität, Direktor des Bot. Gartens und Museums der- selben, Herausgeber der Österreichischen Bot. Zeitschrift in Wien (1895). Wiesbaur Johann, P., Professor in Gross-Lakow, Mähren (1895). Wiesner Julius, Dr. phil., K. K. Hofrat, Professor der Ana- tomie und Physiologie der Pflanzen an der K. K. Univer- sität, Direktor des Pflanzenphysiologischen Institutes der- selben in Wien (1878). Winter Ferdinand, Dr. med., Grossherzogl. Medizinalrat in Offenburg, Baden (1871). Zahn Hermann, Reallehrer in Karlsruhe, Baden (1900). III. Ordentliche Mitglieder. A. Ausserhalb Regensburg. Dingler Hermann, Dr. phil., Professor der Botanik an der forstlichen Hochschule in Aschaffenburg (1906). Duschl Anton, Kgl. Seminarlehrer in Deggendorf (1906). Eigner Gottlieb, Kgl. Regierungsrat in Speier (1904). Erdner Eugen, Kgl. Pfarrer in Donauwörth (1901). Fischer Georg, Dr. phil., Kgl. Lyzealprofessor, Vorstand des Kgl. Naturahenkabinetts in Bamberg (1901). Fror Georg, Kgl. Sekretär am Juhusspital in Würzburg (1899). Giesenhagen, Karl, Dr. phil., Professor der Botanik an der Kgl. Forstakademie in München (1906). Gierster Franz Xaver, Lehrer in Landshut (1899). — XIII - Gross Ludwig, Kgl. Gymnasialprofessor in Neustadt a. H. (1005). Gugler Wilhelm, Kgl. Keallehrer in Neustadt a. D. (1901). Haberl Joseph, Apotheker in Augustusburg, Sachsen (1897). Harz Kurt, Dr. phil., Kgl. Professor an der Realschule in Bam- berg (1904). Honig Philipp, Lehrer in Nürnberg (1899). Hoock Georg, Rektor an der Kgl. Realschule in Lindau i. B. (1899). Kaufmann J. Ernst, Oberlehrer in Nürnberg (1899'. Kolb Max, Kgl. Wirklicher Rat, Kgl. Oberinspektor a. D. des Kgl. Bot. Gartens in München (1862). Kraenzle Joseph, Kgl. Korpsstabsveterinär a. D. in München (1899). Kraus Karl, Dr. phil., Professor und Direktor der Kgl. Aka- demie für Landwirtschaft und Brauerei in Weihenstephan (1880). Laraprecht Heinrich, Kgl. Subrektor in Kempten (1905). Landauer Robert, priv. Apotheker in Würzburg (1899). Lindner Gottlieb, Kgl. Gymnasialprofessor a. D. in München (1893). Loew Wilhelm, Privatier in München (1879). Lux bürg Friedrich Graf von, Kgl. Bezirksamtsassessor in Aschaffenburg (1899). Meister Johann, Lehrer in Nürnberg (1906). Piechler Ernst, Kgl. Gymnasialprofessor in München (1890). Poeverlein Hermann, Dr. jur. , Kgl. Bezirksamtsassessor in Ludwigshafen (1893). Prechtelsbauer Otto, Lehrer in Nürnberg (1899). Puchtler Wolfg., Lehrer in llntersteinach, Oberfranken (1906). Rehm Heinrich, Dr. med., Kgl. Medizinalrat in München (1879). Reinsch Paul Friedrich, Dr. phil., Privatgelehrter in Erlan- gen (1859). Rost Georg, Dr. phil., Professor der Mathematik an der Kgl. Universität Würzburg (1899). Schnell Johann, Kgl. Reallehrer in Landsberg (1904). Schwab Alexius, Kooperator in Ebnath, Oberpfalz (1901). Schwarz August Friedrich, Kgl. Oberstabsveteriniir und Kon- servator des Naturhistorischen Museums in Nürnberg (1899). Schwertschlager Joseph, Dr. phil., Kgl. Lyzealprofessor in Eichstätt (1899). Semler Karl, Lehrer in Nürnberg (1899). Stadler Hermann, Dr. phil , Kgl. Gymnasialprofessor und Ho- - XIV — norarprofessor an der Kgl. Technischen Hochschule in München (1901). Vill August, Kgl. Bezirkstierarzt in Gerolzhofen, Unterfran- ken (1899). Vollmann Franz, Dr. phil., Kgl. Gymnasialprofessor und 1. Vorsitzender der Bayer. Bot. Gesellschaft zur Erfor- schung der heimischen Flora in München (1890). Wislicenus Wilhelm, Dr. phil., Professor der Chemie an der Kgl. Universität in Tübingen (1899). Zick Alois, Kgl. Pfarrer in Wildpoldried, Schwaben (1901). B. In Regensburg. Brun huber August, Dr. med., kgl. Hofrat, Augenarzt (1890). Daubert Gottlieb, priv. Apotheker (1887). Dorffmeister Adolf, Dr. med., Kgl. Regierungs- und Kreis- medizinalrat a. D. (1901). Familler Ignaz, Dr. phil., Kurat in Karthaus-Prüll (1893). Frank Ernst, Kgl. Landgerichtsdirektor (1890). Fürnrohr Heinrich, Dr. med., Kgl. Hofrat, prakt. und Bahn- Arzt (1864). Geitner Albert, Kgl. Professor an der Kreisoberrealschule (1904.) Heinisch Hans, Kgl. Gymnasialprofessor (1893). Herrich- Schaff er August, Dr. med., prakt. Arzt (1904). Killerman Sebastian, Kgl. Lyzealprofessor (1906). Lehner Rudolf, Lehrer (1895). Mayer Anton, Hauptlehrer an der städt. höheren Töchter- schule (1894). Petzi F.ranz, Kgl. Gymnasialprofessor (1890). Poeverlein Julius, Direktor der städt. Baugewerkschule (1905). Reng Edmund, Kgl. Gymnasiallehrer (1906). Rubner Konrad, Forstpraktikant (1908). Schelling von, Kgl. Eisenbahnbeamter (1906). Seywald Ludwig, Kgl. Gymnasialprofessor (1899). Vogl Hermann, Fürstl. Justiz- und Domänenrat (1894). Walderdorff Hugo, Graf von (1894). Wild Georg, Dr. phil., Kgl. Gymnasialprofessor (1893). Wild Peter, Kgl. Gymnasialprofessor a. D. (1903). — XV - Vorstand. Vorsitzender: Kgl. Ilofrat Dr. Finnrohr. Schriftführer: Hauptlehrer Anton Mayer. Kassenführer: Professor Dr. Wild. Bibliothekar: Professor Geitner. Konservatoren: Professor Petzi (Regensburger Herbar). Hauptlehrer Anton Mayer (Deutsches Herbar). Lyzealprofessor Dr. Killermann (Allgemeines Herbar). Kurat Dr. Familler (Kryptogamen- Herbar). Kommission für Herausgabe der Denkschriften. Vorsitzender: Hofrat Dr. Pürnrohr. Mitglieder: Professor Geitner, Hauptlehrer Mayer. Kommission für Herausgabe der Flora exsiccata Bavarica. Vorsitzender: Hauptlehrer Mayer. Mitglieder: Hofrat Dr. Fürnrohr, v. Schelling, Kurat Dr. Familler (Bryophyta)^ Bezirksamtsassessor Dr. Poeverlein (Redaktion der „Bemerkungen"). Satzungen der Königlich bayerischen botanischen Gesellschaft in Regensburg. (Eingetragener Verein.) Namen, Sitz und Zweck der GeseUscliaft. § 1. Die am U.Mai 1700 gestiftete, von Seiner Majestät dem Könige von Bayern allergnädigst bestätigte Königlich bayerische botanische Gesellschaft in Regensburg mit dem unveränderlichen Sitze in Regensburg hat den Zweck, die Botanik in ihren sämtlichen Zweigen zu pflegen und zu fördern. Sie hat durch Eintragung in das Vereinsregister am 18. Dezember 1906 Rechtsfähigkeit erlangt. Mittel zur Erreichung des Gesellschaftszweckes. § 2. Zur Erreichung dieses Zweckes dienen insbesond(;re: a) wissenschaftliche Sitzungen, worin Gegenstände aus dem Gebiete der Botanik verhandelt werden; b) die Bibliothek der Gesellschaft; c) die botani.schen Sammlungen der Gesellschaft; dj die Herausgabe der Denkschriften; e) anderweitige wissenschaftlicheUnternehmungen, zunächst die Herausgabe der Flora exiccata Bavarica; f) gemeinschaftliche Exkursionen; g) die kostenlose Erteilung wissenschaftlicher Auskünfte und Ratschläge auf dem Gebiete der angewandten l^o- tanik, insbesondere der Land- und Forstwirtschaft. b — XVIII — § 3. Die in Regensburg und Umgebung ansässigen Mit- glieder versammeln sicli, so oft Stoff dazu vorhanden ist, zu wissenschaftlichen Sitzungen und werden liierzu von dem Vor- sitzenden oder in dessen Stellvertretung von dem Schriftführer eingeladen. Zu wissenschaftlichen Vorträgen von allgemeinem Interesse kann auch Nichtmitgliedern der Zutritt gestattet werden. § 4. Die Bibliothek kann unter Einhaltung der hierfür vom Vorstande aufgestellten besonderen Bestimmungen von sämtlichen Mitgliedern, mit Genehmigung des Bibliothekars auch von Nichtmitgliedern — in imd ausserhalb Regensburg — benützt werden. Die von der Gesellschaft gehaltenen oder im Tausche erworbenen periodischen Schriften werden vor der Einreihung in die Bibliothek in den Gesellschaftsräumlichkeiten zur allge- meinen Einsicht aufgelegt, falls nicht die Mitgliederversamm- lung beschliesst, dieselben unter den Mitgliedern in Umlauf zu setzen. § 6. Die botanischen Sammlungen dürfen von jedem Mitgliede innerhalb der Gesellschaftsräumlichkeiten benützt werden. Eline Benützung einzelner Sammlungsgegenstände ausserhalb derselben oder durch Nichtmitglieder bedarf jedoch der vorgängigen Genehmigung des betreffenden Konservators. § 6. Für die Herausgabe der Denkschriften wird von der Mitgliederversammlung eine Redaktionskommission ge- wählt, welche das Recht der Kooptation besitzt. An der Spitze dieser Kommission steht der Vorsitzende der Gesellschaft, § 7. Auf dieselbe Weise wird auch für die in § 2 lit. e erwähnton wissenschaftlichen Unternehmungen eine unter dem Vorsitze des von der Mitgliederversammlung hierfür bestimmten Konservators stehende Kommission gebildet. Mitglieder. § 8. Die Gesellscliaft bestellt aus Ehrenmitgliedern, korrespondierenden und ordentlichen Mitgliedern. ij 9. Zu Elir(Mimitgliedern ernennt die Gesellschaft Persönlichkeiten, welche sicli um die Zwecke der Gesellschaft — XIX — oder um die Botanik im allgemeinen besonders verdient ge- macht haben. § 10. Ein Mitglied, welches sich als Vorsitzender der Gesellschaft um dieselbe hervorragende Verdienste erworben hat, kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung zum Ehrenvorsitzenden ernannt werden. § 11. Zu korrespondierenden Mitgliedern werden ausserhalb Bayerns wohnende Gelehrte und Freunde der Bo- tanik ernannt, welche durch wissenschaftliche Leistungen die Zwecke der Gesellschaft gefördert haben. § 12. Zu ordentlichen Mitgliedern können in Bayern ansässige Botaniker ernannt werden, welche den Bestrebungen der Gesellschaft besondere Anteilnahme entgegengebracht haben. § 13. Die Wahl der MitgHeder erfolgt in allen Fällen auf den Vorschlag eines Mitgliedes durch die Mitgliederver- sammlung in schriftlicher, geheimer Abstimmung. § 14. Kein Mitglied ist zu Geldbeiträgen an die Gesell- schaft verpflichtet. Die von den Mitgliedern freiwillig ge- leisteten Beiträge sind für die in § 2 aufgezählten Zwecke zu verwenden. § 15. Die ordentlichen Mitglieder haben volles Be- nützungsrecht an dem jetzigen und künftigen Eigentum der Gesellschaft. Sie sind ebenso wie die korrespondierenden und Ehrenmitglieder berechtigt, an den wissenschaftlichen Sitzungen und Exkursionen der Gesellschaft teilzunehmen und deren Bi- bliothek und Sammlungen jederzeit zu benützen. Geschät'tsführimg. § 16. Die Führung der Gesellschaftsgeschäfte steht dem Vorstande zu. Dieser besteht aus: a) dem Vorsitzenden; b) dem Schriftführer; c) dem Rechnungsführer; d) dem Bibhothekar; e) der erforderlichen, jeweils durch Beschluss der Mitglieder- versammlung festzusetzenden Zahl von Konservatoren. b* - XX - Die Wahl des Vorstandes erfolgt durch die Mitglieder- Versammlung. § 17. Der Vorsitzende vertritt die Gesellschaft nach aussen, beruft und leitet die Versammlungen und führt den Vorsitz in der Redaktionskommission. Im Verhinderungsfalle wird er durch den Schriftführer vertreten. § 18. Der Schriftführer führt das Protokoll über die Versammlungen und erledigt die Korrespondenz der Gesellschaft. Nach § 17 vertritt er den Vorsitzenden bei dessen Ver- hinderung. § 19. Der Rechnungsführer besorgt die Kassenge- schäfte der Gesellschaft und legt der Mitgliederversammlung alljährlich einen mit den nötigen Belegen versehenen Rechen- schaftsbericht, sowie den Etatsentwurf für das folgende Ver- waltungsjahr vor. § 20. Der Bibliothekar besorgt die Ergänzung und Instandhaltung der Bibliothek, die Ein- und Ausläufe für die- selbe, sowie auf Beschluss der Mitgliederversammlung den Lesezirkel. § 21. Den Konservatoren obliegt die Ergänzung und Instandhaltung der wissenschaftlichen Sammlungen. Der in § 7 bezeichnete Konservator besorgt zugleich die Ein- und Ausläufe für die dort erwähnten wissenschaftlichen Unternehmungen. Mitgliederversammlung. § 22. Die Berufung der Mitgliederversammlung erfolgt jährlich mindestens einmal durch den Vorsitzenden, ausserdem jederzeit auf Antrag der Mehrzahl der jeweiligen Vorstands- Mitglieder, in beiden Fällen auf schriftlichem Wege. § 23. Stimmberechtigt in der Mitgliederversammlung sind die in derselben anwesenden ordentlichen Mitglieder. Die Beschlussfassung erfolgt mit einfacher Stimmenmehr- heit; bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vor- sitzenden, bezw. des Schriftführers. Die Beurkundung der Beschlüsse erfolgt durch das von — XXI - dem Vorsitzenden und dem Schriftführer zu unterzeichnende Versammlungsprotokoll. Auflösung der Gesellschaft. § 24. Die Auflösung der Gesellschaft kann nur durch einstimmigen Beschluss aller in Regensburg ansässigen ordent- lichen Mitglieder eri'olgen. In diesem Falle geht das Verm(3gen derselben einschliesslich des literarischen Eigentums an ein anderes naturwissenschaftliches Institut Regeusburgs, eventuell Bayerns über. Änderung der Satzungen. § 25. Änderungen der vorsiehenden Satzungen können nur mit Zustimmung von ^ji der in Regensburg ansässigen ordentlichen Mitglieder beschlossen werden. Regensburg, den 18. Dezember 1906 Dritter Nachtrag :z.iim liLatalog liotliel5L. (Einlaufe aus den Jahren 1904—1908.) Dieses mit dem 1. Januar 1909 abgeschlossene Verzeichnis wolle zugleich als Empfangsbestätigung betrachtet werden. Zugleich bitten wir die H. H. Verfasser botanischer Arbeiten, auch in Zukunft der Kgl. Botan. Gesellschaft Sonderabdrücke zukommen lassen zu wollen. A. Nichtperiodische Schriften. Äppel 0. und Laubert R., Die Konidienform des Kartoffelpilzes Phellomyces sclerotiophorus Frank. S.-A. aus den Berichten der Deutsch. Botan. Ges. Bd. 23. 1905. 8. Appel 0., Aus der Geschichte des Koburger Hofgartens. Vor- trag. 8. Äscherson P. und Gräbner P., Synopsis der mitteleuropäischen Flora. Lief. 29—60. Leipzig 1904-08. 8. Ball Th., Über den gerundeten Lappenrüssler Oziorrhynchus ro- tundatus Sieb. Mitteilung in der „Naturwissenschaft!. Wochen- .schrift" Nr. 39, Jahrg. 1906. 8. — Über keulenförmige Pilze. S.-A. aus dem 28. Bericht des Westpreuss. Botan. -Zoolog. Vereins. Danzig 1906. 8. — Biologische Skizzen. S.-A. aus dem 28. Bericht des West- preuss. Botan. -Zoolog. Vereins. Danzig 1906. 8. Becker W., Systematische Behandlung der Viola arvensis s. 1. auf Grundlage unserer phylogenetischen Kenntnisse. S.-A. aus „Mitteilungen des Thür. Bot. Vereins" Heft XIX. 1904. 8. — Zur Veilchenflora Tirols. S.-A. 1904. 8. — Die systematische Behandlung der Formenkreise der Viola calcarata und lutea auf Grundlage ihrer Entwicklungsge- - XXIIT - schichte. S.-A. aus den „Beiheften z. Botan. Zentralblatt" 1005. 8. Becker W., Ein Beitrag zur Veilchenflora Asiens. S.-A. aus „Beihefte z. Botan. Zentralblatt^ 20. Bd. 1906. K. — Die systematische Behandlung der Viola cenisia auf Grund- lage ihrer mutmassliclien Phylogenie. S.-A. aus „Beihefte z. Botan. Zentralblatt", Bd. 20. Abt. II. Dresden 1906. 8. — Beiträge zur Veilchenflora der Pyrenäenhalbinsel. S.-A. a. d. „()sterr. Bot. Zeitschrift". 1906. Wien. 8. Binghöhle die, in Streitberg. 8. Boulanger Emile, Les Mycelium Trufliers blancs. Rennes- Paris 1903. 4. Camus A. et E.-G., Classification des saules d'Europe et mono- grai)hio des saules de France, nebst Atlas. Paris 1904. 8. Cheeseman T. F., Manual of the New-Zealand Flora. Welling- ton 1906. 8. — Catalogue of the Plauts of New-Zealand (Special Reports on Educational Subjekts). Wellington 1906. 8. Cohn Ferd., Dr., Kryptogamenflora von Schlesien. III. Bd. 2. Hälfte, 3.-5. Lief. Breslau 1894-1908. 8. CoDWentz H., Schutz der natürlichen Landschaft, ihrer Pflanzen- und Tierwelt. S.-A. a. d. Zeitschr. d. Ges. f. Erdkunde zu Berlin. Jahrg. 1904. 8. — Bemerkenswerte Fichtenbestände, vornehmlich im nordwest- lichen Deutschland. S.-A. von „Aus der Natur", Heft 17/18. 1905. 8. — Schutz der natürlichen Landschaft, vornehmlich in Bayern. BerHn 1907. 8. — Die Pflege der Naturdenkmäler und deren Beziehung zur Landwirtschaft. Königsberg 1907. 8. Dingler Herm., Über Asymmetrie in der Drüsenanordnung und Rotfärbung bei den Fiederblättern mancher Rosen. S -A. a. d. „Mitteilungen des naturwissenschaftl. 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Bayer. Hydrotechnisches Bureau. Jahrbuch. Jahrg. 5-9 (1903-07) — Münchener B>emden-Revue. Organ für Theater, Kunst etc., herausgegeb. von J. Kirchner und W. Ehrlich. Jahrg. I, II, Nr. 33-37 (1904—05). — K. Bayer. Agrikulturbotanische Anstalt. Praktische Blätter für Pflanzenbau u. Pflanzenschutz, 1. u. 2. Jahrg., 3. Jahrg., Heft 1—4 (1903-05). c* — XXXVI - München. Bericht über die Tätigkeit der K. Bayer. Agrikultur- botanischen Anstalt vom 1. Okt. 1903 bis 31. Dez. 1903, von L. Hiltner, München. 1904. 4. Neuyork. Bulletin of the Neuyork Botanical Garden. Vol. 8, Nr. 10—12, Vol. 4, Nr. 13—14; Vol. 5, Nr. 15-17; Vol. 6, Nr. 19 (1904-08). Nijmegen. Nederlandsch Botanische Vereeniging. Nederlandsch ' Kruidkundig Archief. Ser. 3, D. 2, St. 4, Supplement (1904). — Recueil de travaux botaniques Neerlandais. Vol 1 — 4, 5, livr. 1 (1904—08). Nürnberg. Naturhistorische Gesellschaft. Abhandlungen. Bd 16 l)is 17 (1906—08). Siegmund Günther, von Dr. J. Reindl. Beigabe zum 17. Bd. der Abhandlungen. 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Gesellschaft Jahrbuch 1897—98, 1900-01, 01-02, 03-06. St. Louis. Academy of Sciences. Transactions. Vol. 12 Nr. 9 u. 10, 13-17, 18 Nr. 1 (1902-08). Classified List of Papers and Notes Contained in Volumes 1-14. 1904. — The Missouri botanical Garden. Annual Report. 15, 17, 18 (1904-07). - XXXVIII - Stockholm. Kongl. Svenska Vetenskaps-Academien. Handlin- gar (Memoires). Bd. 38-42, 43, Nr. 1—6 (1904-08). — Arkiv för Botanik. Bd. 1-7 (1903-08). Stuttgart. Verein für vaterländische Natvirkunde in Württem- berg. Jahreshefte. Jahrg. 60-63 (1904-07), und Beilagen (Pflanzengeographische Durchforschung von Württemberg, Baden und HohenzoUern von Eichler, Gradmann und Mei- gen, Teil 1—3, 1905—07). Topeka. Kansas Academy of Sciences. Transactions. Vol. 20 Part. 1 (1904). Ulm. Verein für Mathematik und Naturwissenschaft. Jahres- hefte. Jahrg. (zur Komplettierung) 1 — 7 (1888—95); 11—13 (1903-07). üpsala. Regia Societas scientiarum Upsalensis. Nova Acta. 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Heft, 50, 1., 2. u. 4. Heft, 51, 52 (1903—07). -- Schweizerische Botanische Gesellschaft. Berichte. Heft 1 bis 17 (1891—1908). — Neujahrsblätter: 1902, 03, 04. Zusammenstellung der in der Umgebung von Regensburg und in der gesamten Oberpfalz bisher gefundenen Moose. I. Nachtrag von Dr. Ig. FamiUei, Curatus in Karthaus PrüU. Sphagnaceae. 1. SphagDum fimbriatum Wils.i)^) b. An einem Wässerlein im Steinwalde bei Pullenreuth, 600 m (Schw.). 2. S. Girgensohnii Russ. b. Sehr häufig im Fichtelgebirge, auch mit den var. cry phaeum und cristatum Russ., ebenso verbreitet im Wald- naabtale (Schw.). 3) 3. S. Russowii Warnst. b. Häufig im Fichtelgebirge in verschiedenen Farbenvaria- tionen (Schw.). 4. S. tenellum Klinggr. (= S. rubellum Wils.). b. Sehr häufig im Fichtelgebirge in vielen Formen und Farben (Schw.). 5. S. Warnstorfii Russ. b. In vielen Farbenvariationen sehr häufig im Fichtel- gebirge (Schw.). ') Die laufenden Nummern beziehen sich auf die Vorarbeiten in „Denkschriften der Kgl. botanischen Gesellschaft in Regensburg" Neue Folge Band I und II. ') Sämtliche Bestimmungen der in dieser und den nachfolgenden Arbeiten aufgeführten Moose sind von verschiedenen Herren in dankens- wertester Weise nachgeprüft worden. *) Um der Übersicht willen sind hier die Torfmoose des Fichtel- gebirges meist nur in allgemeinen Standortsangaben angeführt. Nähere Angaben bringt Schwab „Die Torfmoose des Fichtelgebirges''. 1 — 2 — 6. S. quinquefarium Warnst. b. Nicht häufig im Fichtelgebirge, aber in verschiedenen Farbenvariationen (Schw.). 7. S. acutifohum Russ. et Warnst. b. Das häufigste Torfmoos der Wälder des Fichtelgebirges (Schw.). 8. S. subüitens Russ. et Warnst. (= plumulosum (Roll) W.). b. Nicht selten im Fichtelgebirge in verschiedenen Formen und Farben (Schw.). 9. S. cuspidatum Russ. et Warnst. a. Sumpfgraben bei dem unteren Markweiher bei Klardorf. b. Sehr häufig im Fichtelgebirge in verschiedenen Formen. (Schw.). 10. S. recurvum Russ. et Warnst. a. Sumpfwiesen am Tannerl bei Falkenstein, Waldgraben bei Muckenbach hinter Nittenau. b. Dasverbreitetste und reichlichst vorkommende Sphagnum des Fichtelgebirges in verschiedenen Varietäten (Schw.), in der var. mucronatum und amblyphyllum W. an einem Weiher zwischen Floss und Flossenbiirg (Schw.). 10 b. S. riparium Aongstr. b. In Torfstichen des Fichtelgebirges nicht selten (Schw.). 10 c. S. fallax Khnggr. b. Bisher an acht Stellen des Fichtelgebirges nachgewiesen (Schw.). 10 d. S. obtusum Warnst. b. Im Fichtelgebirge nicht selten und weit verbreitet in verschiedenen Varietäten (Schw.). 10 e. S. Torreyanam Sulliv. var. miquelonense Ren. et Card, b. Waldwiesengraben am Südwestfusse der Kösseine an der Grenze von Oberpfalz und Unterfranken 680 m (Schw.). 10 f. S. angustifolium Jens. (^ S. parvifolium Warnst.) b. Nicht häufig auf Waldboden und Waldmooren des Fichtelgebirges (Schw.). 10 g. S. ruppinense Warnst. b. In Torfgräben bei Brandhäusl nächst Atzmannsberg 480 m (Schw.l 10 h. S. Dusenii C Jensen b. Ziemlich selten im Fichtelgebirge, aber stellenweise reichlich (Schw.). — 3 — lU i. S. Schultzii Warnst. b. Bisher an zwei Standorten ira Fichtelgebirge nachge- wiesen (Schw.)- 10 k. S. Röllii Roth in Htt. b. An zwei Stellen bei Ebnath im Fichtelgebirge (Schw.). 10 1. S. moUuscum Bruch b. Im Fichtelgebirge nicht gar häufig (Schw.). 11. S. squarrosum Pers. a. Sepperlwiese bei UnterUchtenwald, sehr reichlich an den Waldrändern der Sumpfwiesen bei Hintergrub unter Brennberg (var. subsquarrosum R.). b. Im Fichtelgebirge nicht allzuhäufig (Schw.), im Wald- naabtale bei Falkenberg 460 m (Schw.)., auf Sumpf- wiesen bei Wondreb 520 m. var. imbricatum Schpr. 12. S. teres Aongstr. b. In verschiedenen Varietäten häufig auf sumpfigen Torf- wiesen des Fichtelgebirges, am Weiher zwischen Floss und Flossenbürg (Schw.). 13. S. compactum Brid. b. Auf Torf- und Waldwiesen im Fichtelgebirge verbreitet (Schw.j. 14. S. subsecandum Limpr. a. An einen Wiesengraben bei Sulzmühl ober Nittenau, var. decipiens W. b. Sehr verbreitet in Torfstichen und Gräben des Fichtel- gebirges (Schw.). 15. S. contortum Warnst. b. Im Fichtelgebirge nicht besonders häufig (Schw.). 16. S. rafescens Warnst. a. Sumpfwiesengräben an den Weihern zwischen Loisnitz und Klardorf. b. In Gräben und Torfstichen des Fichtelgebirges allge- mein verbreitet (Schw.). 17. S. platyphyllum Warnst. b. Auf Torfstichen und Sumpfboden des Fichtelgebirges nicht besonders häufig (Schw.). 17 b. S. bavaricum Warnst. b. Torfstich bei Stockau im Hollbachtale bei Neusorg 560 m (Schw.). 17 c. S. pungens Roth b. Waldsümpfe ira Gregnitztale bei Grünlas (Schw.). 17 d. S. auriculatum Schpr. 1* — 4 - b. Gräben im Höllbachtale bei Unterschurbach (Schw.; 17 e. S- crassicladam Warnst. a. Wassertümpel an der Bahn zwischen Loisnitz und Klardorf. b. In Wassergräben des Pichtelgebirges nicht gar selten (Schw.). 17 g. S. obesiim Warnst. b. In Gräben verbreitet im Fichtelgebirge (Schw.). 18. S. cymbifolium Ehrh. b. Im Pichtelgebirge häufig, besonders an Waldrändern, im Waldnaabtale (var. virescens W.) (Schw.) 19. S. medium Limpr. b. In vielen Parbenvariationen verbreitet im Pichtelgebirge (Schw.\ 19 c. S. papillosum Lindb. a. Sumpfwiesen am Wechsel bei Nittenau. b. Im Pichtelgebirge nicht sehr häufig (Schw.). 19 b. S. inundatum (Russ.) Warnst. b. Bisher im Pichtelgebirge selten noch gefunden (Schw.). 19 d. S. imbricatum Russ. b. Bis jetzt nur an drei Stellen im Pichtelgebirge nach- gewiesen (Schw.). Andreaeaceae. 20. Ändreaea petrophila Ehrh. b. An Basalt auf dem Armesberg, an Granitblöcken um Ebnath, an der Steinschlatter im Steinwald (Schw.). Bryineae. Cleistocarpae. 22. Ephemerum serratam Hampe b. Auf Schlamm im Schermweiher bei der Reuther Po- liere 450 m, auf einem Acker am Walmbach nächst Waldershof, auf Brachäckern am Kalvarienberg bei Ebnath, Wiese bei Neusorg (Schw.). 24. Acaulon muticum C. Müller a. Auf der Steinmauer ober den Kalkwerken bei Walhalla- strasse einige Raschen, die zwischen muticum und tri- quetrum stehen. 26. Phascum pilifernm Schreb. a. An der Sonnenseite der Schutzmauern ober Walhalla- strasse. 33. Sporledera palustris Hampe — o — b. Torfwiesengraben bei Brandhäusl nächst Atzmannsberg (Schw.). 34. Bruchia vogesiaca Schwäg. a. Wiesengraben zwischen Sulzmühl und Brück. Stegocarpae. Acrocarpae. 35. Hymenostomum microstomum K. Brown a. Waldgraben in der Nähe der grossen Pflanzschule vor Hohengebraching. 36. H. tortile Br. eur. a. In Felsspalten der Schwabelweiser Hänge, selten mit reifen Früchten, Ostseite des Schutzfelsens, sparsam aber fruchtend. 37. Gymnostomum rupestre Schleich. a. An den senkrechten Felswänden des Bahneinschnittes ober Waltenhofen zahlreich, aber nur spärlich fruchtend, an der Mauer eines Bahndurchlasses vor Etterzhausen c. fr., Lange Wand bei Klösterl c. fr., am Fusse der Steilwände zwischen Kelheim und Neuessing in grös- seren Polstern, selten mit Früchten — wohl das G. calcareum Arnolds, zu dem es aber ob der starken, fast austretenden Rippe kaum zu stellen sein dürfte. 40 b. Weisia rutilans (Hedw.) Lindb. a. Am Rande des Eichenbestandes im Walde unter dem Arglekeller. 43. Eucladium verticillatum Br. eur. a. Steril in grösseren Polstern am Fusse der steilen Felsen vor Neuessing. 44. Rhabdoweisia fugax Br. eur. b. c. fr. an Granit im Waldnaabtale bei Falkenberg (Schw.). 46. Cynodontium polycarpum Schimp. a. An Granit bei der Salvatorkirche am Walhallaberge c. fr., ebenso bei der Eremitage im Falkensteiner Parke. b. Im Waldnaabtale unter Falkenberg c. fr. (Schw.). 48. Oreoweisia Bruntoni Milde b. An Granit im Waldnaabt ale unter Falkenberg c. fr. (Schw.). 49. Dichodontium pellücidnm Schimp. b. c. fr. an Granitblöcken in der Fichtelnaab zwischen Unterlind und Grünberg (Schw.). 51. Dicranella Schreberi Schimp. a. Spärlich an einem Wiesengraben bei Pürklgut c. fr., ebenso am Rande einer Waldstrasse unter Neuessing. — 6 — 52 D. rafescens Schimp. b. An der Strassenböschung des Waldnaabtales bei Win- discheschenbach c. fr. 450 m; — auf Lehmboden am Walmbach bei Waldershof, an Gräben bei Ebnath und Neusorg (Schw.). 53. D. varia Schimp. b. Auf Lehmboden bei Waldershof (Schw.). 54. D. subulata Schimp. b. Zahlreich an einem hohen Strassenhange ober der Ruine Altneuhaus im Waldnaabtale 450 m c. fr. 54 b. D. curvata Schimp. b. Im Steinwalde auf Lehmboden am Grandfelsen (Schw.). 55. D. cerviculata Schimp. a. Sumpfwiesengraben bei Arrach c. fr. b. Auf Torfstichen im Fichtelnaabtale bei Ebnath nicht selten (Schw.). 56. D. heteromalla Schimp. b. Auf Waldboden im Fichtelnaabtale ziemlich häufig, so bei Unterlind am Puhrbache (Schw.). 57. Dicranum spurium Hedw. a. Steril im Walde hinter Ödental, c. fr. auf den Mattinger Berghängen. 58. D. undulatum Ehrh. a. Fruchtend im Walde ober Stadel und hinter Mucken- bach bei Nittenau, auf der Höhe des Scheuchenberges 500 m, in einer rotgebräunten, wenig welligen Form auf Dolomitblöcken bei dem Schulerloche. 59. D. Bonjeani De Not. b. Zahlreich auf den Wiesen zwischen Tirschenreuth und Zeitlweid steril, 490 m. 60. D. scoparium Hedw. a. In männlichen Rasen auf dem Scheuchenberge und im Walde hinter Muckenbach bei Nittenau; var. curvulum Brid. am Waldrande zwischen Mariaort und Walten- hofen, steril. 62. D. fuscescens Turn. a. In der var. falcifolium Braithw. auf Granitblöcken in der Schindelmacherhänge bei Unterlichtenwald c. fr. 64. D. flagellare Hedw. b. Steril auf Waldboden bei Zeitlweid ober Tirschenreuth 500 m. 65. D. fulvum Hook. a. Über Granitblücken in der Schindelmacherhünge bei Uiiterlichtenwald, aber spärlich fruchtend. 66. D. Viride Lindb. a. An Buchen bei Schiott ober Neuessing, zerstreut und steril. 67. D. longifolium Ehrh. b. c. fr. auf Granit bei Unterlind (Schw.). 68. Dicranodontium longirostre Schimp. b. 13eim Grandfelsen im Steinwald, Waldblösse bei Unter- lind var. alpinum Milde, steril (Schw.). 69. Trematodon ambiguus Hornsch. a. Grabenrand zwischen Sulzmühl und Brück c. fr. b. Strassenrand bei der Ruine Altneuhaus im Waldnaab- tale — Grabenrand beim Brandhäusl nächst Atzmanns- berg, c. fr. (Schw.). 72. Fissidens pusillus Wils. a. An Dolomit zwischen Neuessing und Riedenburg c. fr. b. An einem Steine im Wässerlein der Ebnather Wasser- leitung (Schw.). 73. F. crassipes Wils. b. In einem Hohlwege bei Hölzlashof c. fr. (Schw.). 76. F. exilis Hedw. a. Auf einem Maulwurfshaufen in der Eschenpartie vor Hohengebraching c. fr. 77, F. adiantoides Hedw. b. An Wiesengräben bei Hermannsreuth, an einem über- rieselten Kalkfelsen bei Dechantsees c. fr. (Schw.). 84. Trichodon cylindricus Schimp. b. An einer Strassenböschung bei Ebnath c. fr. 560 m (Schw.) 85. Ditrichum tortile Lindb. a. An der Strasse von Nittenau nach Bodenstein c. fr. b. An Strassengräben bei Fuhrmannsreuth und Grünlas (Schw.). 85 b. D. vaginans (Süll.) Hampe b. Fruchtend an der Kösseinbahn bei Schurbach (Schw.). 86. D. homomallum Hampe a. Auf Sandboden im Grasser Walde, auf Granitdetritus im Walde hinter Bach am Spierberg 450 m c. fr. b. Bahndamm bei Irrenlohe. 87. D. flexicaule Hampe b. Schlossberg von Flossenbürg c. fr. (Schw.). 88. D. pallidum Hampe a. Wiesengraben längs der Bahn bei Sünching 340 m. 90. Pterygoneurum snbsessile Jur. a. Steinmauern ober Walhallastrasse, Schutzfelsen c. fr. 92. Pottia minutula Br. eur. a. Einige Jahre sehr zahlreich auf einer niederer gelegten Wiese unter Neuprüll. 93. F. truncatula Lindb. b. Auf Kleeäckern und Erdaufwürfen hie und da um Ebnath (Schw.). 94. P. intermedia Fürnr. b. Auf Kalkboden bei Neusorg und Dechantsees (Schw.). 97 c. Didymodon luridus Hornsch. a. Am Ufergestein beim Wehrloche am oberen Wöhrd, steril. 99. D. rigidulus Hedw. a. Spärlich fruchtend an der Strassenmauer bei Gross- berg, über Kalkblöcken im westlichen Teile des Pen- kertales, am Donau-Ufer bei Kelheim. 102. Tortella inclinata Limpr. a. Fruchtend auf dem Absätze des ersten Bahndurch- lasses unter Etterzhausen, im Steinbruche gegenüber der Befreiungshalle. b. Am Fusse von Basaltblöcken unter Wunschenberg (Schw.). 103. T. tortuosa Limpr. var. tenella Mol. a. Fruchtend über Dolmitblöcken im Walde des Penkertales. 105. Barbula unguiculata Hedw. b. Im Fichtelnaabtale nicht häufig (Schw.). 106. B. falax Hedw. b. An einer mit Kalk beschotterten Strasse auf dem Schwarzberg bei Kulmain (Schw.). 107. B. reflexa Brid. a. Steril an den Steilwänden des Bahneinschnittes von Waltenhofen bis Etterzhausen. b. Schlossberg von Flossenbürg (Schw.). 107 b. B. obtusttla Lindb. a. Auf Kreidesandstein der Höhe ober Winzer mit spär- lichen Früchten. H. Kindberg in Upsala hat auf An- suchen von L. Loeske- Berlin die Übereinstimmung mit Originalexemplaren Lindbergs bestätigt. Ich teile — 9 — die Meinung eines andern Beurteilers: vix diflert a B. revoluta. 111. B. convoluta Hedw. a. Steril, mehrfach auf den Schwabelweiser Hängen, c. fr. ober dem Kalkwerke von Funk. b. Zahlreich, aber nur spärlich fruchtend an Strassen- rändern bei Ebnath (Schw.). 112. Aloina rigida Kindb. a. Wegrand gegenüber Oberwinzer, Grasliang beim Pul- verturme hinter den Galgenberger Kellern, Mauerab- satz eines Stadels zwischen Pürklgut und Oberisling, Pelsabsätze der Bahnlinie unter Etterzhausen, über- all c. fr. 114. Tortula aestiva P. Beauv. a. An Mauerwerk im Dörnberggarten und vor der Wal- hallarestauration in Donaustauf c. fr. b. Auf dem Armesberg (Schw.). 115. T. subulata Hedw. b. Im Fichtelnaabtale sehr selten (Schw.). 117. T. papulosa Wils. a. Vereinzelt an Bäumen im Dörnberggarten, in der Pre- brunner Allee, bei Pürklgut, Königswiesen. 118 T. pulvinata Limpr. a. Steril an Strassen- und Alleebäumen, besonders in der Dechbettener und Prüfeninger Allee, bei Königswiesen, Burgweinting. 118 b. T. montana Lindb. a. Steril, aber zahlreich am Schutzfelsen und den Schwa- belweiser Hängen. 119. T. ruralis Ehrh. Geht an Pyramidenpappeln der Prüfeninger Allee und an Robinien bei Schloss Prüfening bis zu 6 m Höhe der Stämme hinauf. 122. Schistidium gracile Limpr. a. c. fr. an dem Bahndamme bei Mariaort, auf den Schwa- belweiser Hängen, in dem Granitbruche in der Klam- mer, hier auch auf Steinen im Bache eine Übergangs- form zu Seh. rivulare. b. Granit des Schlossberges von Flossenbürg c. fr. (Schw.). 125. Grimmia anodon Br. eur. a. In kleinen, leider vöHig sterilen Raschen, ziemlich — 10 — zahlreich an den sonnigen Felsen ober Neuessing, spärlich am Schutzfelsen und bei Schwabelweis. 129. G. leucophaea Grev. b. c. fr. am Granit des Schlossberges von Flossenbürg (Schw.). 130. G. commutata Hüben. b. Schlossberg von Flossenbürg c. fr. (Schw.). 131. G. ovata W. et M. b. Sehr reichlich c. fr. auf Basalt- und Granitblöcken bei Wunschenberg (Schw ). 136. Dryptodon Hartmani Limpr. a. An Graniten im Höllbachtale bei Brennberg, steril. b. Zahlreich auf Basalt am Plössberge bei Fuchsmühl (Schw.). 137. Racomitrium aciculare Brid. b. Im Waldnaabtale bei Palkenberg c. fr. (Schw.). 141. R. heterostichum Brid. a. Zahlreich c. fr. auf einem grossen Granitblocke bei der Mühle am Falkensteiner Schlossberge. 142. R. microcarpum Brid. b. Im Steinwald auf Granit in der Nähe der Steinschlatter c. fr. (Schw.). 144. R. lanuginosum Brid. b. Selten auf Basalt der Armeskuppe, an dem Grand- felsen im Steinwald c. fr. (Schw.). 148. ülota Ludwigii Brid. a. An Eschenstämmen bei Grossberg. 149. U. Bruchii Hornsch. a. An Buchen ober Waltenhofen, auf den Mattinger Hängen, in der Klammer und Wälder hinter Wiesent (340 m). b. An Buchen auf dem Plössberg bei Fuchsmühl (Schw.). 150. U. crispa Brid. a. An Buchen im Walde hinter Wiesent. 152. Orthotrichum anomalum Hedw. b Schlossberg von Plo ssenbürg, Kreuzberg bei Pleystein (Schw.). 153. 0. saxatile Schimp. a. Am Gestein des Weiherdurchlasses bei Karthaus, Bahn- böschung bei Kirchmatting und Mariaort, Schwabel- weiser Hänge. 156. 0. diaphaourn Schrad. — 11 — a. Steril an Strassensteiiieu und -Bäumen bei Grossberg, mit vereinzelten Früchten an der Hohengebrachinger Strasse, vereinzelt am Fusse von Bäumen bei Karthaus, im Dörnberggarten, an der Strasse ausser Weichs und bei Burgweinting. 164. 0. rupestre Schleich. a. Selten an Granit in der Klammer c. fr. b. Fruchtend am Weissenstein, Schlossberg von Flossen- bürg, Kreuzberg von Pleystein (Schw.). 165. 0. Sturmii Hornsch. a. Über Granit am Aufstiege zum Falkensteiner Schlosse und am Eingange des Dorfes Brennberg c. fr. 167. C. leiocarpum Br. eur. b. An einer Schwarzpappel bei Grünberg (Schw.). 168. 0. Lyellii Hook. b. An einer Linde bei Bärenhöhe nächst Friedenfels (Schw.). 170. Encalypta vulgaris Hoffm. b. Schlossberg von Flossenbürg c. fr. (Schw.). 174 b. Tetradontium Brownianum Schw. var. rigidum Jur. b. An einem Granitblocke bei Unterschurbach am Fusse der Kösseine, spärhch, c. fr. 610 m. 175. Schistostega osmundacea Mohr a. In Granithöhlen am Wildberge hinter Bach, steril 380 m. 176 b. Discelium nudum Brid. b. Bei Ebnath sich ausbreitend, so reichlich an der Wald- strasse Neusorg — Unter schurbach (Schw.). 183. Leptobryum pyriforme Schimp. a. Ruine Ehrenfels bei Beratzhausen 550 m. b. An einem Mauerreste des ehemaligen Kellerhäuschens bei Ebnath (Schw.), über Granit bei der Ruine Alt- neuhaus bei Windischeschenbach. 184. Webera elongata Schwägr. a. Spärlich in einem Hohlwege der Mattinger Hänge und am Fusswege zur Walhalla c. fr. 185. W. cruda Bruch. a. Auf Granitboden der Fürstenstrasse nach Aschenbren- nermarter, am Wege von UnterHchtenwald zum Silber- weiher, am Aufstiege zum Scheuchenberge bei Sulz- bach, am Bierkeller vor Falkenstein, stets fruchtend. 187. W. annotina Bruch. — 12 — b. var. decipiens Löske in schönen fruchtenden Rasen in einem Strassengraben bei Grünlas (Schw.). 187 b. W. lutescens Limpr. a. Auf lehmigem Wegrand der Mattinger Hänge c. fr. 188 fflniobryum albicans Limpr. a. c. fr. in einem Graben an der Bahn bei Etterzhausen^ steril in einem Seitentale der Klammer bei Hamraer- mühle. b. Kalkstrassengraben auf dem Schwarzberg bei Kulmain (Schw.). 190. Bryum bimum Schreb. a. c. fr. auf den Torfwiesen bei Mötzing. 192. B. cirratum H. et H. a. Lehmboden der Ziegelei am Ziegetsberg c. fr. b. Strassenböschung bei Ebnath 560 m c. fr. (Schw.). 194. B. capillare L. var. flaccidum Br. eur. a. An alten Weiden und Pappeln bei Unterisling, Pürkl- gut, Königswiesen, Mötzing, steril. var. Ferchelii Schimp. a. Auf Granit bei Mühltal unter Palkenstein 530 m. 196 b. B. alpinum Huds. var. Spindleri (Stolle) Podp. a. Auf sehr feuchtem Lehmboden der Ziegelei bei Kareth, steril. 196 c. B. Mildeanum Jur. a. LTnter überhängendem Granit am Scheuchenberg bei Neudemmling 350 m, steril. 197. B. Funckii Schwägr. a. In wenigen Pflänzchen an Dolomit der Bahnlinie ober Waltenhofen c. fr. 199. B. Duvalii Voit. b. Wiese bei Unterschurbach, häufig unter Witzlasreuth an quelligen Orten, steril (Schw.). 201. B. turbinatum Br. eur. a. c. fr. an einem Wiesengraben bei Leoprechting, am Donau-Ufer bei Weichselmühle, steril an der Donau- böschung unter der Walhallabrücke. 203. Rhodobryum roseum Limpr. b. Steril im Waldnaabtale bei Falkenberg (Schw.). 204. Mnium hornum L. a. c. fr. im Erlengrunde zwischen Mötzing und Haimbuch. 205. M. serratum Schrad. a. Reichlich am rechten Donau-Ufer beim Klösterl c. fr. — 13 - (Junge Früchte reichlich vorhanden, aber das Hoch- wasser nahm seit Jahren stets die heranreifenden Kapseln mit.) 211. M. medium Br. eur. a. r. n. im Graben bei dem Quellteiche bei Pürklgut. 213. M. Seligen Jur. a. c. fr. im Eschenwalde vor Hohengebraching (hier auch fast jedes Jahr mit Anguillula-üallen), eine schwim- mende Form in Wassertümpeln bei Grossberg, eine langaufrechte Form in Torflöchern bei Mötzing. 214. M. stellare Reich. b. Auf dem Weissenstein c. fr. (Schw.). 215. M. cinclidioides Hüben. b. An einer quelligen Stelle im Witzlasreuther Tale, steril (Schw.). 217. Paluöella squarrosa Brid. b. Weiherrand zwischen Floss u. Flossenbürg, steril (Schw.). 220. Meesea triquetra Aongstr. b. Torfstich in Gabellohe bei Kemnath (Schw.). 221. Aulacomnium androgynum Schwägr. a. Steril auf Erde bei Leoprechting im Walde, auf Strün- ken in der Mötzinger Nachtweide. b. Waldränder am Fusse des Naabrangen bei Ebnath 535 m. (Schw.). 223. Bartramia ihyphylla Brid. b. An Granit beim ^ Durchkriechstein" im Waldnaabtale bei Windischeschenbach c. fr. 225. B. pomiformis Hedw. b. Im Waldnaabtale bei Palkenberg c. fr. (Schw.). 228. Philonotis fontana Brid. a. c. fr. auf der Sepperlwiese bei Unterlichtenwald und sehr reichlich auf Sumpfwiesen im Höllbachtale unter Brennberg. b. An Quellen und Gräben im Fichtelnaabtale häufig, auch im Steinwalde und oft fruchtend (Schw.). 228 b. P. caespitosa Wils. a. Steril c. fl. (S in einer aufgelassenen Sandgrube bei Mötzing. b. Steril mit Übergängen zu f. laxiretis Löske an den Teichen bei Zeitlweid hinter Tirschenreuth 520 m. Ebenso in schwimmenden Rasen auf dem Zeckenberg bei Ebnath (Schw.\ — 14 - 228 c. Timraia bavarica Hessl. b. Auf dem Weissenstein (Schw.). 232. Catharinea tenella Röhl a Wiesengraben zwischen Sulzmühl und Brück, b. Erdiger Wiesenhang bei Zeitlweid, in der Altlohe unter Wondreb 500 m, — ausgetrockneter Weiher in Gabellohe bei Kemnath, an Gräben in Schwarzenreuth (Schw.). 232 b. Oligotrichum hercynicum (Ehrh.) Lam. b. c. fr. am Strassenrande auf dem Hahnenfilz bei Ober- ölbühl 630 m, an der Waldstrasse bei Unterschurbach (Schw.). 235. Pogonatum urnigerum P. ßeauv. b. Im Fichtelnaabtale an Hohlwegen und Dämmen ver- breitet (Schw.). 241 b. Polytrichum perigoniale Michx. a. Sumpfwiesen bei Klardorf, Waldmoorboden zwischen Loisnitz und Maxhütte, Sippenauer Moor, Waldhaus bei Nittenau. Pleurocarpae. 245. Fontinalis antipyretica L. a. Eine gebräunte Landform mit senkrecht aufsteigenden Asten auf der Wiese zwischen Taimering und St. Gilla^ steril. b. In Wasserläufen bei Floss häufig (Schw.). 248. Antitrichia cartipendula Brid. b. Auf Granit am Schlossberge von Flossenbürg (Schw.). 249. Neckera pennata Hedw. a. Steril an Buchen bei Bruckdorf. 251. N. crispa Hedw. a. Eine bläulich weissgefärbte, kaum gewellte forma ir- rorata am Ufergestein beim Klösterl, steril. 252. N. complanata Hüben. a. Eine ähnlich gefärbte Form an Uferbäumen und Ge- stein der Donau beim Klösterl, steril. 257. Leskea nervosa Myrin. a. Steril an Dolomit bei Waltenhofen. b. An Buchen auf dem Plössberg bei Fuchsmühl, an Granit auf dem Weissenstein, steril (Schw.). 261. Anomodon viticulosus H. et T. b. An Granit bei Falkenberg, am Schlossberge von Flos- senbürg, Kreuzberg bei Pleystein, steril (Schw.). - 15 — 262. Ä. attenuatus Hüben. b. Auf dem Plössberg bei Fuchsmühl (Scliw.). 263. A. longifolius Bruch. b. An Basalt auf dem Plössbcrij;, an (iranit des W'cissen- stein im Steinwald (Schw,), an Buchen im Waldnaab- tale bei Windischeschenbach, steril. 2G4, Pterigynandrum filiforme Hedw. var decipiens W. et \f. a. Auf Granit bei der Himmelsleiter im P^alkensteiner Parke, steril. 267. Heterocladiom heteropterum Br. eur. a. Steril an Granit ira Walde beim Schiernweiher unter Falkenstein. b. An Granit bei Unterschurbach 610 m und in der Fichtelnaab auf Steinen (Schw.). 268. H. squarrulosam Lindb. a. c. fr. auf Granitdetritus am Scheuchenberg bei Neu- demi ing. 269 b. Thuidium delicatulum Mitten. a. Steril auf Waldboden bei Grossberg. b. Auf feuchten Wiesen bei Ebnath (Schw.). 270. T. Philiberti Lindb. a. c. fr. in den Parkanlagen an der Donau bei Donaustauf. 274. Platygyrium repens Br. eur. a. Steril an Eichen und Föhren im Hohengebrachinger Walde. 276. Orthothecium intricatum Br. eur. a. Steril an Dolomit zwischen Waltenhofen und Etterz- hausen, im Galgentale ober Neuessing. 277. Cylindrothecium concinnum Schimp. a. Um Regensburg auf Kalkboden verbreitet, stets steril : Schwalbennest, Irating, Grossberg, Etterzhausen, Pen- kertal. 279. Isothecium myurum Brid. b. Im Waldnaabtale bei Windischeschenbach an Granit und Bäumen c. fr., an Basalt auf dem Plössberg, an Granit des Weissenstein (Schw.) var. pendula Moldo. a. An Buchen im Kreuther Forste bei Donaustauf, steril. 280. I. myosuroides Brid. b. Steril an Granit im Waldnaabtale von Windischeschen- bach bis Falkenberg, an Granit bei Unterschurbach (Schw.). — 16 — 281. Homalothecinm sericeum Br. eur. a. Eine wenig verzweigte, langhinkriechende Form an schattigem Dolomit der Hänge ober Waltenhofen, steril. 282. Camptothecium lutescens Br. eur. var. fallax Breidl. a. In einem aufgelassenen Kalksteinbruche bei Neuleo- prechting c. fr. 284. Brachythecium fflildeanum Schimp. a. c. fr. in Gräben der Ziegelei am Ziegetsberge und bei Kareth. 286. B. salebrosum Br. eur. var. densum Br. eur. a. Über Kalkblöcken in der Schutzfelsenschlucht mit wenigen Früchten. 287. B. eampestre Br. eur. a. Zahlreich und reichlich fruchtend auf der Schutthalde des Steinbruches vor Grossberg. 289. B. populeum Br. eur. b. Auf dem Plössberg und Weissenstein (Schw.). var. amoenum Milde. a. Strassengraben unter Grossberg, Kalkblock bei dem Wasserreservoir am Dreifaltigkeitsberge, Wegränder im Falkensteiner Parke, überall c. fr. 292. B. rutabulum Br. eur. var. eurhynchioides Limpr. a. c. fr. im Schelmengraben beim Gorihofe; eine f. flave- scens an Dolomit bei Weichselmühle. 294. B. laetum Br. eur. a. c. fr. auf einer Schutthalde ober der Sinzinger Über- fuhr. 295. B. glareosum Br. eur. a. c. fr im Walde bei Grossberg, steril an der Bahnlinie Waltenhofen— Etterzhausen. b. Am Schlossberge von Flossenbürg, steril (Schw.). 296. B. albicans Br. eur. a. Mit wenigen Früchten auf dem Rainhausener Galgen- berge, steril zerstreut, so in den verschiedenen Sand- gruben unter der Zuckerfabrik, hinter den Galgenberger Kellern, Grasser Wald. b. c. fr. auf Weideboden bei Loderraühle nahe Tirschen- reuth 495 m — bei Neusorg (Schw.). var. dumetorum Limpr. a. c. fr. unter Gebüsch am Waldwege nach Hohengebra- ching auf der Höhe neben Hölkering. — 17 — var. jalaceam Warnst. a. Steril auf einer ebenen Fläche neben der Hahnlinie ober Waltenhofen. 297. B. rivulare Br. eur. a. Steril in einem Waldstrassengraben bei Grossberg, im Schelmengraben beim Gorihofe. b. An Quellen bei Unterschurbach, Schwarzenreuth, Eb- nath (Schw). 301. Eurhynchium strigosum Br. eur. a. c. fr. auf Waldboden der Eichenpartie im Hohenge- brachinger Walde, an einem Wegrande der Fürsten- strasse nach Aschenbrennermarter, am Strassenrande unter Grossberg. var. praecox Hedw. a. Am Fusse der Felsen an der Bahn vor Etterzhausen, steril. 305. E. crassinervium Br. eur. a. c. fr. an Granit bei der Himmelsleiter im Falkensteiner Parke. 306. E. Tommasinii R. Ruthe a. Mit vereinzelten Früchten an Dolomitblöcken ober Irating, bei Bruckdorf und im Walde ober Penk. 307. E. piliferum Br. eur. a. Steril verbreitet um Regensburg, c. fr. in dem Buchen- wäldchen o])er dem Schutzfelsen, im Galgentale bei Neuessing. 309. E. praelongum Br. eur. a. Eine kleine, zarte Form über Dolomit im westlichen Teile des Penkertales c. fr. 310. E. Swartzii Curnow a. In der f. robusta am Abhang der Ziegelei am Ziegets- berg, im Parke von Donaustauf, mehrfach und ver- einzelt mit Früchten im Hohengebrachinger Walde, bes. bei der Grossberger Wasserleitung, f. tenella auf verwit- terndem Dolomite beim Minoritenhofe und bei Mariaort. 311. E. Schleichen Lorentz a. Unter Buchen an einem Waldhange ober Kleinprüfe- ning mit spärlichen Früchten, am Grunde der Felsen und in Höhlungen längs der Bahn bei Waltenhofen eine langgestreckte forma cavernarum, steril. 313. Rhynchostegiella curviseta Limpr. Erwies sich als Kümmerform von Eurh. praelongum. 2 — 18 — 316. Rhynchostegium rosciforme Br. eur. b. In Gewässern bei Ploss, steril (Schw.). var. complanatüm Schultz a. An Sandstein eines Brunnenbassins in Karthaus -Prüll und im Brunnen am Domplatze, steril. 320. Plagiothecium Roeseanum Br. eur. a. Zahlreich, aber steril im Buchenwalde ober Irating c. fr. auf Granitboden am Falkensteiner Keller. var. flagellaceum Warnst. a. An Granit im Falkensteiner Parke, steril var. gracile Breidl. a. In einem Hohlwege von Hammerraühle zum Silber- weiher, steril. 321. P. denticulatum Br. eur. var. densum Br. eur. a. An schattigem Granit im Walde beim Schiernhof zahl- reich und fruchtend. b. An Granit auf dem Knock im Steinwald (Schw.). 322. P. curvifolium SchHeph. b. Im Erlenwalde links von Zeitlweid ober Tirschen- reuth o. fr. 325. P. depressum Dixon a. Steril an Dolomit bei Btterzhausen und im Penkertale, c. fr. in der Schutzfelsenschlucht auf Kalk und an einem Strünke bei Argle im Walde. 826. P. elegans Süll. var. Schimperi Limpr. a. Auf Granitboden längs des Baches hinter der Strasse nach Aschenbrennermarter 430 m. b. Auf Waldboden bei Unterschurbach eine f. curvifolia, an einem Waldwege beim Ursprünge der Heidenaab(Schw.). var. nanum Mol. a. Auf Erde in Granithöhlen am Wildberge hinter Bach 470 m. 327. P. silesiacum Br. eur. b. Auf Erlenstrünken in einem Waldsumpfe bei Unter- schurbach c. fr. (Schw.). 328. Amblystegium confervoides Br. eur. a. Spärlich im w^estlichen Teile des Penkertales c. fr. 330. A. filiciDUm De Not. var. elatum Schimp. a. In einem Graben längs der Bahnlinie vor Etterzhausen, steril. var. gracilescens Schimp. a. Auf Kalktuff unter Felsen bei der Weichselmühle, steril. — 19 — 331. A. fallax Milde a. Mit wenigen Früchten über Kalktuff am Weiher der Weichselmühle. 383. Ä. irriganm Br. eur. b. An Holzpfeilern bei der Reuther Polire nächst Kem- nath c. fr. (Schw.). 335. A. serpens Br. eur. a. Eine auffällig grosse Form auf Schlamm eines Grabens im Galgentale ober Neuessing, c. fr. var. rigescens Limpr. a. c. fr. an alten Weiden längs der Altwässer bei Weichsel- mühle. 336. A. Juratzkanum Schimp. a. An feuchtschattigera Dolomit am Fusse der Felsen an der Bahnlinie bei Etterzhausen. 339 b. Hypnum elodes Spruce a. Steril an einem Graben der Wasserleitung von Gross- berg. 340 Hypnum chrysophyllum Brid. a. Über Dolomit zwischen Waltenhofen und Etterzhausen zerstreut, meist steril, nur in einem aufgelassenen Steinbruche manches Jahr fruchtend. b. Am Rande der Strasse Ebnath - Neusorg, steril ^Schw.). 341. H. protensum Brid. a. Als f. erecta in einem Graben an der Bahnlinie vor Etterzhausen, sonst vielfach an den dortigen Felsen, steril. 342. H. stellatum Schreb. b. Sumpfwiese zwischen Grünberg-Ebnath (Schw.). 344. H. vemicosum Lindb. b. Sumpfwiese am Fusse des Naabrangen bei Ebnath, steril (Schw.). 345. H. intermedium Lindb. b. Auf gleicher Stelle mit voriger, aber reichlich und fruchtend (Schw.). 347. H. Uücinatum Hedw. a. An einem Wegrande ober Mariaort, an Granit und Baumstrünken im Walde hinter Lichtenwald c. fr. b. In einem Wassergraben der Altlohe unter Wondreb eine schwarzgrüne Form (rivularis Löske in litt.) steril. 348. H. Sendtneri Schimp. a. In einem Waldstrassengraben bei Posthof, steril. — 20 — 349. H. Kneffli Schimp. a. Langhin flutend im Teiche hinter der Ziegelei am Ziegetsberg, als var. gracile und immersum Warnst, in Tümpeln der Sandgrube unter der Zuckerfabrik, steril. 350. H. exaimulatum Br. eur. b. Sumpf im Pichtelnaabtale zwischen Unterlind und Grünberg (Schw.). 351. H. fiuitans L. var. falcatum Br. eur. a. Steril am unteren Markweiher bei Klardorf. 351 b. H. pseudofluitans Klinggr. a. Steril in dem Quellgraben bei Pürklgut und in einem Tümpel ober der Taimeringer Mühle. 352. H. commutatum Hedw. a. c. fr. in einem Wiesengraben der Königswiese und bei Pürklgut. 355. H. molluscum Hedw. b. An Gestein auf dem Weissenstein (Schw.) var. gracile Boul. a. An schattigen Dolomitblöcken bei Mariaort, als f. to- phacea (fast so gross wie subplumiferum Kindb.) über Kalktufi" in den Gräben unter der Grossberger Wasser- leitung, steril. 356. H. incurvatum Hedw. a. Nicht selten über Gesteinstrümmern, sehr reichlich in den Anlagen ober der alten Mauth und vor Etterz- hausen. 359. H. Lindbergii Mitten a. Steril am Wegrande hinter Leoprechting, zahlreich unter Jungholz im Hohengebrachinger Walde. 359 b. H. Haldanianum Grev. a. An altem Holz der Weiher bei Waldhaus ober Nit- tenau c. fr. b. Am Ufer des Fuhrbaches bei Unterlind c fr. (Schw.). 360. H. pratense Koch a. Mit vereinzelten Früchten an zwei Gräben der Nieder- gebrachinger Sumpfwiese. 363. H. ochracenm Turn. b. Sehr reichlich an Granit im Gregnitzbache bei Ebnath c. fr. (Schw.). 364. H. cordifolium Hedw. a. Steril in kleinen Sumpflöchern auf der Höhe ober Reifelding. — 21 - 365. H. giganteum Schimp. var. dendroides Schimp. a. Steril in einem Wiesengraben zwischen Tairaering und St. Gilla. Sßß. H. stramineiim Dicks. a. Steril in einem Tümpel bei der Taimeringer Mühle, an einem Waldgraben hinter Sulzmühle bei Nittenau. b. In dem Erlenbruche links von Zeithveid ober Tirschen- reuth — Sümpfe im Steinwald und bei der Reuther PoJire, steril (Schw.). 367. Äcrocladium cuspidatum Lindb. a. An den Felsen der Bahnlinie vor Etterzhausen eine emporkletternde Form, die var. pungens Schimp. in der aufgegebenen Sandgrube ober NeuprüU, var. (lui- tans im Sippenauer Moore, stets steril. b. In Moorgräben rechts unter Zeithveid bei Tirschen- reuth. 368. Scorpidium scorpioides Limpr. a. Steril in Gräben zwischen Taimering und St. Gilla. b. c. fr. in einem Torfstiche bei der Reuther Polire, an Weihern in Gabellohe und Weha, Torfstich bei Schweis- senreuth (Schw.). 369. Hylocomnium splendens Br. eur. a. Als f. erecta — ohne Etagenaufbau mit fortwachsen- der Spitze — in dichten Polstern am Bahndämme bei Mariaort, an Abhängen hinter den Galgenberger Kel- lern und bei Oberisling, in einer Sandgrube im Hohen- gebrachinger Walde. 372. H. brevirostre Br. eur. a. Steril in der Donauschlucht ober den drei Brüdern bei Kelheim. 376. H. squarrosam Br. eur. var. calvescens Hobk. a. An einem Abhänge zwischen den Galgenberger Kel- lern und Oberisling, steril. Hepaticae. 378. Riccia ciliata Hoffm. var. epilosa Warnst. a. Vereinzelt unter der Normalform bei Pürklgut und Schw^abelweis. 381. R. sorocarpa Bisch. a. In einer rötUchen Form auf Granitgrus am Scheuchen- berge. b. Auf Getreide- und Brachfeldern bei Waldershof, auf Äckern am Armesberge bis 700 m Höhe (Schw.). — 22 — 381 b. R. bavarica Warnst. (= Warnstorfii Limpr.?) a. Auf Stoppelfeldern bei Pürklgut c. fr. 382. R. crystallina L. a. Auf dem Schlamme der Altwässer unter der Maria- orter Brücke. 382 b. R. pseudo-Frostii Schiffn. a. Zahlreich in einigen Brutteichen zwischen Maxhütte und Seubersdorf, am Rande des unteren Markweihers bei Klardorf. 383. R. fiuitans L. a. In der Land- und Wasserform zahlreich an Teichen bei Seubersdorf z. T. auch die var. purpurascens Klinggr., im unteren Markweiher bei Klardorf. b. Ein abgelassener Weiher in Döberein ganz damit er- füllt (Schw.). 384. Ricciocarpus natans Corda a. In der Land- und Wasserform an den Teichen bei Seubersdorf, im unteren Markweiher bei Klardorf, steril, im Teiche bei Fussenberg (Petzi). 385. Grimaldia fragrans Corda a. Anfang April 1907 reich fruchtend wieder aufgefun- den an mehreren Stellen der Schwabelweiser Hänge, steril an den Pelshängen ober Neuessing. 393. Aoeura multifida Dum. a. An einem Graben auf Sieben Eichen bei Neuprüll c. fr. 394. A. latifrons Lindb. a. Ziemlich zahlreich und fruchtend auf Waldmoorboden und faulen Strünken bei Loisnitz, auf Strünken am Gaisbache bei Palkenstein. 397. Metzgeria fnrcata Lindb. b. An Buchen und Basalt auf dem Plössberg bei Fuchs- mühl, an Granit des Weissenstein (Schw.). 398. M. coDJugata Lindb. a. An Buchen bei Unterlichtenwald fruchtend (16. Nov. 1899). (Ein Pruchtexemplar von Priem trägt das Da- tum 16. Januar 1847). 399. Blasia pusilla Mich. b. Strassengraben vor Plossenbürg (Schw.). 402. Pellia calycina Nees a. Wasserüberlauf am Weiher der Weichselmühle (f. fur- cigera). — 23 — 403. Fossombronia pusilla Dum. a. Grabeiiründer bei der grossen Baumschule im Hohen- gebrachinger Walde c. fr. 404. F. cristata Lindb. b. Auf Feldern des Armesberges bis 700 m. (Schw.). 405. F. Dumortieri Lindb. a. Auf Weiherschlamm bei Seubersdorf c. fr. 406. Marsupella Sprucei St. b. Auf dem Katzentrögel an Wegsteinen vom Waldhaus zum Weissenstein 900 m (Schw.). 409. M. erythrorhiza Schiffn. b. Grabenrand in der Altlohe unter Wondreb. 409 b. M- spacelata (Gies.) Dura. b. Seitenarm der Wondreb in der Altlohe, — Brücken- steine am Puhrbache bei Unterlind (Schw.), steril. 411. Alicularia scalaris Corda a. Im Urgebirge öfters Massenvegetation bildend, bes. in den Seitentälern der Klammer, zwischen Wörth und Falkenstein, am Gaisbachwege bei Falkenstein, reich fruchtend. 412. A. minor Limpr. b. An einem Waldbächlein bei Unterlind 610 m. Weg beim Hahnenfilz c. fr. (Schw.). var. suberecta Schiffn. b. Steril an einem Graben der BahnHnie Irrenlohe — Freihöls. 413. Solenostoma crenulatum St. a. An Wegrändern im Urgebirge häufig, Klammer bei Lichtenwald, Waldränder der Strasse nach Falkenstein meist reich fruchtend. Eine untergetauchte, verlän- gerte Form fast ohne Randsaum in einem Graben vor Hohengebraching. var. gracillimum Sm. a. Auf der Höhe ober Reifelding, auf der Hohen Linie, im Tiergarten bei Grossparkhaus, steril. 420. Jamesoniella autumnalis St. a. Reichlich an Granitblöcken in der Hölle bei Brennberg, im Falkensteiner Schlossparke bei der Himmelsleiter, im Walde bei dem Schiernweiher, steril mit l)en der Starzlach vor Rohrmoos, mit wenigen Früchten auch in einer kleinen Hohle der Kalkfelsen am rechten Ufer des Lochbaches bei Tiefenbach (1000 m). 0. binervulum Mol. Zwischen und unter Geröllblöcken am Wege zum Geiseck (1800 m), stark vermengt unter kleinen Formen von rufescens. Camptothecium lutescens B. S. var. fallax Breidl. Auf Kreidekalk am Lochbach bei Tiefenbach c. fr. (diese Pflanze wurde von Holler teilweise als Homatothecium Phillippeanum verteilt). Brachythecium Starkii B. S. Am Rande eines Schneefeldes am Wege zum Geiseck c. fr. 1700 m. B. plicatum Schp. Zahlreich und vereinzelt mit Früchten auf Kalkblöcken bei Rohrmoos, steril vor der Willersalpe. B. rivülare B. S. Fruchtend am Starzlachufer vor Rohrmoos. B. cirrosum Schimp. Über Kalkblöcken am Hange links der Ostrach am Ein- gange zur Eisenbreche 880 m, am. Wege zur Kinds- ])angetalpe ober Rohrmoos 1100 m, steril. Eurhynchium crassinervium Br. eur. An Ufersteinen des linken Ostrachufers am Eingange zur Eisenbreche bei Hinterstein, steril. E. piliferum B. S. Steril in den Breitachauen vor Tiefenbach. Rhynchostegium murale B. S. var. ornellanum (Mol.)? Nach genauester Beschreibung des Standortes durch Holler gelang es mir im Juli 1904 unter Führung des Herrn Lehrers J. Ziegler in Hinterstein jene Pflanze wieder zu finden ober der Willersalpe, welche Molendo als zu seinem Scleropodium ornellanum gehörig bezeichnet 3* — 36 — hatte. Holler prüfte die neuen Proben und fand sie übereinstimmend mit seinem früheren Funde, sowie mit den Pflanzen vom kleinen Rappenkopfe. Am 25. Juli 1905 glückte es, an der gleichen Stelle einige fruchtende Pflanzen zu entdecken und diese erwiesen, dass die Pflanze von der Willersalpe nicht zu S. or- nellanum gehören könne, sondern die Annahme Hollers von einer Form des Rh. murale richtig sein müsse, da die Seta vöUig glatt war. R. rusciforme B. S. In der Starzlach bei Rohrmoos, steril. Plagiothecium denticulatum B. S. var. sublaetum Lindb. Auf Erde zwischen Gesträuch am Hinterbolgen 1200 m. c. fr. P. Müllerianum B. S. In einer Erdhöhle am Wege von Wasach zur Sulzburg c. fr. P. undulatum B. S. Steril, ziemlich reichlich an einem Bachufer unter der Alplealp bei Hinterstein. Hypnum fluitans Dill. In Wasserlöchern des Hochmoores am Straussberg ober dem Retterschwangtale reich fruchtend 1100 m. H. intermedium Lindb. Auf den moorigen Wiesen im Mooser Haag hinter Rohr- moos, steril. var. Cossoni Schimp. In Gräben auf dem Mooser Haag, im Moore der Dinigörgen- alpe, steril. H. filicinum L. c. fr. in den Quellsümpfen ober der Niggenalpe am Daumen. H. decipiens De Not. In der Quelle bei der Peldalpe am Daumen 1907 auch mit vereinzelten Früchten; steril, z. T. eine f. gracilescens bildend, sehr zahlreich in einem höher und links davon unter Grünerlen liegenden Quellgerinne H. falcatum Brid. Mit Früchten in Quellsümpfen der Vorderostseite des Vor- derbolgens, zahlreich, aber steril über Kalktuff an einem Pusswege von Bad Oberdorf zur Strasse nach Ober- joch. — 37 — H. Vaucheri Lesqu. All Kalkgestein der alten Strasse von Bad Oberdorf nach Oberjoch, steril 900—950 m. H. crista-castrensis L c, IV. über Kalk am rechten Ufer des Lochbaches hinter Tiefenbach. H. palustre L. var. julaceuin Hr. eur. Au rotem Hornsteinblock im Sauwalde c. fr. H. cuspidatum L. Eine lang hinkriechende Form am Daumenwege über dem Retterschwangtale 1200 m; eine rein grüne kriechende Form in den Breitachauen von Tiefonbach, steril. Hepaticae. Sarcoscyphus Ehrharti Corda Hiiiterbolgeii auf lehmigem Waldboden, reichliche ^ fl. 1200 m. S. Funckii Nees (var. maior). Auf Schieferdetritus im ßerggründele, steril 1500 m. Scapania aspera Bernet Auf Kalkblock im Walde am linken Ufer des Eckbaches, steril, ebenso am Ausgange der Eisenbreche. (VII. 1902). S. paludosa C. Müller Der sehr reichliche Originalstandort Hollers gehört eigent- lich noch zum Schwarzeiiberg; wahrscheinlich dürfte der weitere Standort: Hochmoor „auf der Härte" am Bolsterlanger Hörn bei Obermaiselstein mit Sph. mol- luscum 1440 m — auch hierher gehören, denn unter ähnlichen Verhältnissen — eingesprengt zwischen Sphagnen und andern Sumpfmoosen — kommt die Pflanze vor auf der Südseite des Beseler an Sumpf- stellen längs des Oberlaufes des Lochbaches von der Kellersalpe über Maderholm- bis zur Simensalpe, an Quellgerinnen zwischen Freiberg- und Dinigörgenalpe, auf den Moosalpen am Hochwald vor Rohrmoos (1200 m), im Hochmoor am Straussberg ober dem Retterschwang- tale 1100 m, überall steril, am letzteren Orte auch in reinen Rasen. S. umbrosa Nees Auf Baumleichen im Sauwald nicht selten, auch vereinzelt mit Kelchen, auf faulenden Strünken im Walde des — 38 — vorderen Haidach, solten im Berggündele, vereinzelt auch im Walde vor Senkleithen am Vorderbolgen. Jungermannia albicans L. Steril auf Conglomeratgestein am rechten Ufer des Eck- baches. J. exsecta Schmid Auf Baumleichen im vorderen Haidach, im Vorsasswalde am Eckschrofen (850 m), im Berggündele an Baum- strünken, steril. J. exsectaeformis (Steph.). Auf faulem Strunk neben dem Wege zur Willersalpe ober- halb des Bachüberganges, steril. J. minuta Krantz Auf faulem Strunk im vorderen Haidach bei Hinterstein c. cal. J. Taylor! Hook. Fruchtend an Baumleichen im Mooser Haag bei Rohrmoos, am Aufstiege zur Willersalpe, im Vorsasswalde am Eck- schrofen — fauler Baumstrunk am Alpsee. J. riparia Tayl. Mit Früchten am linken Ufer der Ostrach vor der Eisen- breche. J. autumnalis (St.) Mit c? Blüten an rotem Hornstein im Sauwald ab Hinter- stein. J. crenulata Sm. var. gracillima Sm. Auf Lehmboden der Nordseite des Hinterbolgen, 1200 m, steril. J. lanceolata Nees Auf feuchtem Schiefergestein am rechten Starzlachufer c. cal. J. inflata Huds. Hochmoor am Straussberg ober dem Retterschwangtale in schwimmenden Watten, Dinigörgenalpe ober Rohrmoos auf faulenden Strünken und Moorboden, zahlreich und vielfach schwimmend in dem Latschengebiete am Hoch- wald vor Rohrmoos 1200 m. J. ventricosa Dicks. In rein grünen bis gebräunten Formen im Walde vor Senk- leithen bei Obermaiselstein, c. fr. S. porphyroleuca Nees incl. guttulata Lindb. Auf faulendem Baumstamm im Mooser Haag hinter Rohr- — 39 — moos, an Strünken nol)oii der StarzUuh vor Rolirinoos, im Walde vor SenkleiUien l)ei Oberniaiselstein, im Sau- walde und vorderen Haidach bei Hinterstein, überall steril. — Prof. SchifTner bemerkte zur Be^ründun«; sei- ner gütigen Nachbestimmung der Proben vom Mooser Haag: „L. porphyroleuca forma (412 der Bryophyta bavarica, 413 derselben Sammlung) eine interessante, sehr kleine Form, die habituell der L. guttulata ähnelt, ebenso im Zellnetz, aber die Blattform stimmt auf por- phyroleuca, zu der die Pflanze sicher gehört." Meines Erachtens bestehen Übergang?formen von ventricosa zu porphyroleuca besonders an Orten, die durch Lich- ten des Waldes auf einmal der Besonnung ausgesetzt sind und ebenso von porphyroleuca zu guttulata, so dass über die Zurechnung zu dieser oder jener Art zwei Meinungen zurecht bestehen können. J. incisa Schrad. Sehr zahlreich und reichlich fruchtend an faulen Strünken im vorderen Haidach bei Hinterstein, in Moorgräben hinter Rohrmoos. J. attennata Lindenb. Auf faulem Strunk und Moorboden im Mooser Haag bei Rohrmoos, ebenso im Walde vor Senkleithen bei Ober- maiselstein, an Kreidekalk am Lochbache bei Tiefen- bach. J. quinquedentata Web. Über Kalkgestein nahe bei Rohrmoos, am Starzlachufer vor Rohrmoos, c. cal , im Walde vor Senkleithen, steril. J. barbata Schrad. An Kalkblöcken am Wege zur Kindsbangetalpe ober Rohr- moos. J. lycopodioides Wallr. Im Moorgebiete zwischen Kindsbanget- und Dinigürgen- alpe, steril. J. Juratzkana Limpr. In wenigen Pflänzchen eingesprengt zwischen J. tricho- phylla auf der Schutthalde am Geisseckwege ober den Willersalpen. J. setacea Web. Im Latschenmoore bei Dinigörgenalpe, steril. — 40 — J. leucantha (Spr.). Auf faulen Strünken im öauwalde bei Hinterstein, am Auf- stiege zur Willersalpe, im vorderen Haidach, überall c. cal. (Meine von Holler erhaltene Probe der J. ca- tenulata vom Schwarzenberge ist ebenfalls leucantha.) J. curvifolia Dicks. Auf morschem Strünke im Walde vor Senkleithen, steril. Sphagnoecetis communis Nees Zahlreich steril im Moorgrunde zwischen Kindsbanget- und Dinigörgenalpe, teilweise in einer verkümmerten schwer erkennbaren Form. var. macrior Nees Zahlreich, steril, propagulifera auf Strünken unter den Felsen der Sulzburg bei Tiefenbach, auf Moorboden bei Kellersalpe am Beseler. Lophocolea heterophylla Nees Nicht selten auf Bauraleichen im Sauwalde, im Walde vor Senkleithen c. cal. Harpanthus scutatus Spr. Auf einer Baumleiche am rechten Starzlachufer vor Rohr- moos, ziemlich zahlreich, steril; seltener im Sauwalde und im Walde vor Senkleithen. Geocalyx graveolens Nees Auf feuchtem Lehmboden im Walde vor Senkleithen, steril. Calypogeia suecica Arnell et Pers. Nicht selten auf Bauraleichen im Sauwalde ober Hinter- stein, an Strünken im vorderen Haidach, am Kamm- wege über den Schwarzenberg, steril. C Neesiana (Mass.). Grabenrand hinter Obermaiselstein am Wege zum Ried- berghorn 800 m, steril. Mastigobryum trilobatum Nees c. fr. über Kalkblöcken im Vorsasswalde unter Moslealpe und an Strünken im vorderen Haidach. Trichocolea tomentella Nees Steril an einem Bachufer unter der Älplealpe, am Daumen- wege am Breitenberg, in einer Sumpfwiese am Vorder- bolgen. Ptilidium ciliare Nees var. inundatum Schiffn. Auf Sumpfwiesen der Maderholmalpe am Beseler, im Lat- schenmoore zwischen Dinigörgen- und Freibergalpe bei Rohrmoos, steril. — 41 — Radula Lindbergiana Gottschc All ijaiimriiide am recht(^n Slarzlachiitcr vor Ixoluinoos, zwischen Tieionbach uii»l 1 lirschspruii«;, in den Breiladi- auen, am We^e zur Walsersuhanze übi-rall c?, seltener mit Kelclien. Madotheca laevigata Dum. An Kalkblücken im Berf^i:;rrmdclctal bei der Alpe am Fuss 1000 m, steril. M. rivularis Nees An Steinblöcken im Sauwalde bei Ilinterstein, an Kalk am Wege zur Kindsbangetalpe ober Rohrmoos. Vf. platyphylla üum. Reichlich steril an Bergahorn am Aufstiege zum Strauss- b(>rg, und bei der Alpe Mitterhaus im Retterschwangtale. Frullania fragilifolia Tayl. Auf Fichtenrinde im Walde vor dem Hirschsprung und am rechten Starzlacluifer vor Rohrmoos, steril. Lejeunea serpyllifolia Lib. All Kalk an der Bsonderach bei Brück, ebenso am Starz- lachufer vor Rohrmoos. L. calcarea Lib. An Kalk bei Brück vor Hinterstein, an Konglomeratgestein am rechten Eckbachufer, an Kalk am Starzlachufer vor Rohrmoos und am Lochbach bei Tiefenbach, steril. — Zwischen H. Halleri am Alpenrosenweg bei Hohen- schwangau (A. Zick 1903). Pellia epiphylla Corda In Moorgräben hinter Rohrmoos, c. fl. P. Neesiana Limpr. Moorgraben am Wege nahe der Wasserscheide hinter Rohr- moos c. ü. Blasia pusilla L. Steril an einem Grabenrande hinter Obermaiselstein 800 m. Äneura piaguis Dum. Auf feuchtem Lehmboden im Walde vor Senkleithen, steril. A. latifrons Lindb. Auf faulen Strünken im vorderen Haidach bei Hinterstein. A. palmata Dum. Auf Baumleichen im Sauwalde. A. multifida Dum. An einem Quellgerinne im Moore zwischen Dinigorgen und Freibergalpe. — 42 — Metzgeria furcata Lindb. An Sambucus im vorderen Haidach bei Hinterstein, an Gestein am Starzlachufer vor Rohrmoos, an Baumrinden in den Breitachauen vor Tiefenbach, steril. IL Das bayerisch-böhmische Grenzgebirge. Laubmoose. Sphagnnm acutifolium Russ. et W. var. pallens Warnst. Zwischen Moorkiefern in der Föhrau bei Spiegelau 820 m. S fuscum Klinggr. var. fuscescens W. c. fr. reichlich an Graben im Pilzwald hinter Riedlhütte 750 m, steril in der Föhrau. S. rufescens Warnst, var. versicolar W. In Strassengraben des Lusenweges am Reschwasser bei Mauth 700 m. Andreaea petropbila Ehrh. Reichlich fruchtend an einem Felsen ober der Glashütte in Spiegelau 710 m. Amphidium Mougeottii Schpr. Steril noch am Bogenberge bei Straubing 440 m. Blindia acuta Br. eur. c. fr. am Riesslochwege bei Bodenmais 680 m. Brachydontium trichodes Bruch An schattigem Granit am Wege von Mauth über Tummel- platz zum Lusen zahlreich, 8—1300 m, vereinzelt an Granitblöcken am Klingenbrunner Rachelaufstieg 8 bis 900 m. Bryum alpinum Huds. Steril, zahlreich über Granittrümmern an der Südostseite des Bogenberges 380 m. Desmatodon latifolius Br. eur. An der Südseite des Rachelgipfels nicht mehr so selten. Dicranella rufescens Schpr. Grabenrand der Waldstrasse zum Tummelplatz am Lusen 800 m. D. squarrosa Schpr. In handtiefen Rasen eines Quellsumpfes am grossen Falken- stein, steril, 1000 m. D. subulata Hedw. An Strassengraben am Reschwasser unter Mauth. — 43 — DicraDom Blyttii Rr. eur. u. fr. an (Iranilblücken des Fussweges ober Froiifelden 750 m. D. lODgifolium var. fragile Vol. Öleril zwischen scoparinni auf den» Plateau bei der Arber- kapelle 1470 ni. D. scoparium Hedw. In rein männlichen Polstern am Seebachwege nicht weit von der Restauration 900 m. var. rupicolum H. Müller Ein grosser, steriler Polster an einem Granitblock in Wald- häuser am Lusen 920 m. D. Starkii Web. et M. c. fr. auf Felsabsätzen der Südseite des Rachelgipfels 1460 m. D. viride Lindb. V^ereinzelt an Buchen des Weges von B. Eisenstein nach Waldhaus 700 m. Ditrichum tortile Lindb. Massenvegetation bildend an den Strassenrändern ausser Siebeneilen und von Spiegelau zur Diensthütte bei Gug- löd 800 m. Dryptodon patens Dicks. Bei der Försterei in Finsterau ist im ganzen Garten und dem anstossenden Felde kein grosserer Stein mehr zu finden. D. HaitmaDDi Limpr. Reichlich propagulifera in einer verlängerten Form an feuchten Felsen auf dem Föhrau-Rachelweg und an Gräben zwischen Tummelplatz und Lusen 1000 — 1200 m. Eücalypta ihabdocarpa Schwägr. Auf Glimmerschiefer am grossen Ossagipfel unter der Scluitzhütte 1300 m. Grimmia commutata Hüben. Reichlich, c. fr. am Bogenberge bei Straubing. G. incurva Schwägr. f. subepilosa. An Gestein des Arbergipfels in schattigen Höhlungen. G. ovata Web. et M. Zahlreich an Steinmauern bei Unternebling (Mitterfels) (350 m. Gymnostomum rapestre Schi. Steril an Granit ober der Glasfabrik in Spiegelau. — 44 — Mnium affine Bland. c. fr. in einem kleinen Sumpfe hinter dem Pilzwald bei Riedlhütte. M. cinclidioides Hüben. Sumpf im Filzwald bei Riedlhütte, steril. M. stellare Reich Hohlweg bei Unternebling (Mitterfels) c. fr, Oligotrichum hercynicum Lam. c. fr. am Wege ober dem Schwarzen See am Ossa 1050 m und auf einem Grabenauswurfe am Wege unter dem grossen Pilze am Lusen 1250 m. Philonotis fontana Brid. var. adpressa Mk. In einem Quellsumpf am grossen Palkenstein, steril 1000 m. P. seriata Lindb. Steril in einem Sumpfe neben dem Wege vom Tummel- platz zum Lusen 1250 m. Polytrichum decipiens Limpr. Auf einem Granitblocke in dem Buchenwalde des Lusen- gipfels 1350 m, ebenso am Seebach wege zum Arber 800 m. Racomitrium aciculare Brid. Reich fruchtend an Granit beim alten Rachelsee. R. canescens Brid. In einer verlängerten Form auf überrieseltem Granit zwi- schen den Kanälen bei Luisenfels unter Spiegelau. R. fasciculare Brid. An Granit bei Luisenfels c. fr., an der Strasse unter dem Arbersee, steril. R. microcarpum Hedw. Reich fruchtend über Granitblöcken ober Pronfelden. Rhabdoweisia denticulata Br. eur. Spärlich unter überhängendem Pels an der Südseite des Ra'chelgipfels. R. fugax Br. eur. In Felsspalten des Ossagipfels. Bhodobryum roseum Limpr. Steril in einem Sumpfe unweit des Tummelplatzes. Webera elongata Schwägr. c. fr. am Riesslochweg am Arber, am Wege zum Schwarzen See, an der Strasse von Mauth zum Tummelplatz, im Walde vor Waldhäuser, bei Spiegelau. — 45 — W. bulbifera Warnst. Steril zahlreich, mit wenigen l'^rüchten auf dcni Moorhoden um den Kachelsee 1()l|)latz, in einem Wieseiifj^raben zwischen Ixosenau und St. Oswald, im ilöhenbrunner Pilze, am Wege ausserhalb Siebenellen, überall steril. Mörkia Blyttii Brockm. Auf nassen Grasplätzen am Arbergipt'el IV^. Pellia epiphylla Lindb. Nicht selten und meist fruchtend I — III; in der I'randau an Waldwegen V — Wiesengraben zwischen Rosenau und St. Oswald, in sumpügen Stellen zwischen dem Wege und dem Arberseebache. P. Neesiana Limpr. Zahlreich c. fr. in den Seitentälern der Klammer bei Do- naustauf III; im Hochwald bei Salnau und um ilohen- furth verbreitet V. var. undulata Jack Quelltümpel in der Riegelbachschlucht bei Eisenstein im Hammerleichtenbache , an der Bezirksstrasse bei Krumau V. var. turfosa Vel. Auf Moorboden bei Hurkental 950 m IV. F. cristata Lindb. Am Wechsel und hinter Muckenbach bei Nittenau III. Fossombronia Dumoitieri Lindb. Ottischbachweiher bei Nittenau III; Feld beim Poschlager Wege, Stoppelfeld in der Prauenleichten, Waldweg am Rande des Hochholzes V. Foliosae. Acolea coDcinnata Dum. c. fr. an den Felsen des Rachelgipfels im Latschengebiete. Marsupella emarginata Dum. In der Saulochschlucht an Steinen im Bache, zahlreicher am Dreitannenriegel an Steinen in und an Bächen S_1000 m I; an feuchten Felsen im Rieselwald, Drei- wappenfels und Klammerfels 11, in einem Waldl)ache zwischen Ossa und Schwarzen See II a; selten in der Klammer HI; häufig IV; Lusenaufstieg ober der Moldau- quelle, am Lusen gegen Klingenbrunn, im Rissloch am Arber V; im Grenzbache häufig vom Mauthhaus bis hinauf in die Waldgegend seines Oberlaufes VII b; — auf Granit in der Spiegelauklamm c. fr., am Wege zum Tummelplatze, am Rachelseewege, am Ossa in der Nähe des Wasserfalles. 4* — 52 ^ M. aquatica Schiffn. In Bächen am Lusen gegen Klingenbrunn V; im Pichl- bache bei Eisenstein ilutend, in Quellbächen des Arl)er- sees VI. M. commutata Steph. Sehr selten und einzeln an Felsblöcken im Rieselwalde (Zigeunerlohe) II. M. Funckii Dum. Verbreitet I — IV; am Plöckenstein auf Waldboden, Wald- weg unter dem Gipfel des Kuhberges, in der Brandau an Granit V, im Steinernen Meer am Plückensteiner See VI. M. sphacelata Dum. An einem Seitenarm der Wondreb bei Wondreb III; Ma- der und Plöckenstein IV; am Wotawaursprung am Lusen V; auf sumpfigen Wiesensteilen gleich unter- halb der Dreiecksmarke Vllb; an Felsen der Arbersee- wände VII c; — an Granit eines Bächleins am Wege vom Tummelplatz zum Lusen 1200 m. W. erythroihiza Schiffn. Bei Kuschwarda und Eisenstein IV. ffl. densifolia Dum. Mader, Rehberg, Stubenbach, Arber, Laka IV. Alicularia scalaris Corda Verbreitet I — IV; Wegböschung beim Hammer, in der Brandau an Steinen und Wegböschungen, ebenso bei der Lippener Schwebe, ober dem Rissloch am Ar.ber V; — Grabenrand am Lusen unter dem Grenzmoore. var. procerior Schiffn. In einem Moorgraben am grossen Falkenstein, steril 1000 m. A. minor Limpr. Im Föhrenwalde hinter Muckenbach und Stadel bei Nittenau c. fr. III; am Lusen in der Nähe der Moldauquelle, im Brandauwalde, Waldgraben bei den Waldhäusern nächst St. Thoma V. Solen ostoma crenulatum Steph. Nicht gerade selten, auf tonigem Boden im Hohlwege nach Riedfeld c. fr. I; auf der Viehweide bei Grub, reichlich fruchtend II; verbreitet c. fr. III; Waldweg am Rande und im Hochholz, Wegböschung beim Ham- mer, Schwarzwaldberg V. — 53 — var. gracillimum Limpr. Nicht selten, meist steril I — lll; Wegböscliung im Hoch- holz V. S. amplexicaule Steph. Selten, im Graben an der Strasse nach Rusel 720 m, steril I; am Schwarzen See, Mader, Rehberg, Arber IV'; am Lusen in der Nähe der Moldauquelle, zahlreich im Lusenbache, im Walde bei Salnau V; auf der böhmi- schen Seite des Dreisessel VII b; — in einem Büchlein am Wege vom Tummelplatz zum Lusen 1200 m. S. lanceolatum Steph. Fehlt I; an Waldbächen verbreitet, reich fruchtend II, l)ei Falkenstein c. fr. III; bei Taus IV; auf Strünken am Arbersee VI; — Weg vom Lohberg zum Ossa. S. cordifoliom Steph. In einzelnen schönen Exemplaren beiFalkenstein? (Priem) III. S. sphaerocarpum Steph. Selten im Pitterichwalde an feuchten Stellen, steril I; am Keifeldinger Bächlein bei Donaustauf HI; bei Eisenstein an einem Wegrande. var. nanum Nees Am Schwarzen See, Mader, Rehberg IV. Jungermannia hyalina Lyell Nicht selten auf sandigtonigcm Boden, am Waldabhang bei Riedfeld, im Hohlwege bei Edenstetten, auf Wald- wegen bei der Schwimmschule, bei Wimpasing, steril 1 in der Klammer bei Donaustauf HI; am Rehberg IV in der Brandau an Steinen und Wegböschungen, be der Lippener Schwebe, an Wiesengräben am ülberge bei Hohenfurth V. J. obovata Nees Nicht häufig, bei Hausstein an Stein und Holz im Quell- bache 800 m zahlreich, eine kräftige Form an triefen- dem Fels an der Strasse nach Hirschenstein nahe der Dampfsäge 680 m, steril I. J. riparia Tayl. Selten, in der Geisbrunnschlucht an verwittertem Gestein c. fr. I. Jamesoniella autumnalis Steph. Nicht häufig, in ausgedehnten Rasen an schattigem Fels bei Laubberg und auf dem Hirschenstein 1000 m, ste- ril I; in dem Moorwalde bei Moosdorf, an schattigen - 54 — Felsen am vorderen Hiener und bei Unterhütte, selten c. cal. II; nicht selten um Falkenstein und Brennberg III; verbreitet IV; an Granit im Hammerleichtenbache nahe dem Bachsteig V. Lophozia inflata Howe Fehlt I; in einem Hohlwege im Herzogauer Walde, am Langenfels II; auf der Arberkuppe II a; selten bei Falkenstein und Brennberg III; am Schwarzen See IV; Submers in Moortümpeln des Arberfilzes (var. laxa), am Lusen bei der Moldauquelle V. L. Wülleri Dum. Sehr sparsam am Fällerbach bei 750 m IL L. alpestris Dum. Nicht häutig, im Hohlwege bei Edenstetten in ausgebrei- teten Rasen, bei Hochwies, auf dem Dreitannenriegel 980 m, steril I; im Grenzgebirge verbreitet, c. fr. in einem Hohlwege bei Beerenfels II; auf dem Fahren- berge bei Vohenstrauss, bei Mühltal unter Falkenstein III ; häufig bei Taus ober Possigkau und am Cerchow IV; auf der Arberkuppe II a u. V ; an Granit in der Brandau V; — in der Spiegelauklamm c. fr, auf dem Rachel- gipfel in einer Höhlenform, unter dem Gipfel des grossen Falkenstein, Ehrn bei Mitterfels. L Wenzelii Steph. Am Laka-See und am Plöckenstein IV. L. ventricosa Dum. Verbreitet und nicht selten mit Kelchen I— IV, II a, VII d; nicht sehr reichlich um Hohenfurth V. — Sehr zahl- reich und in rötlichen Übergangsformen zu porphyro- leuca auf Strünken im Walde zwischen Spiegelau und Höhenbrunn. var. crassiretis Warnst. Auf Strunk in der Föhrau am Rachel. L. porphyroleuca Nees Auf faulem Holze in der Striezelau, im Hochwalde bei Salnau (var. viridis), am Hochlichtl, im Urwald von Kubany, am Lusen bei der Moldauquelle und am Filz unterm Gipfel, am Wege zum Rachelsee und gegen Klingenbrunn V, auf Strünken am Arbersee VI ; — auf faulem Holze am Klingenbrunner Rachelwege, auf Strünken an dem neuen Wege hinterm Arbersee. - 55 - L longidens Tjindl). Auf (Jrunii im Mühltale uiitur Kalkenstciii III; ;iii (Iraiiil der Teufelsmauer bei Hohenfurth V. L. bicreoata Dum. Fohlt 1; an Walduuf^en und Oduni^en nicht ^nr selten: bei Perlhütte, im Kieselwald, c. fr. auf der Höhe vor dem TrelVenwald 11; selten bei ßrennberp^ III; bei Taus IV; am Poschlaj^er Wege an einer lehmij^en Weg- böschunji: V. L. excisa Dum. Fehlt I; in einem Hohlwege bei der Gärtnerei, auf Heide- boden bei Tiefenbach <;. fr. H; am Walhallaberge, ver- breitet um Falkenstein und Nittenau HI. L. incisa Dum. Nicht häutig, aber an den Fundorten zahlreich: auf mor- schem Holze am Dreitannenriegel 1020 m, Hirschen- stein 1000 m c. cal. I; auf morschem Holze in Rerg- wäldern hie und da, meist fruchtend am tiefen Oraben, am Bache ober Posthof u. ä. 0. H; bei Brennberg HI; verbreitet bei Hohenfichte, Taus, am Cerchow IV; auf Strünken in der Striezlau, im Sohmierschlag, im Hoch- wald bei Salnau, am Hochfichtl, im Urwald bei Kubany, am Lusen bei der Moldauquelle V, am Palkenstein 1 1 a, bei Helmbach VII d, — reichlich an faulem Holze am Rachelsee und in der Föhrau c. cal., am Klingenbrun- ner Rachelwege. L. lycopodioides Steph. Selten, doch sehr zahlreich auf dem Dreitannenriegel an Granit 1200 m, weniger zahlreich auf der Rusel 780 m und in der Saulochschlucht I; an schattigen Felsen am Cerchowgipfel, Beerenfels, Langenfels und vorderen lliener 11; vereinzelt um Falkenstein 111; verbreitet IV; am Falkenstein Ha; bei Aussergefild V, — am Rachel in der Nähe der Diensthütte, im Latschengebiete am Kapellen wege, am Seebach wege zum Arber, am grossen Falkenstein bei der Schutzhüttu, am üssa ober dem Gütelplatz. L. quinquedentata Steph. Ziemlich häufig und zahlreich: Dreitannenriegel 1100 m, Hirschenstein 1000 m, im Sauloch c. fr. I; am Riesel- berg, Herzogauerberg, am Hiener, Zwirenzl und Scliwarz- wührbergll; Walhallaberg, Brennberg und Falkenstein — 56 - c. fr. III; bei Taus, Schwarzen See und Rehberg IV; Schwarzwaldberg an einer Wegböschung, an Granit- blöcken am Kuhberge und an der Teufelsmauer V, — in der Klamm bei Spiegelau c. fr. var. Lyoni Tayl. Auf moosbedeckten Felsen im Wydratale unter Reh- berg IV. L. Floerkei Steph. An schattigen Felsen im Sauloch und auf dem Dreitannen- riegel 1200 m ziemlich zahlreich 1; an schattigen Fel- sen von 800 m aufwärts: Cerchow, Beerenfels, Langen- fels, Fichtenfels II; Arber, Falkenstein Ossa II a; bei Bodenwöhr III; Rehberg, Stubenbach, Eisenstein IV, Filz unter dem Lusengipfel, bei Pürstling und am Rachel- gipfel V, — zwischen Tummelplatz und Lusen, im Grenzmoor unter dem Lusengipfel in Wassertümpeln, vom Ossa zum Gütelplatz, teilweise c. fr. L. gracilis Steph. Im Sauloch am Fusse eines Granitfelsens, auf dem Hir- schenstein im Torfmoor 990 m I; am Klammerfels, Hiener, Beerenfels, Zwirenzl II; am Arber II a; Falken- steiner Park III; verbreitet IV; im Schmierschlag und Hochwald bei Salnau auf Strünken, im Urwald von Kubany, am Lusen bei der Moldauquelle, an Granit bei der Teufelsmauer V, bei Bodenmais VII a, — Klingenbrunner Rachelweg an Strünken und Fels, an Granit am Seebachwege zum Arber. L. Baueriana Schifth. An Granit bei dem Aussichtsfelsen ober dem Rachelsee 1200 m. L. barbata Dum. Verbreitet I — V. Sphenolobus minutus Steph. Selten, aber zahlreich im Sauloch, auf dem Dreitannen- riegel 1190 m I; an tiefschattigen Gneisfelsen am Bee- renfels 950 m II; in der Hölle bei Brennberg III; Reh- berg, Plöckenstein, Eisenstein, Mader IV; bei Ausser- gefild am Arber bei Eisenstein, an Granit bei der Lip- pener Schwebe und an der Teufelsmauer V; am Arber VII a — an Granit ober dem Rachelsee 1200 m. S. exsectus Steph. (wohl bei den älteren Autoren incl. exsecti- formis). — 57 — Selten, auf dem Uirschensteiu au fuuchtüin Steine nahe der Säge 650 m, an morschem iiaume auf dem Drei- tannenriegel 950 ml; an Waldrändern, llohl\vog(!n und Felsen verbreitet II; auf Granit ober dem 'i'egernheimer Keller III; am Bachsteig bei Hohenfurth an Steinen, über Granit und Waldboden bei der Teufelsmauer, Schlosswald bei St. Thoma, Hammerloichten an einem sehr schattigen Steine an einem Wasserlaufe (f. specta- bilis) V, — auf morschen Strünken am Föhraufilze und am Klingenbrunner Rachelwege. S. exsectiformis Steph. Hinter dem Tegernheimer Keller und auf der Hohen Linie III. S. Hellerianus Steph. An Felsen an der Wydra bei Rehberg, am Arber IV. S. Michauxii Steph. Auf moderigen Baumstrünken bei Rehberg und Stuben- bach IV; im Hochwald bei Salnau c. fr. V. Anastrepta orcadensis Schiffn. Auf Dreitannenriegel 1200 m, auf dem Rauhen Culm bei Hirschenstein 1000 m I; an einem Bergbache zwischen Ossa und Schwarzen See II a; Plöckenstein, Eisenstein, Stubenbach, Schwarzer See (hier c fr.) IV; am Iloch- fichtl, am Lusen bei der Moldauquelle und am Wege zum Filze unterm Gipfel, beim Wotawaursprung, bei Pürstling V; an Felsblocken unter dem Arbergipfel 1300 m VI; Dreisessel Vll b, — Seebach weg am Arber, Rachelweg vor dem See, Moor am grossen Falkenstein. var. paludosa Schiffn. In einem Filzgraben hinter Finsterau. Plagiochila asplenioides Dum. Als var. maior und minor verbreitet und fruchtend I-V, VI d. P. spinulosa Dicks. (?) Am unteren feuchten Schieferfelsen im Bärenloch am Lakaberge IV. Leioscyphus Taylor! Mitten Auf der Rusel am Wege zur Totenau 780 m I; fehlt H; selten in der Klammer und bei Falkenstein III; Teufel- see, Schwarzer See, Fallbaum, Arber, Plöckenstein, Stubenbach, Rehberg, Mader, Aussergefild, auf Moor- boden bei Mader var. sanguinea Vel. IV, im Urwalde — 58 - bei Kubany, bei Pürstling V; Arberseewände VII c, — steril mehrfach am Khngenbruniior Rachelwege, in der Föhrau und am Arberseebachwege c. fr. L. anomalus Mitten Selten im Torfmoore in der Totenau hinter Rusel 720 m I; in der Nähe der Moldauquelle und am Lusenwege V — zahlreich in dem Graben am Wege durch die Föhrau, in einem der tiefen Gräben mehr oder minder scluvim- mend und in die var. submersa übergehend, ebenso in Gräben des Höhenbrunner Filzes, zwischen Sphagnen und Polytrichum in der Föhrau eine f. elongata. Lophocolea bidentata Dum. Verbreitet I— IV, VII d; im Hochholz und bei der Teufels- mauer bei Hohenfurth V. var. ciliata Limpr. In Wäldern bei Deffernik IV. var. rivularis Raddi In Quellgerinnen hinter Lichtenwald und im Geisbachtale bei Falkenstein 111; an einer Quelle an der Strasse gegen den Steindlhammer V. L. Hookeriana Nees In einem Quellgerinne hinter Kaisersweinberg bei Donau- stauf III. L. cuspidata Limpr. In einem Waldbache im Distrikt „Böhmischer Jäger" bei 850 m reichlich fruchtend IL L. heterophylla Dum. Auf Vogelsang an einem Strünke 950 m, am Hirschen- stein lOßO m I ; in allen Bergwäldern häufig, selten an Fels II; zerstreut von der Klammer bis Falkenstein III; am Hochfichtl, im Urwald von Kubany, Prälaten- steig von Hohenfurth, im Abdeckerwäldchen, in den Kienberger Wäldern, im Hochholz V; auf Waldwegen VII d. L minor Nees Selten, an morschem Strünke an der Strasse nach Hirschen- stein I; an Strassenböschungen selten 11; Waldweg- ränder bei Lichtenwald und an Granit auf dem Scheu- chenberge und am Geisbache bei Falkenstein IIL Chiloscyphus polyaothus Corda Sehr häufig, besonders in der var. rivularis Schrad I-Ill; Böhmisch-Bruck bei Vohenstrauss Hl; bei Taus am — 50 _ Cerchow IV; am Scebach auf ileii Hossbachwieson am Plückenstein, im Stiftsi^^arten bei llohciilurlb, am iJacb- steig und an der Strasse vor dem Stehidelhammer V, am Dreisessol VII b. C. pallescens Dum. Aufwiesen am Tobelbache bei Nittenau und in der Klam- mer l)oi Ijichicnwald III. Harpanthus Flotovianus Spruce Selten auf llirschenstein im 'rorl'moore 090 m, aul" dt-m Dreitannenriegel auf nassem Grasboden 970 m I; am Ossastocke II a; am Lusenbache V, — an feuchten Wegrändern und Sumpfstellen zwischen Tummelplatz und Lusen, zahlreich in einem Graben des Filzes hin- ter Finsterau, am Rachelgipfel eingesprengt zwischen anderen Moosen, schwimmend in dem Kanäle vom alten Rachelsee. H. scutatus Spruce Selten in der Saulochschlucht am Fusse eines Granitfelsens I; auf faulem Strünke am Geisbacho bei Falkenstein Hl; auf faulem Strünke am Ufer des Schwarzen Sees IV; im Urwalde von Kubany V. Geocalyx graveolens Nees Selten auf Dreitannenriegel an morschem Baume im Bache 900 m I; sehr sparsam an tiefschattigem Fels am Bceren- fels und Fichtenfels II; am Schwarzen See und bei Deffernik IV; im Urwalde von Kubany V; Rabenstein VII a, — im Kanäle vom alten Rachelsee, Graben- ränder im Filzwalde hinter Riedlhütte. Trigonantheae. Cephalozia catenulata Lindb. Auf morschem Holze in Bergwäldern, selten auf ^Vald- boden: am Tiefen Graben, in der Haselloh, am Zwirenzl, im Treffenwalde, Asterberg, meist mit Kelchen II; Ma- der und Schwarzer See IV; auf Strünken am Plücken- stein, im Hochwalde bei Salnau, im Urwalde von Ku- bany, am Rachel gegen Klingenbrunn V; auf Strünken am Arbersee VI. C. bicuspidata Dum. Allgemein verbreitet I — V, var. conferta am 1 lausberge V und Christianssteig bei Salnau VI; bei der Haltestelle Klingenbrunn; var. elongata auf Strünken in der Striezl- au V. — 60 — C Laramersiana Spruce xiLif feuchtem Granite eines Bächleins unter dem Grenz- moore des Lusengipfels. C media Lindb. Sumpfwiesengräben bei Nittenau III, — bei der Klingen- brunner Haltestelle im Moorwalde, in Felsspalten des Rachelgipfels. C pleniceps Lindb. Sumjjf am Schiernweiher bei Falkenstein III. C. connivens Spruce In der Totenau hinter Rusel im Torfmoore 720 ml; an morschen Stämmen der Bergwälder des Cerchowstockes, am Zwirenzl und Englberg II; vereinzelt um Falken- stein III; auf faulen Strünken im Schmierschlag, am Hochfichtl, im Urwalde bei Kubany, am Rachel gegen Klingenbrunn V, — auf Strünken am Rande der Fohrau. C. leucantha Spruce Am Hochberg bei Eisenstein, bei Böhmisch-Kubitzen IV, — zahlreich auf Strünken von der Racheldiensthütte bis über den See hinauf, am Wege von der Pöhrau zur Diensthütte, im Walde zwischen Eisenstein und Zwie- seler Waldhaus, überall fruchtend. C divaricata Spruce Auf Waldboden und morschem Holze hie und da: am Langenfels, im Rieselwald, Asterberg, Herzogau und Biberbach meist c. fr. II. C byssacea (Roth) Heeg Auf Granitdetritus am Scheuchenberge c. fr. III. C. Douini Schiftn. Über Granit in der Klammer bei Donaustauf III. Nowellia curvifolia Mitten Auf morschem Holze am Cerchowstock, am Zwirenzl und Englberg II; bei Nittenau HI; Stubenbach, Mader, Ei- senstein, Plöckenstein IV; auf Strünken in der Striezlau am Hochfichtl, am Hegerberg, im Hochwalde bei Salnau, im Urwalde bei Kubany V; auf moderigen Stocken bei Rittsteig sehr selten "VlI d; auf faulenden Stämmen bei Regenhütte VlI c, — auf einem Strünke an Drah- berg bei Eisenstein Odonloschisma sphagni Dum. Sumpfwiesen bei Lichtenwald, Sulzbachsümpfe bei Nittenau, Schiernweiher bei Falkenstein III. — 61 — 0. denudatum Dum. Stallt'!! in der 'l^otenau liinter Rusel im Torfmoore 1; sehr einzeln auf Strünken am liinteren Hiener II; bei Nit- tenau 111, — auf Moorstellen am Klin<;t'nl)runn('r Ra- chelwege, reichlicii in der Fohrau, im V'iWj', hinter Pinsterau. Cincionulus trichomanis Dum. An Waldwegen, Gräben häufig I — IV; im Hrandauwald, Wegbüschung im Hochholz, im Hochwald hei Salnau V. Eine sehr schlaffe Form mit breit herzlormigen, vorne abgerundeten locker gestellten Blättern zwischen Sphag- num teres auf einer Waldblosse zwischen Waldau und Martetsschlag V (C. sphagnicolus?). C. suecicus (Arn. et Pers.) Im Walde von Rusel nach Totenau findet sich eine schöne bläuliche Form, steril 1 (unter trichomanis?); in einem Erlenbruche bei Zeitlweid hinter Tirschenreuth II(, — am Arber auf dem Seebachwege, vereinzelt auf Strün- ken am Wege um den Arbersee, am Klingenbrunner Rachelwege auf Strünken und moorigem Boden, auf Strünken rings um den Rachelsee und am Wegrande von da zum Gipfel, sehr reichlich auf dem Kapellen- wege (hier auch c. fr.), in der Föhrau, am Lusen an Strassenrändern im Walde unter Waldhäuser, sparsamer an Wegen oberhalb, am Wege von Mauth zum Tum- melplatz, im Filze hinter Pinsterau. C. Neesianus Massal. Auf Moorboden am Klingenbrunner Rachelwege, im Föhrau- filze, Moorgraben am grossen Palkenstein, C. Mtillerianus Schiffn. Auf Strünken am Arbersee VI. Mastigobryum trilobatum Nees Verbreitet I — IV; am Hochholz, bei der Teufelsmauor, im Zimmermeisterwalde massenhaft und teilweise sehr reich fruchtend V; an der Moldau bei Hohenfurth VI; bei Helmbach und Muckenwald VII d. M. trianguläre Schleich. In grossen Rasen an schattigen Felsen bei Laubberg, im Sauloch, bei Hausstein 920 m, auf Dreitannenriegel 1100 ml; in ausgedehnten Rasen am Blaublumenfels II; zwischen Spitzberg und Ossagipfel II a; bei Brenn- berg und Palkenstein III; Hohenfichte, Cerchow IV; — 62 — Gipfel des Hoclifichtl und unter dem Rachelsee, Zim- raermeisterwald an sehr schattigem Granit V; auf Granit am Plöckensteiner See und an Blöcken unterm Arber- gipfel VI; Dreisessel, Königstein und Hohenstein VII b, — an Granit bei dem Aussichtsfelsen ober dem Rachel- see, am Ossa bei der Bggorsberger Stierwiese. Lepidozia reptans Dum. Ver])reitet I — IV; am Hochfichtl, im Hochholz, Brandau- wald, bei der Teufelsmauer V. L. tumidula Tayl.? Auf dürrem Granitblock bei Hurkental IV. L. trichoclados C. Müller Auf feuchten Gneisfelsen unter dem Arbergipfel 1300 m V-. Ptilidioideae. Blepharostoma trichophyllum Dum. Verbreitet auf Erde, Holz und Gestein I — V. Chandonanlhus setiformis Lindb.? Als J. setiformis Ehrh. angegeben für Muckenhöhe, Ossa-, Lambacher-, Arber- und Rittsteiger- Wälder VII d; meines Erachtens dürfte hier sicher eine Verwechslung vorliegen. Blepharozia ciliaris Dum. Verbreitet I — IV, Vll d; an Granit und Nadelholz in der Frauenleichten, im Hochholz, bei der Teufelsmauer V; in der var. pulcherrima Web. zahlreich bis in das Lat- schengebiet von Arber, Rachel und Lusen; in der Striezlau, am Hegerberg, Kienberger Wälder, bei der Lippener Schwebe V. var. paludosa Schiffn. Im Grenzmoore unterm Lusengipfel (V), in Moorstellen am Wege zum Tummelplatz, im Pilze hinter Finsterau. Trichocolea tomentella Lindb. Nicht häufig an Sumpfstellen in Wäldern, bei Wildenforst, Waldschlucht bei Metten, Geissbrunnschlucht 1; in Waldsümpfen hie und da z. B. Rieselwald 11; verein- zelt von der Klammer bis Falkenstein, im Waldnaab- tale bei Falkenberg lil; Böhmisch-Kubitzen und Def- fernik iV; Ruckenhof leichten an einem Bächlein, Kloster- wald, Waldbach nahe der Kienbergerstrasse V; Wälder bei Rittsteig VII d. — 63 — Scapanioideae. Diplophyllum albicans Dum. Zahlreich im Sauloch 45 — 500 m I; in Hergwilldern häufig II; verbreitet von der Klaniiiicr l)is Falkenstein, im Waldnaabtale bei Falkenbcrg 111; jm ganzen Hühincr- walde (var. subacutum Vel., an Granit am Cerchowgipfel bei Taus 1000 m) IV; Strassenrand bei llannnern, Ufer des Pichlbaches bei Eisenstein, in Feishüiilen am Ar- bersee (var. lucifuga Bauer) VI; bei Helmbach \'ll d, Ossaweg ober Lohberg, Spiegelauklamm, unterm (liplel des grossen Falkenstein, Rachel am Kapellenwoge bis zum Gipfel, Tummelplatzweg am Lusen. D. taxifolium Dum. An tiefschattigen Felsen am Langenfels und Blaubhunen- fels und im Walddistrikt Heinzlgrün bei 8-960 m II; am Arber, Falkenstein und Ossa II a; bei dem Filze unterm Lusengipfel V, — am Rachel bei den alten Seewiinden (Fr. Petzi), am Gipfel im Latschengebiete. D. obtusifolium Dum. Verbreitet 1 — III Waldnaabtal bei Windischeschenbach 111; Aussergefild, Mader, Rehberg IV; bei der Moldauquelle am Lusen, nahe dem Arbergipfel, in der Brandau, bei Lippener Schwebe, bei den Waldhäusern nächst St. Thoma V. Scapania umbrosa Dum. Im Torfmoore der grossen Au auf Hirschenstein an mor- schem Holze 990 m I; spärlich bei Spitzberg 11 a; ver- einzelt vom Tegernheimer Keller bis Falkenstein III; Eisenstein, Rehberg, Mader, Aussergefild, Plöckenstein IV; im Hochwald bei Salnau, bei Aussergefild, Pin-st- ling, Rachel gegen Klingenbrunn, Waldweg im Kloster- walde nahe der Kienbergerstrasse, bei der Teufelsmauer, im Walde beim Gaishof, am Wege zum Rachelsoe V, — nicht selten an faulen Strünken am Rachelsee, am Wege über Föhrau nach Spiegelau, am Klingenbrunner Rachelwege, Lusen beim Tummelplatz an Granit in einer kaum gezähnelten Form. S. curta Dum. An Waldwegen am Himmelberg, auf Hirschenstein 8(X) m I ; an rasigen Abhängen, in Hohlwegen hie und da im Rieselwald, ober Hüll, ober Schwarzbach bis 750 m 11; auf der Hohen Linie und bei Arrach— Palkenstein III; - 64 - am Poschlager Wege, am Kienberger Pusswege, Weg- böschung beim Leopoldsfels, beim Hammer, an einem Pahrwoge nahe der Kienberger Strasse V. var. rosacea Corda An Waldwegen am Himmolberg I; auf der Hohen Linie bei Donaustauf lU. S. helvetica Gattsche Bei Taus 900 m IV. S. irrigua Dum. In sumpfigen Wiesen auf Dreitannenriegel 1020 ml; in einem Waldgraben im Arnsteiner Walde II; bei Untcr- lichtenwald und am Schiernweiher bei Palkenstein, Sumpfwiesen bei Wondreb 111; am Mader und Plöcken- stein IV; an Wiesengräben am Ölberge bei Hohen- furth V. S. uliginosa Dum. Am Palkenstein II a. Mader, ober dem Schwarzen See und Teufelsee an wassertriefenden Pelsen, Ossa IV, am Rachel gegen Klingenbrunn V. S. undulata M. et N. An feuchtem Gestein verbreitet 1 — IV; im Seebach auf dem Plückenstein, im Rissloch am Arber, im Lusen- bache, im Klosterwalde bei Hohenfurth V. S. dentata Dum. An Granit bei Donaustauf III. S. subalpina Dum. Auf wassertriefenden Pelsen bei Deffernik IV. S. nemorosa Dum. Verbreitet l — lll; im Wydratale bei Rehberg IV; in der Striezlau, bei Salnau, mehrfach um Hohenfurth V. Platyphylleae. Radula complanata Dum. Verbreitet bis auf die Gipfel I — IV; bei Salnau, an Buchen- baumwurzeln und Pelsen bei Hohenfurth V. R. Lindbergiana Gottsche Einmal an einer Weisstanne bei Schloss Egg J' I; an ei- nem schattigen Pelsblock am Zwirenzl sehr sparsam II. Madotheca laevigata Dum. Zahlreich auf Hausstein 920 m und Degenbach bei Schwarzach 600 m auf Granit 1; bei Deffernik IV. H. platyphylla Dum. im Mettener Gebiet viel häufiger als voriges I; auf schat- - ßo - tigen Gneisfelsen hie und da z. B. ober Ulrichsgrün und am Plattenberg II; von der Klammer bis P^alken- stein nicht selten, auch c. fr. 111; am Hochlichtl c. fr., Leopoldsfels, Ruckenhofleichten, an der Ruine Witting- hausen bei St. Thoma V; auf Urkalk bei Krumau VI; Muckenwälder, Seewald, Arberwälder VII d. M. rivularis Nees An feuchten Felsen am Kamme des Rieselberges, unter Arnstein und am Galgenknock II. Jubnloideae. Lejeunea minutissima Sm.? Um Falkenstein von Priem angegeben, aber ohne Beleg in seinem Herbare. L. serpyllifolia Spruce Nicht selten an feuchten Felsen und an Bäumen l — III; an Bächen am Plockenstein, bei Salnau, im Urwald von Kubany, am Rachel gegen Klingenbrunn, am Hammerleichtenbache, Waldbächlein nahe der Kien- bergerstrasse, Schlosswald bei St. Thoma V. Frullania dilatata Dum. Verbreitet an Bäumen, seltener an Felsen I— III; bei Salnau, Leopoldsfels, am Bachsteige, beim Steindlhammer, an der Teufelsmauer V. F. tamarisci Dum. Nicht selten an Felsen I— III (bei Waldmünchen meist c. fr.); bei Deffernik und Rehberg IV; am Rachel gegen Klingenbrunn, beim Steindlhammer, an der Teufelsmauer, in der Ruckenhofleichten V. F. fragillifolia Tayl. Einmal nur an Tannenrinde im tiefen Walde bei Deffer- nik IV. Anthocerotaceae. Anthoceros laevis L. Nicht selten an feuchten Stellen auf Äckern, Schutthaufen und Wiesengräben I u. II; am Wechsel bei Nittenau III; auf einem Felde am Poschlager Wege, Wiesen- graben beim Kühhof, Stoppelacker gegenüber dem Forst- hause in Hohenfurth V; am Regenufer bei Regen- hütte VII c. A. punctatus L. An Wiesengräben bei dem Wechsel hinter Nittenau III; 5 — 66 - Feld am Waldsaume des „Hochholz", am Poschlager Wege, beim Forsthause von Hohenfurth V. Notothylas valvata SuUiv. Stoppelfeld zwischen dem Forsthause und den Holzwälz- plätzen in Hohenfurth V. Vorstehendes ist allerdings nur ein Verzeichnis von Moos- und Ortsnamen, wie Fr. Arnold solche Arbeiten zu kritisieren pflegte. Es wäre deshalb auch unangebracht, daraus -weitere Schlüsse etwa im Sinne von Sendtners Vegetationsverhältnisse des Bayerischen Waldes zu ziehen, denn es geht zur Genüge hervor, dass der grösste Teil des Gebietes noch recht wenig erforscht ist: neben wenigen besser durchforschten Kleinge- bieten stehen grosse Flächen, die bryologisch noch völlig un- bekannt sind und selbst die von einzelnen Forschern besuchten Berge sind zumeist nur neben den allgemein betretenen Pfaden bekannt, indes seitwärts und versteckt viel versprechende Wasserläufe und kleinere oder grössere Filze unbesucht liegen. Trotzdem bietet das Verzeichnis bereits an 125 Nummern — wohl der beste Beweis dafür, dass das Gebiet ein dankbares- Feld für weitere Forschungen sein dürfte. III. Aus dem nicht zur Oberpfalz gehörigen Fichtel- gebirge. I. Laubmoose. Andreaea Rothii Web. et M. An Granitblöcken am Südabhange der hohen Metze c. fr. (Schw.) Bartramia Halleriana Hedw. f. multicapsulare. An Granit der Luisenburg. Dicranum viride Lindb. Steril auf Holz und Granit der hohen Metze (Schw.). Mnium serratum Schrad. Milium stellare Reich c. fr. auf dem Waldstein (Schw.). Philonotis fontana Brid. f. laxifoha Mönkem. In Sümpfen neben der Weissmainquelle ober Karches. Tortella tortuosa Limpr. var. tenella Mold. c. fr. auf Sandstein bei der Teufelsbrücke ausser Bayreuth. Brachythecium Starke! Brid. Auf dem Nusshardt (Schw.). — 67 - Heterocladium heteropternm Br. eur. Auf Sandstein bei der Teufelsbrücke c. fr. Hypnum exannulatum Br eur. Auf moorigem Boden und in Wasserlöchern der Luisen- burg. Hylocomium loreum Br. eur. im Walde bei Hüttstadl (Schw.). Pteiygophyllum lucens Brid. c. fr. an einem Waldbächlein im Warmensteinachtale und zwischen der Weissmainquelle und Karches c. fr. Thuidium abietinum Br. eur. c. fr. bei Pottenstein (A. Brückner-Coburg). T. Philiberti Limpr. Steril zahlreich auf den Sumpfwiesen unter Aichig bei Bayreuth. II. Lebermoose. Blepharostoma trichophyllum Dum. c. fr. auf Sandstein bei der Teufeisbrücke bei Bayreuth. Blepharozia ciliaris Dum c. fr. zwischen H. triquetrum über Granit der Luisenburg. Cephalozia media Lindb. c. fr. auf faulen Strünken unter der Weissmainquelle (Schw.). Chiloscyphus polyanthus Corda Steril in einem Quellsumpfe bei der Teufelsbrücke ausser Bayreuth. var. inundatus W. In Wasserlöchern ober der Luisenburgrestauration. Gincinnulas Neesianus Mass. Wegränder auf der Kösseine (Schw.), am Wege von der Luisenburg zum Haberstein, in der Teufelsschlucht bei Oberwaiz an Sandstein. C. suecicus Arn. et Pers. Auf faulen Strünken am Wege zum Haberstein. C. trichomanis Dum. var. Sprengelii Nees und submersus Schiifn. In Waldsümpfen bei der Weissmainquelle ober Karches. Diplophyllum albicans Dum. Reichlich fruchtend an den Felsen längs des Weissmaines ober Karches, an Sandstein bei der Teufelsbrücke und in der Teufelsschlucht bei Bayreuth c. cal. 5* — 68 — Fegatella conica Corda c. fr. an Sandstein bei der Teufelsbrücke, im Salamander- tale, in der Teufelsschlucht und im Aftergraben bei Bayreuth. Harpanthus scutatus Spr. Steril aber ziemlich reichlich an Sandstein in der Teufels- schlucht bei Oberwaiz. Jamesoniella autumnalis St. Steril am Ochsenkopf an Granit (Schw.), c. fr. auf Sand- stein bei der Teufelsbrücke ausser Bayreuth. Leioscyphus anomalus Mitten und Taylori Mitten Auf der Mähring bei Oberwarmensteinach, steril (Schw.). Lophocolea heterophylla Dum. f. aquatica In Wasserlöchern der Luisenburg. Lophozia alpestris St. Graben bei Fichtelberg (Schw.), an Granit bei Oberwarmen- steinach. L. Baueriana Schiffn. An Granit auf dem Gipfel der Luisenburg. L. Floerkei St. Waldweg von Neugrün nach Mähring (Schw.). L gracilis St. An Granitblöcken der hohen Metze (Schw.), im After- graben bei Neustädtlein. L. lycopodioides St. Waldboden am Ochsenkopf (Schw.). L. ventricosa Dum. c. fr. unter dem Kaiserfelsen der Luisenburg (Schw.), über Sandstein bei der Teufelsbrücke. Mastigobryum trilobatum Nees c. fr. an Granit der Luisenburg. M. trianguläre (Schi.) An Felsen bei der Weissmainquelle c. fr. (Schw.). Metzgeria furcata Lindb. An Buchen auf der Kösseine (Schw.). W. pubescens Raddi An Granit am Waldstein (Schw.). Plagiochila asplenioides Nees var. heterophylla Über Granitblöcken am Gipfel des Schneeberges. P. interrupta Dum. An Sandstein im Aftergraben bei Neustädtlein, steril. - 09 - Scapania dentata Dun]. Gräben am Ochsenkopf in verschiedenen F'ormen (iSchw.). S. umbrosa Dum. Keichüch an Waldwegen am Ochsenkopf und Schneeberg (Schw.). Solenostoma crenulatum St. var. subaquaticum Schiffn. In einer Quelle bei der Teufelsbrücke ausser Bayreuth. In einer schwimmenden Form in einem Graben auf der Mähring bei Oberwarmensteinach (Schw.). Sphenolobus exsectus St. Zahlreich über Sandstein bei der Teufelsbrücke ausser Bayreuth mit vereinzelten Früchten. S. minutus St. Auf Granit am Ochsenkopf und der hohen Metze (Schw.), c. cal. über Sandstein im Aftergraben bei Neustädtlein. IV. Aus Niederbayern I. Laubmoose. Sphagnnm acutifolium R. et W. Auf der Schanze bei Tunzenberg unweit Mengkofen, im Pfaffengraben bei Adlkofen unweit Landshut. Bryum bimum Schreb. Reich fruchtend in einem kleinen Quellsumpfe bei Deuten- kofen (Adlkofen) Fissidens exilis Hedw. Am Rande des Schwebbaches bei Mengkofen c. fr. Orthotrichum leocarpum Br. eur. An Obstbäumen im Pfarrgarten zu Adlkofen. Tortula aestiva Beauv. An Mauern der Kirche in Mengkofen, am Feuerhäuschen in Reisbach. Tortula papulosa Wils. Steril reichlich in den Bahnanlagen zu Straubing. Acrocladium cuspidatam Limpr. var. molle Klinggr. Im Heilberskofener Gries bei Mamming, steril. var. fluitaDS Klinggr. Jn Gräben des Isarmooses am Wege nach Oberköllnbach, steril. — 70 — Eurhynchiam piliferum Br. eur. „ strigosum Br. eur. c. fr. im PfafFengraben bei Adlkofen. Homalothecium sericeum Br. eur. f. robusta c. fr. an Apfelbäumen im Pfarrgarten zu Adl- kofen. Isothecium myurum Brid. c. fr. an alten Fichten im Elend bei Mengkofen. Platygyrium repens Br. eur. c. fr. an Bäumen bei Setzensack nahe Adlkofen. n. Lebermoose. Älicularia scalaris Corda Steril in Gräben auf der Süsswiese bei Mengkofen 400 m. Änthoceros laevis L. In Gräben auf der Süsswiese c. fr. A. punctatus L. Auf Stoppelfeldern am Stolzenberg bei Mengkofen c. fr. Blasia pnsilla Mich. Steril in Gräben der Süsswiese. Pellia epiphylla Lindb. Ebendort c. fl. Marchantia polymorpha L. Reichfruchtend an schattigen Ziegelmauern im Schloss- garten zu Mengkofen. Riccia glauca L. var. minor. c. fr. auf Stoppelfeldern am Stolzenberg. V. Aus der oberbayerischen Hochebene. I. Laubmoose. Astomnm crspum Hampe Auf Wadwegen im Allacherforst bei München c. fr. Bartramia Halleriana Hedw. Reich fruchtend an einem Bachufer am Wendelsteiner- wege nach Bayerisch-Zell. Bryum alpinum Huds. Fruchtend im Walde bei den Sieben Quellen bei Starnberg. Campylopus turfaceus Br. eur. Fruchtend in den Aurachsümpfen bei Neuhaus am Schliersee. - 71 - Dicranowpisia compacta Schimp. Steril an feuchtschattigem Kalkgestein der alten Kessel- bergstrasse ober dem Kochelsee. Didymodon giganteus Jur. An Nagelfluhe bei den Sieben Quellen ausser Starnberg. Bislichium inclinatum Ehrh. Fruchtend auf Moorboden im Wolfratshausener Pilz. Eucalypta contorta Lindb. Fruchtend am Wendelstein ober Birkenstein. lissidens decipiens De Not. An Nagelfluhe zwischen Baierbrunn und Grünwald, steril. F. taxifolius Hedw. Fruchtend an Waldwegen im Allacherforste. HymeDOstylium curvirostre Mitten Fruchtend in den Aurachsümpfen bei Neuhaus und auf Tuff einer Grotte im Franziskushause zu Altötting. Messea trichodts Spr. var. alpina Br. An Felsen der alten Kesselbergstrasse c. fr Mniam OTthorbynchom Brid. Fruchtend am Wege von Bayrisch-Zell nach Landl. M. serratum Schrad. Fruchtend bei den Sieben Quellen ausser Starnberg. Plagiolryum Zierii Lindb. Mit Früchten am Flössersteige in der Partnachklamm. Pattia latifolia C. Müller Fruchtend in den Aurachsümpfen bei Neuhaus. Tortula macronifolia Schwägr. Ein kleiner fruchtender Rasen auf feuchtem Kalk der neuen Kesselbergstrasse. Webera sphagnicola Schimp. In den Sümpfen bei Seeshaupt am Starnberger See c. fr. Acrocladinm cuspidatnm Lindb. Fruchtend in den Aurachsümpfen bei Neuhaus. var. fluitans Klinggr. In einem Bächlein neben der Bahn bei Mering, steril. Bracbytbecium glareosum Br. eur. In einer reingrünen, vom Wasser bespülten Form im Kessel- bach, steril. Eurbyncbiam Swartzii Cum. Unter überhängendem Kalkfels bei der vorderen Burg am Kochelsee, steril. — 72 — Homalothecium sericeum Br. eur. Fruchtend hinter dem Kesselbergwirtshause. Hylocomium loreum Br. eur. Fruchtend bei der Gindelalpe ober Haushara. Hypnnm fluitans L. var. falcatum Br. eur. Im Haspehnoor hinter dem Torfwerke, steril. H. Kneiffii Schimp. In Wiesengräben zwischen Germerswang und Maisach. H. lycopodioides Brid. Fruchtend in den Aurachsümpfen bei Neuhaus. H. molluscnm Hedw. var. gracile Boul. An tiefschattigen Nagelfluheblöcken bei Schäflarn, steril. Leucodon sciuroides Schwägr. Reichfruchtend an einer Eiche im Wolfratshausener Filz und an einer Esche vor dem Elektricitätswerke an der Partnach. Neckera complanata Br. eur. var. tenella Schimp. Zahlreich, steril an den Felsen hinter dem Kesselberg- wirtshaus. Orthothecium rofesceos Br. eur. Fruchtend am Ufergestein eines Bächleins am Wege von Bayerisch-Zell zum Wendelstein. Pterigynandrum filiforme Hedw. Mit Früchten im Laubwalde bei Tutzing. Thuidium minututüm Br. eur. Ein kleines, fruchtendes Raschen auf einem Baumstrunk im Allacherforste. n. Lebermoose. Aneura pinguis Dum. Fruchtend am Ufer des Kesselbaches bei Kochel Äplozia atrovirCDS Dum var. Boulayana Bernet An feuchtschattigem Gestein der alten Kesselbergstrasse, steril. A. riparia Dum. An der gleichen Stelle und an den Kalkwänden bei der vorderen Burg, steril. Chiloscyphus polyanthus Corda Fruchtend an dem Flössersteige in der Partnachklamm. Cincinnnlus snecicus Arnell et Pers. Auf morschem Strünke am Wege vom Grauen Bären zum Leimbachfall bei Kochel, steril. — 73 — Conocephalnm conicum Neck. Mit Fruchtaiilagen unter den Felsen bei der vorderen Burg am Kochelsee. Leioscyphus Taylori St. Mit Früchten auf faulem Holze bei dem Leimbachfall. Lejennea calcarea Lib. An Kalkgestein der steilen Felsen bei der vorderen Burg, steril. Lophocolea bidentata Nees Auf Waldboden vor den Leirabachfällen, steril. Lophozia ffltilleri Dum. Mit Kelchen an den Felsen bei der vorderen Burg. L. ventricosa Dum. Mit Kelchen am Gestein der alten Kesselbergstrasse. Madotheca Jackii Schift'n. Selten und steril an Buchen bei der Wasserleitung unter Grosshessellohe. M. rivularis Nees An Nagelfluhe im Walde jenseits der Isar bei Schäftlarn, steril. Mörkia hibernica Gottsche Auf Kalktrümmern am Ufer des Kesselbaches, fruchtend. Nowellia curvifolia Spruce Steril auf faulendem Baume bei den Leimbachfällen. OdoQtoschisma denadatum Dum. Auf faulenden Strünken am Wege zu den Leirabachfällen, steril. Pellia Fabroniaoa Raddi Am Ufer des Kesselbaches c. fr. Plagiochila interrupta Dum. Unter überhängendem Fels bei der vorderen Burg mit jungen Kelchen. Riccia fluitans L. f. terrestris Auf Schlamm bei der Loisachmündung in den Kochelsee, steril. R. glaoca L. Auf Schlamm im Röhricht bei Schlehdorf am Kochelsee, steril. Auf einem Kartoffelfelde am Waldrande bei Moosach, c. fr. R. sorocarpa Bisch. c. fr. auf Ackern bei Althegnenberg und auf einem Stoppel- felde bei Haspelmoor. — 74 — Scapania aspera Bemet An einem Kalkblocke bei den Leimbachfällen, steril. Sphenolobus exsectus St. Auf faulem Strünke im Walde ober dem Grauen Bären, steril. S. minutus St. Auf einem Strünke im Walde zwischen Grauen Bären und der vorderen Burg, auf Nagelfluhe bei den Sieben Quellen ausser Starnberg, steril. Trichocolea tomentella Dum. Waldsumpf am Wege zu den Leirabachfällen, steril. Torfmoos-Flora des Fichtelgebirges. Von AlexiUS Schwab, Kooperator ia Ebnath. ') „Die ausgedehnten Torfmoore, die quelligen Wiesen und Schluchten bedingen im Fichtelgebirge eine sein* reiche Torf- moosflora/' Diese Bemerkung des H. W. Mönkemeyer („Hed- wigia" 1903 pag. 69), der im Juli 1902 nur auf einige Wochen zur „Moosjagd" im Fichtelgebirge weilte, kann ich nach sieben- jährigem Aufenthalte dahier voll und ganz bestätigen. Man kann im Fichtelgebirge keinen Spaziergang ins Freie, durch Wiesen oder Wälder machen, ohne auf Torfmoose zu stossen. Manch ein Unkundiger, der mich erst neugierig bei meinem eigenartigen Tun beobachtete, glaubte bei näherem Zusehen in den sternförmig angeordneten Schopfästen dieser Pflänzlein eine Formenähnlichkeit mit den weissen Sternen des Edel- weisses der Alpen zu finden. Sei dem wie immer; das hat ■unser Torfedelweiss jedenfalls weit voraus vor dem seltenen Edelweiss der Alpenberge, dass es ohne Lebensgefahr mit. wasserdichtem Schuhwerke leicht zu erjagen ist. Wir finden es hier nämlich im Talgrund an den Bach- und Flussufern, an und in Wiesengräben, in jedem Sumpfe, auf jeder nassen Wiese, vorzüglich in Torfstichen, an den Waldrändern bis weit hinein in den dunklen Föhren- und Fichtenbestand, aber auch droben auf den Hochmooren am Nusshardt, im Steinwald, am Ochsenkopf; ja selbst auf den granit'nen Höhen der hohen Mätze (815 m), Kösseine (940 m), Katzentrögel (942 m), Schnee- berg (1050 m) hat sich Sphagnum Girgensohnii und acutifolium am Pusse von Granitblöcken noch angesiedelt. War ich in den ersten Jahren meiner Beschäftigung mit Moosen gar kein Freund der Sphagnen, weil ich ihre Bestim- mung viel schwieriger fand als bei andern Moosen, so sind sie jetzt, — nachdem sie sich hier dem Moosjünger in solcher Menge und Mannigfaltigkeit geradezu aufgedrängt haben — , ') Nun Expositus in Steinbühl bei Kötztiug. — 76 — meine Lieblinge geworden. Tritt aber überhaupt in den Natur- wissenschaften und so auch in der Bryologie mehr und mehr das Bestreben zutage, Detaiiarbeit zu leisten, indem einzelne Gruppen oder Pamihen zum Gegenstande eingehenderer Unter- suchung gewählt werden, um auf diese Weise manche bisher unklare Frage zu lösen, schwankende ArtbegrifPe zu festigen oder endgültig auszuscheiden, so wird dies zur zwingenden Notwendigkeit für jene, welchen ausgedehnte Berufsarbeiten nicht genügend freie Zeit gewähren, um das Lieblingsstudiura in solchem Umfange zu betreiben, dass sie das ganze Gebiet in allen Punkten zu beherrschen vermöchten. So erging es auch dem Verfasser und die Reichhaltigkeit der Umgebung an Torfmoosen legte deren Wahl nahe. Ermuntert und gestärkt dazu wurde ich erst recht durch die stete Bereitwilligkeit, mit der die HH. Karl Warnstorf, Georg Roth, Johann Warn- st orf und Leopold Loeske die an sie gesandten Proben be- stimmten. Allen diesen sei darum auch hier aufrichtiger Dank gesagt, besonders Herrn K. Warnstorf, durch den ich überhaupt erst mit den Sphagnen befreundet wurde. Besonders reiche Beute an Sphagnen geben die Torfstiche: So der Hahnenfilz bei Oberölbühl, die Torfstiche in der Er- lohe bei Mehlraeisel, das Zeitelmoos bei Wunsiedel, Torfmoor- höll nächst Weissenstadt usf. Während Walther-Molendo 1868 vom ganzen Fichtelgebirge nur 12 Sphagnen erwähnen konnten (S. cymbifoHum Dill, ß congestum Schpr. [= medium Limpr.], S. acutifolium Ehrh., S. fimbriatum Wils [wahrscheinlich S. Girgensohniij, S. recurvum Pal B., S. cuspidatum Ehrh., S. cuspidatum var. speciosum Russ [=^ S. riparium Aongstr.J, S. teres Schpr., S. squarrosum Pers., S. rigidum Nees [= com- pactum D. C.], S. subsecundum N. H. und S. subsecundum y turgidum C. M. [= crassicladum Warnst.], fanden sich nach der jetzigen Spezifizierung auf dem Zeckenberg bei Ebnath in einem Torfgrunde von etwa einem halben Tagwerke allein 17 Arten. Im Ganzen sind bis jetzt in dem von mir durch- forschten Gebiete des Fichtelgebirges die nachfolgenden 38 Sphagnenarten oder Formenreihen gefunden worden, deren Zahl im Laufe der Zeit wohl noch vermehrt werden dürfte. So ist Sphagnum subbicolor Hpe. bis jetzt hier noch nicht nachgewiesen, dürfte aber schwerhch fehlen; namentlich wird das Vorkommen einer Unzahl von Varietäten noch konstatiert werden können, da Verfasser darauf zu wenig Zeit verwenden konnte. Vielleicht werden auch kommende Sphagnologen die ( l heute geltenden Grundsätze zur systematischen Bestiinnunig der Torfmoose — sie sind leider bei den einzelnen Autoren verschieden, so dass in kritischen Fällen für ein und dieselbe Pflanze zwei und drei autoritative Bestimmungen vorliegen können — ummodeln und etwa auch den biologischen Ver- hältnissen Rechnung tragen, so dass sich eine neue Gruppie- rung der Arten ergeben dürfte. Soweit Verfasser einige neuere Arten nach eigener bisheriger Erfahrung anerkennen konnte, wurden sie im nachfolgenden mit ausgesetzt. Ob sich diese als gute Arten bewähren werden, mag freilich erst Zeit und reichere Erfahrang lehren. Die Höhenlage der meisten nachstehenden Fundorte liegt zwischen 530—700 m. Die höchsten Fundorte sind, wie schon bemerkt, die Bergesgipfel selber mit dem Scheeberg zu 1050 m -an der Spitze. Die niederer gelegenen Fundorte finden sich an der Südgrenze des Fichtelgebirges bei Wolframshof, 450 m, bei Kemnath und Atzmannsberg mit 480 m. Steinbühl b, Kötzting, März 1908. Sphagnaceae. I. Inophloea (Faserrindige). Cymbifolia. 1. Sphagnum imbricatum (Hornsch.) Russ. * var. cristatum Warnst, i) Bis jetzt nur an drei Stellen beobachtet: Auf einer Wiese im Fichtelnaabtale zwischen Grünberg und Ebnath mit Früchten; an einem Grabenrande auf der Nordseite des Schwarzberges bei Kulmain. — Auf einer Wiese am Oberlaufe der Haidenaab.^) 2. Sph. cymbifoliam (Ehrh. z. T.) Warnst. Häufig, besonders an Waldrändern, gern fruchtend; so im Fichtelnaabtale, im Höllbachtale bei Unterschur- bach; am Fusse des rauhen Kulm im Wolframshofer Torfstich etc. — Nach Walther-Molendo : In Wald- sümpfen, auf Mooren geraein; z. B. fruchtbesäet mit S. squarr. im Maintale unter Bischofsgrün. * var. virescens Russ. Im Walde bei Neusorg am Wege von Ebnath nach Pullenreuth. 3. Sph. papillosum Lindb. * var. normale Warnst. Nicht so häufig wie cymbifolium, nur steril: Im Greg- nitztale bei Grünlas, im Fichtelnaabtale auf dem Hahnenfilz, in Torfstichen um Kemnath, etc. — In einem Wiesengraben am Oberlaufe der Haidenaab. var. laeve Warnst. Im Höllbachtale bei Unterschurbach (Dr. Ign. Familler). ') Die mit * bezeichneten Arten und Varietäten sind in der Flora exsiccata Bavarica: Bryophyta zur Ausgabe gelangt. 2j Standorte, die nach dem Striche angeführt sind, liegen in Ober- franken, die andern in der Oberpfalz. — 79 — Sph. medinm Limpr. Wohl hier das häufigste aller Cymbifolia. — Walther- Molendo: Am Pusse des Waldsteines und Hudolf- steines. var. flavescens Russ. Auf dem Hahnenfilz und im Fichtelnaabtale zwischen Unterlind und Grünberg auf Torfgrund. var. roseum (Roll) Wamst. Auf Waldboden im Fichtelnaabtale oberhalb Grün- berg; c. fr. * V. purpurascens (Russ.) Warnst. In dieser Varietät tritt medium am häufigsten auf, na- mentlich in Torfstichen und sumpfigen Wäldern; so zahlreich auf dem Hahnenfilz, im Walde bei Unter- lind, in Torfstichen am rauhen Kulm, bei Atzmanns- berg und Schweissenreuth, bei Mehlmeisel. — In der sumpfigen Niederung nördlich von Lochbühl, in der Seelohe beim Pichtelsee, auch noch droben im Hoch- moor (941 m) zwischen Nusshardt und Schneeberg. var. versicolor Warnst. Im Hahnenfilz. Eine f. brachy-homo-clada Warnst, c. fr. im Walde bei Atzmannsberg. II. Litophloea (Glattrindige). A. Rigida. '- Sph. compactum D. C. Auf Torf-Waldwiesen, nicht so häufig wie S. medium, gern fruchtend. Im Hahnenfilz, an der Bahnstrecke Unterlind— Grünberg, am rauhen Kulm, in Torfstichen um Kemnath, Mehlmeisel. — Nach Walther-Molendo : Auf nassen Waldheiden und Mooren. Bei Weissen- stadt gegen den Rudolfstein c. fr., am Pichtelsee, zwischen Schneeberg und Nusshardt, in der Häusel- lohe bei Selb und um Tiersheim am Rudolfstein und Ochsenkopf. var. subsquarrosum Warnst. In einem Torfstiche bei Kemnath c. fr. * var. squarrosum Russ. Im Gregnitztale bei Grünlas. Torfstich bei Kemnath — 80 — 3 U: Hahnenfilz. Bahnstrecke Unterlind - Grünberg c. fr. Auf dem B. Sqnarrosa. 6. Sph. squarrosum Pers. Nach Walther-Molendo: In Bergwäldern an Quellen und Bächen. Am Waldstein über Sparneck. Im Maintal zwischen Röhrenhof und Bischofsgrün. * var. spectabile Russ. Nächst Pullenreuth am Weiher der Glasschleife im Stein- walde. var. subsquarrosum (Russ.) Warnst. (= semisquarrosum Russ.) Mit Früchten bei der Wasch nächst Neusorg. Beim rauhen Kulm im Wolfrarashofer Torfstich. — Im Warmensteinachtale gegenüber dem Zainhamraer. 7. * Sph. teres (Schpr.) Aongstr. Häufig auf sumpfigen Torfwiesen bei Ebnath, Pullen- reuth, auf dem Schwarzberg bei Kulmain, in Torf- stichen bei Gabellohe, Reuth bei Kemnath, Atzmanns- berg, Schweissenreuth, Wolframshof, an Gräben bei Neusorg, Neugrünberg, auch c. fr. — Im Torfmoor- höll bei Weissenstadt, in Torfstichen bei Wurralohe, Nach Walther-Molendo: Im Maintale unter Bischofs- grün. var. strictiusculum Roth Torfstich beim Brandhäusl nächst Atzmannsberg. var. subteres Lindb. In einem Torfgraben bei der Reuther Polier nächst Kem- nath; an einem Weihergraben in Gabellohe. — Torf- stich bei Mühlbühl. * var. squarrosulum (Lesqu.) Warnst. Torf sumpf bei Unterschurbach; bei Unterlind; Torfstich oberhalb Grünberg im Fichtelnaabtale. — Im Torf- moor-HöII bei Weissenstadt. G. Guspidata. 8. * Sph. riparium Aongstr. In Torfstichen nicht selten: In Gräben auf dem Hahnen- filz, im Höllbachtale bei Unterschurbach, im Fichtel- naabtale zwischen UnterUnd und Grünberg, in einem — 81 — Waldmoor bei Schwarzenreuth auf dem Schwarzberij bei Kulmain, in einem Weiher und in Grüben des Steinwaldes. — In der Seelohe beim Pichtelsee, in einem Moore auf der Mähring bei Oberwarmen- steinach, am Weiherl bei Karches. Nach Molendo 1875: Am Fusse des Rudolfsteines von Mldo., W., Ltz. gefunden. 9. * Sph. CUSpidatum (Ehrh ) Warnst. Sehr zahlreich in Waldsümpfen bei Unterlind gegen den Hahnenfilz zu und auf diesem selbst in allen mög- lichen Formen; ein Graben auf dem Hahnenfilz ent- hält Exemplare bis über 1 m lang; es kommt dort- selbst auch auf fast trockenem Torfboden noch küm- merlich fort. Weitere Standorte: Gräben im Stein- wald, Torfstiche in der Erlohe bei Mehlmeisel, im Fichtelnaabtale und bei Atzmannsberg. — Reichlich in Sümpfen und Gräben nördlich von Lochbühl, in der Seelohe des Pichtelsees, im Torfmoor- Höll bei Weissenstadt. Nach Walther-Molendo auch am Fuss des Rudolfsteins, um Tiersheim und Selb. var. falcatum Russ. Auf dem Hahnenfilz c. fr. * var. submersum Schpr. Auf dem Hahnenfilz in Gräben c. fr. * var. plumosum Br. germ. In Torfstichen bei der Pappenfabrik Grünberg, reichlich auf dem Hahnenfilz c. fr. — Zahlreich in Gräben und Sümpfen nördlich von Loch buhl, in der Seelohe des Fichtelsees, auf dem Hochmoore zwischen Nuss- hardt und Schneeberg. Nach Walther-Molendo : Um Weissenstadt, bei Kornbach und an den Tiersheimer Weihern. 10. * Sph. fallax v. Klinggr. Wohl neu für Süddeutschland. Bis jetzt im Fichtel- gebirge an G Stellen aufgefunden. Zum erstenmal sammelte ich es (19. Okt. 19U4) in einem Waldmoor- graben bei Schwarzenreuth. Ausserdem fand es sich am Rande des oberen Weihers in Unterschurbach, in einem Torfstiche oberhalb der Pappenfabrik Grün- berg und zahlreich im Torfstiche einer Waldwiese bei Grünlas. Auch auf dem Hahnenfilz; Torfstich 6 — 82 - bei Fichtelberg. S. fallax ist meist hydrophyt, ge- deiht aber auch auf nur feuchtem Boden. var. minor Roth Steinwiese bei Ebnath. 11. * Sph. obtusum Warnst. Dürfte für Bayern neu sein, ist aber im Fichtelgebirge gar nicht selten und weit verbreitet. Zum ersten- mal gefunden in einem Graben bei der Reuther Polir nächst Kemnath (29. Sept. 1903). Noch etwas süd- östlicher zeigt es sich in einem Torfstiche bei Atz- mannsberg. Im F'ichtelnaabtale an verschiedenen Punkten, so in Torflöchern bei Oberlind c. fr., wo es grosse Rasen bildet, in der Erlohe bei Mehlmeisel, oberhalb der Pappenfabrik Grünberg, auf Wiesen bei Zeckenberg, in Moorsümpfen und Sumpfwiesen bei Schwarzenreuth, bald in dichten Rasen, bald zer- streut zwischen andern Sphagnen (teres und recur- vum var. mucronatum). — Häufig und zahlreich in Gräben und Sümpfen nördHch von Lo(;hbühl, stellen- weise reichUch im Torfmoor-Höll, ebenso an Weiher- rändern im Zeitelmoos bei Wunsiedel; am Weiherl bei Karches. * var. fluitans Warnst. In einem Torfloche bei Oberhnd in ca. 1 m langen Ex- emplaren; im oberen Weiher bei Unterschurbach, in einem Torfstiche bei der Reuther Polir nächst Kem- nath. — Wasserloch zwischen Nagel und Mühlbühl. * var. Schwabianum Warnst. Wasserloch bei Grünlas. Diese neue Varietät weist nach H. C. Warnstorf auf der Innenfläche der Astblätter die kleinen verschwom- menen Löcher in viel grösserer Zahl auf als rück- ständig. var. recurviforme Warnst. In Wiesengräben und Sümpfen bei Grünlas; zwischen Sph. subsecundum auf Torfgrund bei Zeckenberg. — In einem Torfstiche bei Wurmlohe. * var. tenellum Warnst. Torfgrund bei Zeckenberg. — Torfstich bei Wurmlohe. 12. Sph. Torreyanum SuUiv. * var. miquelonense Ren. et Card. — 88 — — Waldwiesengraben am Südwestfussc der Kosseine im xVugust 1907 vom Verfasser entdeckt. 13. Sph. recurvum (Pal. Beauv. pr. p.) Warnst. * var. mncronatum (Russ.) Warnst. Dieses Sphagnum ist im Fichtelgebirge am verbreitetsten und am reichlichsten vorhanden; es überzieht breite Sümpfe, wo es gern fruchtet und findet sich auch einzeln zerstreut fast überall, wo es Torfmoose gibt; einzelne Standorte aufzuführen, erscheint darum über- flüssig. — Nur sei hingewiesen, dass es auch im Hochmoore zwischen Nusshardt und Schneeberg noch reichlich gedeiht. * f. immersa Schlieph. et Warnst. In Torflöchern bei Oberlind. — Graben nördlich von Lochbühl; zahlreich in Gräben der Fichtelsee- Lohe. * f. fibrosa Schlieph. Auf dem Hahnenfilz; im Höllbachtale bei Stockau. f. bohemica Warnst. In einem Wasserloche am Fuhrbache bei Unterlind; Graben auf der Wasch bei Neusorg, in der Fuchs- lohe am Südfusse der Kösseine und in Gräben im Steinwald. f. Winterii Warnst. In einem Graben auf der Wasch bei Neusorg. var. dimorphum Roll mit spitzen und stumpfen Stengel- blättern an demselben Stengel. Auf Torfgrund bei Zeckenberg; in Gräben bei Stockau (Neusorg). - Torfstich bei Fichtelberg. * var. amblyphyllum (Russ.) Warnst. i) Nicht gar häufig. Gräben in der Erlohe bei Mehlmeisel, bei Unterlind, in Stockau bei Neusorg, am oberen Weiher in Unterschurbach, Torfgrund auf dem Zecken- berg und Steinwiese bei Ebnath, an Waldwiesen- gräben bei Grünlas. — h\ Gräben um Fichtelberg, Torfstich bei Wurmlohe, Zeitelmoos bei Wunsiedel. ') Das in der Flora exsicc. Bav. unter Nr. 62'J ausgegebene S. re- curvum var. amblyphyllum ist S. pseudorecurvum Roll, wenn man letzteres als Art nehmen will; dieses findet sich: auf Torfgrund auf dem Zeckenberg und Steinwiese bei Ebnath, an Waldwiesengräben bei Grün- las, in Gräben in Stockau bei Neusorg. 6* — 84 — f. sphaerocephala Roth Torfstich in Stockau bei Neusorg. 14. * Sph. angustifolium Jens. (= S. parvifohum [Sendt.] Wamst.). Auf Waldboden bei Unterschurbach, im Hahnenfilz, Waldmoor bei Schwarzenreuth, im Gregnitztal, Torf- stich Brand — Unterlind. — Unter andern Sphagnen auf der Mähring bei Oberwarmensteinach, im Hoch- moore zwischen Nusshardt und Schneeberg. * var. Warnstorfii C. Jensen Waldmoor bei Schwarzenreuth. An Grabenrändern in Stockau (Neusorg). Torfstich bei Atzmannsberg. — Über feuchtem Urtonschiefer im Warmensteinachtale gegenüber dem Zainhammer. 15. Sph. ruppinense Warnst. („Hedwigia" Band 47, pag. 115). In einem Torfstiche beim Brandhäusl nächst Atzmanns- berg im Oktober 1906 gesammelt. 16. * Sph. Dusenii C Jensen Ziemlich selten, aber reichlich auf dem Hahnenfilz in Torflöchern und Gräben, sowohl in reinen Rasen als vermischt mit S. cuspidatum. Hinter Mitterhnd im Graben einer Waldwiese c. fr. — Im Zeitelmoos bei Wunsiedel. Sumpf auf der Mähring am Wege von Neugrün nach Oberwarmensteinach. var. falcatum Jensen Torfstich beim Brandlhäusl nächst Atzmannsberg. 17. Sph. Schultzii Warnst, i) Neu für Süddeutschland. Hier dreimal gefunden: Im August 1906 bei Stockau im Höllbachtale in fast ausgetrockneten Gräben und ein Monat später in schönen Rasen auf Torfgrund bei Zeckenberg nächst Ebnath; bei Unterschurbach an der Kösseinebahn. var. obtusifolium Warnst, in litt, (mit stumpfen, an der Spitze ausgefaserten, fibrösen Stammblättern.) Ein Rasen auf Torfgrund bei Zeckenberg (Sept. 1906) ') Angeblich ist S. Schultzii Warnst. U''03 = S. Schliephackei (RüU) Roth 1906. Indes wurden Formen aus einem Torfstiche bei Grünlas und aus dem Zeitelmoos bei Wunsiedel, die H. Roth als S. Schliephackei erklärte, von H. Warnstorf als S. fallax bez. S. cuspidatum bestimmt, nicht als S. Schultzii. Anderseits ist obiges Sph. Schultzii Warnst., von H. Warnstorf selber bestimmt, nach H. Roth nicht S Schliephackei, son- dern S. pseudorecurvum Roll bez. S. fallax — 85 — [= S. Schliephackei (Hüll) Roth var. \li)[\ü (Schlp.) Roth 1906]. 18. Sph. Röllii Roth in litt, (mit zahlreichen grossen Astblatt- porenj. Am oberen Weiher in Unterschurbach, Graben im „Brand** zwischen Wasch und Hölzlashof unweit Ebnath. 19. * Sph. moUuscum Bruch Ziemhch rar. Mit Früchten neben S. corapactum an Weiherrändern in Gabellohe und in einem Torf?;tich hinter „Neurussland** bei Neusorg. Ferner auf Wie- sen im Hüllbachtale nächst Unterschurbach. Im Fichtelnaabtale oberhalb Grünberg in einem Torf- stiche. Im Strassenweiher bei Atzmannsberg. — Im Graben einer Waldwiese am Oberläufe der Haide- naab. D. Acutifolia. 20. Sph. fimbriatum Wils. Sehr selten. An einem Wässerlein im Steinwald unweit Pullenreuth. — Wenn Walther-Molen do 18G8 von S. fimbriatum schrieben: „An quelligen Berghängen; Weissenstadt überall; Gefrees, Sparneck, Bischofsgrün, Fichtelsee, Redwitz, Tiersheim, Selb", so war damit jedenfalls S. Girgensohnii, das erst 1865 von Russow aufgestellt ward, inbegriffen, ja wahrscheinlich hatten sie nur letzteres vor sich, da sie S. Girgensohnii gar nicht erwähnen, während es doch im Fichtelgebirge so häufig und massenhaft auftritt; echtes fimbriatum dagegen konnte Verfasser erst zweimal finden. * var. tenue Grav. f. flaccida Roth^) Am Fusse des rauhen Kulm im Torfstiche von Wolf- ramshof. 21. * Sph. Girgensohnii Russ. Sehr häufig, besonders an Bachufern und Waldsäuraen im Schatten der Bäume. Im Gregnitztale das ge- meinste Sphagnum. Im Höllbachtale, im Fichtel- naabtale, im Walde am Goldbach unter Frankenreuth, im_ Steinwald, am rauhen Kulm. Mit Früchten am ') Bei Nr. 624 der Fl. exsicc. Bav. ist statt var. llaccidum Roth auch zu setzen: Var. tenue Grav. f. flaccida Roth. — 86 — Fuhrbache bei Unterlind und bei Unterschurbach. — In der Fichtelseelohe, um Lochbühl, auf der hohen Mätze (810 m). var. coryphaeum Russ. In der Fuchslohe am Südfusse der Kösseine. * var. cristatum Russ. — Im Warmensteinachtale gegenüber dem Zainhammer mit c? Blütenästen. * var. xerophilum Russ. — Ober dem Zainhammer im Warmensteinachtale. 22. * Sph. Russowii Warnst. In Torfstichen häufig, hie und da c. fr.; so im Fichtel- naabtale zwischen Unterlind und Grünberg. Auf dem Hahnenfilz. Waldgraben bei Unterschurbach; Wald- sumpf auf dem Schwarzberg bei Kulmain; Torfstich beim Brandhäusl nächst Atzmannsberg. — Sumpf auf der Mähring am Weg von Neugrün nach Ober- warmensteinach; im Torfmoor-HöU bei Weissenstadt; sumpfige Niederung nordwesthch von Nagel. * var. virescens Russ. Grabenrand im „Brand" bei Hölzlashof nächst Ebnath; Torfstich im Walde links der Strasse von Brand nach Unterlind. — Torfstich bei Mühlbühl. var. flavo-rubellum Roth Torfgrund auf dem Zeckenberg bei Ebnath. * var. purpurascens Russ. — Über nassem Urtonschiefer beim Zainhammer im Warmensteinachtale. 23. * Sph. Warnstorfii Russ. Häufiger als voriges; in dichten Rasen oder unter an- dern Sphagnen zerstreut auf Torfmooren und -Wiesen ; so Torfstiche bei Schweissenreuth, Wiesen zwischen Pullenreuth und dem Steinwald, bei Zeckenberg, Schwarzenreuth, Grabenränder auf der Waldwiese links der Strasse Brand— UnterHnd; etc. — Sumpf auf der Mähring. * var. virescens Russ. Torfstich in Gabellohe bei Kemnath. var. cameum Warnst. Grabenrand einer Waldwiese zwischen Brand und Un- terlind. - K7 — * var. purpurascens Russ. Wiese bei Zeckenberg. Grabenränder einer Waldwiese zwischen Unterlind und Brand. Wiesen in der Er- iche bei Mehlmeisel. Sehr zahlreich in den Torf- stichen bei Schweissenreuth, * var. versicolor Russ. Torfstiche bei Schweissenreuth; ebenso bei Grünlas. Sumpf in der Nähe der Ziegelfabrik bei Mehlmeisel. 24. Sph. rübellum Wils. Noch häufiger als vorige Art; regelmässig vorhanden in Torfstichen, an Gräben der Waldränder. Torfstiche bei Wolframshof, Schweissenreuth, Atzmannsberg, Stockau bei Neusorg, Hahnenfilz etc. Auf Wiesen und an Gräben hinter Neusorg (Neurussland) in allen raögli(3hen Formen und Farbenvariationen vom fast reinen Weiss über Grün und Rot bis Blauschwarz. * var. viride Warnst. In tiefen Rasen in einem Torfstiche bei Stockau nächst Neusorg. Gräben hinter Neurussland (Neusorg). var. flavum (C. Jens.) Warnst. Gräben bei Neusorg. Torfwiese bei der Reuther Polir nächst Kemnath. Auf dem Hahnenfilz. var. caraenm Wamst. Torfstich im Walde links der Strasse von Brand nach Unterlind. var. violaceum Warnst. Grabenrand einer Wiese bei Brand; bei UnterUnd. — Torfstich bei Nagel. * var. purpurascens Russ. In der Eriche bei Mehlmeisel, Torfstiche bei Schweissen- reuth, beim Brandhäusl nächst Atzmannsberg. — Torfstich bei Nagel; auf feuchtem Tonschiefer gegen- über dem Zainhammer im Warmensteinachtale. var. atropurpureum Roth Nasse Wiesen im Höllbachtale. * var. versicolor Warnst. Torfstiche bei Schweissenreuth, Atzmannsberg, bei der Reuther PoHr nächst Kemnath. — Torfmoor auf der Mähring. 25. Sph. fuscum (Schpr.) v. KHnggr. Ziemlich selten. — 88 - var. viride Warnst. — Torfmoor auf der Mähring. * var. fuscescens Warnst. Graben in der Erlohe bei Mehlmeisel c. fr.; bei Unter- schurbach; Waldwiese bei Grünlas, Torfstich bei Schweissenreuth. — Torfmoor auf der Mähring. 26. * Sph. quinquefarium (Lindb.) Warnst Nicht häufig; in Wäldern; so am Naabrangen bei Eb- nath; bei Unterschurbach. — Im Warmensteinachtale. var. viride Wamst. Wald zwischen Unterlind und Brand; bei Unterschurbach var. flavum Warnst. Grabenrand am Walde bei Schwarzenreuth. var. pallens Warnst. Am Naabrangen bei Ebnath. — Im Warmensteinach- tale c. fr. var. roseum Warnst. Am Naabrangen c. fr. Bei Unterschurbach. var. versicolor Russ. An Gräben bei Neusorg. — Im Warmensteinachtale. Torf- moor auf der Mähring. 27. * Sph. plumulosum (Roll pr. p.) Warnst. (= S. subnitens Russ et Warnst.) Nicht selten in Torfstichen und auf Torfwiesen; oft mit Früchten. var. squarrosulum Warnst. Torfstiche bei Oberlind und Wolframshof. * var. viride Warnst. Waldgräben bei Unterschurbach, Neugrünberg, Neusorg. Zahlreich in der Erlohe bei Mehlmeisel. Sehr reich- lich in den Torfstichen bei Wolframshof. Als Hydro- phyt in einem Torfstich bei der Reuther Polir un- weit Kemnath, ebenso bei Atzmannsberg. var. pallens Warnst. In einem Graben bei Unterschurbach. var. carneum Warnst. Wiesen bei Neusorg (Neurussland) und Erlohe bei Mehl- meisel. Torfstich bei Stockau im Höllbachtale. Eine f. compacta im Torfstiche von Wolframshof. Reich fruchtend an einem Graben bei Oberschurbach. * var. coerulescens Schlieph. An Gräben in der Erlohe und hinter Neurussland (Neu- — 89 — sorg). Diese stahll)laue, blauschwarze bis schwarze Färbung, welche bei S. plumulosuni an TorfgrUben nicht selten auftritt, zeigt sich an solchen Orten hie und da auch bei S. rubpllum, Warnstorfii, Russowii, recurvum v. niucronatuni und subsecunduni. * var. pnrpurascens Schlieph. Wiese bei Xeusorg, Zeckenberg, Mehlmeisel; Torfstich bei Stockau (Höllbachtal), Graben bei Neugrünberg, auf dem Knock im Steinwald, var. versicolor Warnst. Torfstich bei Stockau; Gräben bei Neusorg. var. flavescens Warnst. Torfwiesen in der Erlohe (Mehlmeisel). 28. Sph. acutifolium (Ehrh. pr. p.) Russ. et Warnst. In AVäldern das gewöhnlichste Sphagnum; auch in Torf- stichen häufig; sehr oft fruchtend. — Nach Walther- Molendo: Auf moorigen Wiesen und Waldstellen gemein. * var. viride Warnst. , Auf dem Ilahnenfilz zahlreich : auch noch auf der Platte im Steinwald (940 m). var. pallescens Warnst. Graben bei Neugrünberg; Hahnenfilz; Strassweiher bei Atzmannsberg. var. flavescens Warnst. Graben bei Unterschurbach. var. rubrum (Brid.) Warnst. Waldrand bei Neugrünberg; Hahnenfilz; Torfstiche in der Erlohe bei Mehlmeisel, Atzmannsberg, Schweissen- reuth, bei der Reuther Polir unweit Kemnath. — Über nassem Urtonschiefer im Warmensteinach- tale gegenüber dem Zainhammer; Torfmoor auf der Mähring. var. versicolor Wamst. Waldboden bei Unterlind. — Torfmoor auf der Mähring. var. obscurum Warnst. Waldboden bei Unterlind. £. Subsecunda. 29. * Sph. contortum Schultz Nicht besonders häufig. Am zahlreichsten nach den bisherigen Funden an einem Weiherrande in Gabel- — 90 — lohe; Grabenrand bei Neugrünberg; Torfmoor bei Oberlind; Torfstiche bei Atzmannsberg und Schweis- senreuth; Graben auf der Steinwiese bei Ebnath. var. maior C. Jensen Torfstich bei der Reuther Polir unweit Keranath. 30. * Sph. platyphyllum (Süll., Lindb.) Warnst. Vorkommen wie voriges, auch öfter in dessen Gesell- schaft. Reichlich in einem Wiesengraben bei Ober- lind; dortselbst auch unter Wasser in einem Torf- stiche; auf sumpfigem Heideboden bei Schwarzen- reuth; bei Zeckenberg. — Torfstich unter Mühlbühl. var. robustum Warnst. Graben auf der Steinwiese bei Ebnath. 31. * Sph. subsecundum (Nees) Limpr. Sehr verbreitet in Torfstichen, Gräben, Wasserlöchern; zuweilen mit Früchten. Zahlreich an Weihern in Gabellohe ; auf Torfstichen in der Eriche (Mehlmeisel), bei Wolframshof, Atzmannsberg, Schweissenreuth. Auf Wiesen und in Gräben bei Neusorg, im Pichtel- naabtale, Gregnitztale, Höllbachtale, am rauhen Kulm, bei der Reuther Polir (Kemnath). — In der Seelohe des Pichtelsees. Nach Walther -Molendo: In aus- getrockneten Weihern und Moorwiesen. In der Reut bei Gefrees ft., steril um Weissenstadt, am Pichtel- see, um Redwitz, Tiersheim, Selb, Nusshardt. * var. decipiens Warnst. Graben auf dem Hahnenfilz; Wasserloch am Puhrbache; Torfstich bei Wolframshof. * var. heterophyllum Warnst. In einem Sumpfe bei Unterschurbach; Graben bei Unter- lind; Weiherrand in Gabellohe; Strassweiher nächst Atzmannsberg. — Im Warmensteinachtale an einem Wässerlein gegenüber dem Zainhammer. 32. Sph. iDUndatum (Russ. pr. p.) Warnst. i) Im Pichtelnaabtale in einem Graben ober der Pappen- fabrik Grünberg; ebenso im Höllbachtale bei Unter- schurbach. 33. Sph. pungens Roth Waldsumpf im Gregnitztale bei Grünlas. ^) Die in der Fl. exs. Bav. irrtümlich als Sph. inundatum ausge- gebene Nummer 422 ist nur Sph rufescens (Br. germ.) Limpr. (bez. Sph. cornutum Roth var. patulum Roll). -- in — * var. flaccidum Rotli Reichlieh am Pusse des rauhen Kuhn im W'olframshofer Torfstiche; Torfstich hei Schweissenreuth. 34. Sph. aüriculatnm Schpr. Graben im llöllhachtale hei Unterschurbach. — Wald- moor auf der Miilirinü; am Weije von Neugrün nach Oberwarmensteinacli. 35. * Sph. crassicladum Warnst. In Gräben nicht gar selten; so im Fichtelnaabtale zwi- schen Unterlind und Grünberg; beim BrandhäiLsl nächst Atzmannsberg: bei Neusorg, Stockau; unter- getaucht in Gräben und Torfstichen der Erlohe bei Mehlmeisel, in Strassengräben des Steinwaldes. — Graben auf der Mähring; zwischen Neubau und dem Fichtelsee; auf der Louisenburg (Dr. Familler); nach Molendo (Sph. subsecundum y turgidum C. M.) zwi- schen Hypnen oder in kleinen Rasen an einem Teiche nächst Hedlerreut über Bischofsgrün. 36. Sph. bavaricum Warnst.^) (= subcontortum Roll). („Hed- wigia'' Band 47, pag. 84.) Diese neue Art wurde hier gefunden im Juni 1900 in einem Torfstiche bei Stockau im Höllbachtale, wo sie in den drei Varietäten auftritt: * var. microphyllum Warnst, am Rande des Torfgrabens; * var. mesophyllum Warnst, gegen die Mitte des Torf- grabens; * var. macrophyllum Warnst, in der Mitte des Torfgrabens: und bis zu den Köpfen im Wasser. Die var. mesophyl- lum findet sich im Höllbachtale auch noch weiter auf- wärts neben Sph. inundatum. — Am Weiherl bei Karches die V. V. micro — und mesophyllum. 37. Sph. rufescens (Br. germ.) Limpr.^) Ein gewöhnliches Torfmoos in Gräben und Torfstichen, bisweilen fast meterlang, von sehr verschiedenartigem Habitus. Wasserlöcher am Fuhrbache bei Unterlind; ') In der Fl. exs. B. noch als Varietät zu S. subsecundum ausge- geben. ■') Nach H Roth ist das Sph. rufescens des Fichtelgebirges mei- stens Sph cornutum Roth, darunter die V'ariet<äten abbreviatum (Roll) Roth in einem Torfstiche in Stockau und v patulum Roll in Gräben des Fichtelnaabtales und Gregnitztales. — Auch die Nr. 5 in der Fl. exs. Bav. soll Sph. cornutum Roth sein. — 92 — Gräben auf der Wasch bei Neusorg; im Höllbach- tale, Gregnitztale, Fichtelnaabtale; Torfstiche in Stockau, beim Brandhäusl nächst Atzmannsberg, auf dem Hahnenfilz etc. — Gräben am Oberlaufe der Haidenaab, Wiese auf der Mähring, Torfstiche bei Wurmlohe. var. virescens Warnst. — Waldmoor im Zeitelmoos bei Wunsiedel, Torfmoor auf der Mähring. 38. * Sph. obesum (Wils.) Warnst. In Gräben verbreitet z. B. Erlohe bei Mehlmeisel, Neu- sorg, am rauhen Kulm, bei der Reuther Polir (Kem- nath); Waldsumpf bei Schwarzenreuth, im oberen Weiher bei Unterschurbach ; eine Landform auf Torf- grund bei Zeckenberg. — Gräben am Ochsenkopf unter der Weissmainquelle; Hochmoor zwischen Nuss- hardt und Schneeberg; Torfmoor-Höll bei Weissen- stadt; Zeitelmoos bei Wunsiedel, zahlreich in Gräben und Sümpfen nordwestlich von Nagel. var. plumosum Warnst. — Gräben bei Nagel und im Zeitelmoos. Lebermoose des bayerisch-böliiiiischen Greiiz- gebirges. (Nachtrag zu Seite 4ß u. ff.) Bei der Zusammenstellung der im Titel genannton Arl)rit machte mich Prof. Dr. V. SchifTner auf die Arbeiten von Prof. Jos. Dedecek in Prag-Karolinenthal aufmerksam. Indes wollte es mir nicht gelingen, diese Arbeiten in die Hände zu bekom- men; erst in jüngster Zeit kam ich durch einen Antiquariats- katalog dazu, einen Separatabdruck der Arbeit „Beiträge zur Literaturgeschichte und Verbreitung der Lebermoose in Böhmen von Prof. Jos. Dedebek 1879" zu ei werben. Es ändert jedoch auch diese Arbeit das bereits gegebene Bild wenig, indem bloss Pellia calycina und Aneura pinnatifida hinzukommen und für Lejeunea minutissima pag. 18 der allgemeine Standort „Böh- merwald" angegeben wird. Die übrigen Angaben der Auf- zählung für das betreffende Gebiet sind — die richtige Bestim- mung der Moose vorausgesetzt — folgende: Marchantia polymorpha L. var. aquatica Nees Torfniederung südlich von Kuschwarda. Aneura pinguis Dum. Blansker Wald, St. Thomas, Kuschwarda. Ä. pinnatifida Nees In den Abzugsgräben einer grossen Torfwiese bei Kusch- warda. A. palmata Dum. St. Thomas, Teufelsmauer, Kuschwarda. Blasia pnsilla Mich. Teufelsmauer ^. Pellia calycina Nees Rosenberg, Blansker Wald, Kuschwarda. Fossombronia Dumortieri Lindb. Rosenberg. — Die allgemeine Standortsangabe „sowohl an trockenen als an feuchten Lagen auf Weideplätzen, Waldgräben, Abhängen, abgetretenen Waldwegen" lässt an der richtigen Scheidung nach den jetzigen Arten zweifeln, zumal F. pusilla var. capitata F. Wondra- czeki Corda eigens abgetrennt ist. 7 - 94 - Warsupella emarginata Dum. Über Granit am Kuschwardabache. M. Funckii Dum. An Torfwiesen und am Fahrwege von Frimberg gegen St. Thoma in stattlichen, an 7 mm hohen Rasen. Alicülaria scalaris Corda St. Thomas, Rosenberg, Blanskerberg, Kuschwarda. A. minor Limpr. Rosenberg an Wald-Hohlwegen. Solenostoma crenulatum Steph. Rosenberg, St. Thomas, Teufelsmauer. S. lanceolatum Steph. Am Blanskerberg in feuchten, schattigen Lagen. Lophozia inflata Howe Torfwiesen bei St. Thomas. L. Mülleri Dum. Kuschwarda. L. ventricosa Dum. Blanskerberg, Libin bei Prachatitz, St. Thomas und Kusch- warda. L. porphyroleuca Nees An faulenden Waldstämmen bei Kuschwarda. JuDgermannia intermedia Nees wird vom Blanskerwald angegeben. Bei der verworrenen Nomenclatur dieses Namens dürfte die richtige heutige Bezeichnung schwer möglich sein, L. bicrenata Dum. Hohlweg am Rosenberge. L. incisa Dum. Blanskerwald, St. Thomas, Kuschw^arda. L. barbata Dum. Hohenfurth. Sphenolobus exsectus Steph. Rosenberg. Leioscyphus anomalus Mitten Sehr zahlreich am Sphagnecoetum südlich von Kusch- warda. Lophocolea heterophyla Dum. Blansker Wald, Teufelsmauer, Kuschwarda. L minor Nees Kuschwarda. Chiloscyphus pallescens Dum. Rosenberg mit jungen ?, Kuschwarda, Teufelsmauer. Cephalozia bicaspidata Dum. Au morschen Baumstrünken oder unter Torfmoosen an vielen Plätzen. C. connivens Spruce Zahreich am Sphagnecoetum hei Kuschwarda. Cincinnulus trichomanis Dum. Blausker Wald, Rosenberg. Lepidozia reptans Dum. Rosenberg, St. Thomas, Kuschwarda. Blepharostoma tiichophylum Dum Böhmerwald. Blepharozia ciliaris Dum. Blanskerwald bei Krummau 9 (var. pulcherrimum?), Kusch- warda. Scapania curta Dum. Rosenberg, Teufelsmauer. S. undulata M. et N. St. Thomas, Teufelsmauer an Waldaublöcken, an Fels- blöcken im Bache bei Kuschwarda. Überall teils mit ganzrandigen, teils mit gezähnelten Blättern. S. nemorosa Dum. Rosenberg. Februar 1909. Dr. Ig. Familler. Bryologische Notizen aus dem Jahre 1908. Nachdem sich durch die verzögerte Fertigstellung der jetzigen Denkschrift noch Gelegenheit bietet, seien die besseren Funde der diesjährigen Moosjagd im folgenden veröffentlicht. I. Moose von Regensbur^ und der Oberpfalz. II. Nachtrag. 17. d. Sphagnum auriculatum Schimp.') Zwischen Sph. subsecundum Nees eingesprengt auf einer Wiese bei der Haltestelle St. Hubertus vor Nittenau. 51. Dicranella Schreberi Schimp. In dem Hienheimer Forste ober Kelheim anscheinend verbreitet, aber nirgends reichlich, besonders gern an Weg- und Grabenrändern neu hergestellter Wege. 68. Dicranodontium longirostre Schimp. Auf moorigem Waldboden bei den Weihern vor Teub- litz, ster. 70. Leucobryum glaucum Schimp, Auf einer sehr nassen Sumpfwiese unterhalb Heimbuch 1 m hoch an Weidenstämmen; ster. 118. b. Tortula montana Lindb. c. fr. über Dolomit bei Schwabelweis, an den Felsen des Fussweges von Eulsbrunn nach Alling längs der Laaber, an den Felsen des alpinen Steiges bei Schönhofen. Auf- fälligerweise sind alle diese Fruchtexemplare bei weitem nicht so kräftig entwickelt wie die bisher nur steril be- obachteten Pflanzen auf dem Schutzfelsen. 121. Schistidium apocarpum Br. eur. var. intercedens Schiffn. Auf Dolomit der Hänge unter Schwabelweis. 124. Seh. confertum Br. eur. Sehr zahlreich über Kalkgestein bei Laaber, vereinzelt bei Schwabelweis. ') Die Nummern beziehen sich auf die Vorarbeiten in „Denkschriften der kgl. bot. Gesellschaft", Neue Folge Bd. I und II — '.)7 — 128. Grimmia tergestina Tom. Steril in ganz kleinen Polstern in Felsritzen der Schwa- belweiser Hänge (durch den Mangel jeglicher Frucht ist die Bestimmung nicht absolut sicher, dürfte aber doch wohl richtig sein). 204. Mnium hornum 1.. Sehr zahlreich und reich fruchtend an einem (Iraben im tiefsten Walde zwischen Loisnitz und Maxhütte. 209. M. rostratum Schrad. c. fr. an den Felsen der Fahrstrasse zur Befreiungshalle. 271. Thuidinm recognitum Lindb. c. fr. an Weiden der Sumpfwiesen unter Heimbuch. 296. Brachythecium albicans Br. eur. Steril an Wegrändern der Hienheimerstrasse ober dem Michelsberge. 309. b. Eurhynchmm speciosum Milde c. fr. in einem Waldgraben bei Holkering. 310. E. Swartzii Curnow. Steril an Felsen der Fahrstrasse zur Befreiungshalle. 330. Amblystegium filicinum De Not. var. elatum Schimp. In dem Strassengraben der Hienheimerstrasse ober dem Michelsberge, ster 386. A. Juratzkanam Schimp. Auf Erlenstrünken des Waldes zwischen Riekofen und Johanneshof; c. fr. 339. b. Hypnum elodes Spruce Steril zwischen Carexbüscheln am Walde unterhalb Denghng. 345. H. intermedium Lindb. Ziemlich reichlich, aber steril auf den Sumpfwiesen unter Dengling und Ileimbuch. 345. b. H. Cossoni Schimp. Steril in einem Wassergraben am W^alde unter Deng- ling. 349. H. Kneiffii Schimp. In verschiedenen Wuchsformen in den Gräben der Sumpfwiesen von Riekofen bis Johanneshof; ster. 365. H. giganteum Schimp. In tiefen Gräben am Walde unter Dengling; ster. 366. H. stramineum Dicks. Steril in Wiesengräben am W^alde unter Dengimg bis Heimbuch. — 98 — 368. Scorpidium scorpioides Limpr. Steril in Menge auf einer Waldwiese unter Dengling. 403. Fossombronia pusilla Dum. Verbreitet an Weg- und Grabenrändern des Hienheimer- forstes, aber nirgends zahlreich. Die Spornreife bei F. pusilla und cristata währt in hiesiger Gegend nicht selten bis in den ersten Frühling (März) hinein; ein- mal beobachtete ich auf einem Felde bei Holkering— Pentling an einem sonnigen 1. Januar zahlreiche sich öffnende Früchte von F. cristata. 415. Solenostoma lanceolatum St. Grabenrand der Hienheimerstrasse, c. cal. 424. Lophozia ventricosa Dum. c. fr. auf dem Strassenhange der Hienheimerstrasse. 439. Plagiochila interrupta Dum. Auf dem Kalkgestein der Strasse zur Befreiungshalle. 447. Chiloscyphus polyanthus Corda Steril im Graben der Hienheimerstrasse. 460. Cincinnulus trichomanis Dum. Untergetauchte Formen mit verlängerten Internodien in zwei tiefen Gräben der Wälder bei Loisnitz. 471. Scapania curta Dum. var. viridissima C. Müll. In einem Strassengraben im Walde bei Holkering zahl- reich, propagulifera. 485. FruUania tamarisci Dum. Eine var. versicolor (dunkelbraun und lebhaft grün) im Buchenwalde bei der Station Etterzhausen über Kalk. Die sämtlichen hier aufgeführten Standorte gehören zum Regensburger Florenbezirk. Sphagnum auriculatum, Schistidium apoc. var. intercedens, Seh. confertum, Eurhynchium speciosum und Hypnum Cossoni sind neu für diese Flora; letzere zwei auch neu für die gesamte Oberpfalz. Die bekannte Regensbur- ger Moosflora umfasst also jetzt 17 Sphagnen, 204 acrocarpe, 112 pleurocarpe und 103 Lebermoose, zusammen 436 Moose. n. Das Donaunioos bei Neustadt a. D. Wenn ich auf der Fahrt in die liebgewonnenen Allgäuer Berge das weite Flachgebiet des Donaumooses von Abensberg bis Neustadt überblickte, schien es ein dankbares Feld für den Bryologen zu sein; leuchteten doch grössere Strecken von den ~ 90 — zahlreichen Beständen der Priniuhi farinosa und in den Grä- ben und Wasserlöchern längs der Bahn bliite eine Unzahl von Menyanthes trifoliata, bei Neustadt selbst sieht man einen noch ausgebeuteten Torfstich und nach der Karte sollte hinter den Schafhöfen noch ein zweiter sein, den ich allerdings trotz mancher Irrwege nicht finden konnte. Im heurigen Sommer konnte ich endlich den Plan auch ausführen, al)er das Ergel)- niss der durch mehrere Tage wiederholten Durchforschung war bryologisch betrübend. Die Kultur hat den moorigen Boden allerdings noch nicht zu guten Wiesen umschafi'en können, aber immerhin schon für die eigentlichsten Sumpf- moose verdorben und in den Föhrenwäldern, welche die alten Sanddünen bedecken, steht vielfach der feine Schwemmsand ganz ohne Humusdecke an, kaum überzogen von spärlichem Graswuchs und Heidekraut. In den Tümpeln des Neustadter Torfstiches fand sich sehr reichlich Marchantia polymorpha var. aquatica mit Früch- ten und untermischt mit Pellia epiphylla, auf den liegenge- bliebenen Torfresten üppiges Physcomitrium pyriforme, in den wenigen Gräben, die nicht fein säuberlich ausgekehrt waren, Amblystegium filicinum, Hypnum intermedium und fluitans, Acrocladium cuspidatum c. fr. und eine schwimmende Form von Hypnum giganteum mit 30—40 cm langen Stengeln. Auf den anstossenden Wiesen viel Bryum pseudotriquetrum und bimum und zwischen umgestürzten Carexstöcken wenig Hyp- num elodes. An den sumpfigen Weiherrändern bei Ainberg wenige Polster von Sphagnum cymbifolium und auf dem abgelassenen oberen Teile des Teiches eine Unmenge von Hypnum inter- medium, von zarten Formen bis zu einer Grösse, die an H. Cossoni heranreicht. An der Strassenböschung in der Nähe des Denksteines für den ermordeten heiligmässigen Bauers- mann von Vohburg etwas Weisia viridula und Hymenosto- mum microstomum. In Gräben bei Abensberg neben Wasserformen von Mar- chantia und Pellia ziemlich reichlich Riccia fluitans, sehr wenig Fontinalis antipyretica, viel Hypnum vernicosum und inter- medium und eine eigenartige Form von Amblystegium fili- cinum, die L. Löske-Berlin als var fossarum unterschied und in den nächsten Lieferungen der Flora exicc. Bavarica zur Ausgabe gelangen wird. Den übrigen Bestandteil der dortigen mageren Moosflora bildeten noch gewöhnlichere AUerweltsmoose. 100 III. Fränkische Schweiz Zweck der Fahrt war die Erbeutung von Neesiella ru- pestris Schiffn. für das Exsiccatenwerk, aber leider ohne den gewünsten Erfolg. An dem Originalstandorte der Riesenburg, deren Pforten sich erst nach langen Suchen und Warten öffneten, konnte ich kein Pflänzchen entdecken. Wohl aber fand ich aufwärts gegen Doos zu unter Felsen an zwei Stellen mehrere Pflanzen, deren Früchte eben reif waren. Vergesell- schaftet war Reboulia hemisphaerica Raddi, deren Früchte eben- falls erst (Mitte Juni) reiften. Von den übrigen aufgenom- menen Moosen seien noch angeführt: Cinclidotus riparius Arn. gemeinsam mit C. fontinaloides Beauv. an einem Bewässerungsrade in der Wiesent unterhalb der Stempfermühle reich fruchtend. Leider hinderte mich ein zu den regelmässigen Übergiessungen der sich entleeren- den Schöpfbecher noch hinzukommender starker Regenguss an reichlicherer Beute und eine diesbezügliche Bitte an dort weilende Amtsbrüder ward leider nicht erfüllt. Ditrichum flexicaule Hampe var. densum Br. eur. An Felsen des Weges von Muggendorf nach Doos, ster. Leptobryum pyriforme Schimp. Reich fruchtend unter Felsen zwischen Doos und Riesen- burg. Orthothecium rufescens Br. eur. mit zahlreichen gebildet, «Vo eine normale Stockknospe und 2 Stocksprossen getrieben hat. — 118 - Forin, üb er stielrund oder kantig oder doch wenigstens mit Linien belegt ist. Stielrunden Stengel besitzt z. B. E. parvi- florum und palustre, während das ebenfalls mit rundem Stengel angegebene E. montanura im untern Teil nicht selten einen etwas kantigen Hauptspross besitzt. Dies scheint allerdings nur bei Innovationspflanzen der Fall zu sein, wie denn über- haupt bei diesen die Linien am Stengel immer viel schärfer ausgeprägt sind als bei Samenpflanzen, die oft nur im oberen Teil deutliche Linien aufweisen. DeutUch kantigen Stengel haben E. adnatum, roseum, Lamyi, obscurum und trigonum. Nur mit schwachen Linien sind die Hauptsprosse von E. alsinefolium, nulans u. anagallidifolium belegt. Der Stengel von E. hirsutuMi ist nur unterhalb der auslaufenden Blattmittelnerve etwas 2 kantig, bei den übrigen Arten sind es meist 4 Linien, die allerdings manchmal auf 2 reduziert werden können. Zweitens ist dann auch die Behaarung des Stengels von Wichtigkeit. Diese erstreckt sich z. T. gleichmässig auf den ganzen Stengel (E. hirsutum, parviflorum, montanum), z. T. nur auf die erhabenen Linien (E. alsinefolium, anagalhdifolium u. nutans). Im allgemeinen nimmt die Behaarung in der Blüten- region zu, während sie an der Stengelbasis selbst bei stark- behaarten Arten meist gering ist. Vor der Blütezeit ist nach Haussknecht der Stengel mit Mark erfüllt, während zu Beginn derselben er anfängt, sich zu höhlen; nach Schluss der Blüte- zeit ist er ganz hohl und selbst ohne Markquerwände der In- ternodien. Manche Blütenstiele sind vor der Anthese nickend (so E. palustre, roseum, nutans), während und nach der Blüte richten sie sich dann auf und verholzen ebenso wie auch der Stengel an der Basis und weiterhinauf. Das Verholzen der Blütenstiele zur Zeit der Fruktification soll die Verbreitung der Samen durch Windstösse erleichtern. Starke Anthokyanbildung (roter Farbstoff im Zellsaft) weisen die Stengel von E. parviflorum, montanum, roseum etc. nicht selten auf, wenn sie starker Beleuchtung dauernd aus- gesetzt sind. Da und dort hat man an untergetauchten Stengeln (be- sonders bei E. hirsutum, aber auch bei E. parviflorum, palustre und roseum) schon Aerenchymbildung beobachtet , die mit vielen Intercellularräumen ausgestattet zur Erleichterung des Atemprozesses dient , indem zwar Sauerstoff von diesem Ge- webe aufgenommen werden kann, Wasser hingegen nicht ein- zudringen vermag. — Ui) — Die Analoiiiie des Stengels liat, soweit vuii mir daraufliin untersucht, wesentliche systematische Anhaltspunkte nicht ge- liefert und nur solche wären hier von Interesse. Vorzüjiliche Abhildungen über die Anatomie des Stengels bringt Barbey ') auf der letzten Tafel des Werkes. Blätter. Die Kotyledonen (T. IV, a) sind von meist rundlicher bis spateiförmiger Gestalt, ganzrandig und besitzen nur einen Mittelnerv, der aber nicht bis zur Spitze des Blättchens reicht, sondern nur bis etwa 7... der Blattlänge; die gefurchten Koty- ledonenstiele sind meist von bedeutender Länge. Die Laub- blätter sind beim subgenus Euepilobium dekussiert, seltener Swirtelig angeordnet, beim subgenus Euchamaenerium sind die Blätter am Stengel zerstreut, nur ganz ausnahmsweise wirtelig. Zerstreute Blattanordnung bei den Arten des sub- genus Euepilobium erwähnt Haussknecht bei E. montanum (f. alternifolia Mk.), wo „die gewöhnlich oi)ponierten Blätter 1 — 2 cm weit auseinander gerückt und daher durch eine am Stengel herablaufende behaarte Linie-), die auseinander gezogenen Blattstielscheiden darstellend, miteinander verbun- den sind." Ganz ähnlich waren auch die Verhältnisse bei einem von mir aufgefundenen E. parviflorum gelagert, bei dem besonders günstige Ernährungsverhältnisse eine Streckung des zwischen 2 sonst opponierten Blättern gelegenen Achsenstücks veran- lasst zu haben scheinen. Die am Blattstiel herablaufende Blattsubstanz bildet eine Scheide, die bei manchen Arten (so bei E. palustre) ungeteilt bleibt oder doch nur selten sich auf eine kurze Strecke spaltet, bei andern wieder sich regelmässig vmd weiterhin teilt und so die herablaufenden Linien verursacht. Die Blattform des ausgew^achsenen Laubblattes ist sehr verschieden, im allgemeinen aber lineal-lanzettlich bis verkehrt eiförmig. Der Blatttypus ist nach Hansgirg (Phyllobiologie 1903) der der Überschwemmungsblätter: meist kurzgestielte oder sitzende Blätter, einfach, ganzrandig oder schwach ein- geschnitten, mit unebner Oberfläche und zarter Cuticula. ') EpilobiuQi genus a cl. Ch. Cuisin illustratum (18S5). ') Der Stengel von E. montanum ist sonst in der Kegel stielmnd. besondere im oberen und mittleren Teil. - 120 — Der Blattrand ist ganzrandig bis stark gezähnt; zurück- gerollt ist derselbe normalerweise nur bei E. palustre und manchmal etwas bei E. angustifolium; bei E. parviflorum fand ich öfters stark zurückgerollte Blätter auf sehr trockenen Standorten. Die Zähnelung der mittleren und oberen Stengel- blätter ist — bei Samenpflanzen wie Keproduktionspflanzen — stets stärker als die der unteren Blätter. Noch tiefer sind meist die in der Blütenregion vorhandenen Hochblätter gezähnt. Manchmal sind an der Basis von ausgewachsenen Samen- pflanzen noch die fast ganzrandigen, Irmggestielten, rundlichen Primärblätter vorhanden, die besonders auflallen, wenn die übrigen Stengelblätter in der Form ganz von ihnen abweichen (so E. adnatum, palustre), oder wenn die Stengelblätter nicht oder nur kurz gestielt sind. Letzteres Verhältnis zeigt sich oft l)ei E. montanum, das aus Samen erwachsen ist. ^>r- gleicht man hiermit die Basalblätter von Keproduktionspflanzen der nämhchen Spezies, so findet man hier ganz wesentliche Unterschiede: Diese Blätter sind nicht nur sitzend oder doch kurzgestielt, sondern besitzen auch eine meist lineale bis lineal-lanzettliche Gestalt mit keilig verschmälerter Basis, wo- durch sie sich von den Basalblättern der Samenpflanzen sofort unterscheiden (T. I, 1 u. 2). Gemeinsam mit diesen haben sie nur die schw^ache, oft fast fehlende Zähnelung. Die schon erwähnte Tatsache, dass die Innovationspflanzen sich früher entwickeln als Samenpflanzen der nämlichen Art, macht es nun erklärlich, dass man in der ersten Blütezeit der Epi- lobien nur Exemplare mit lineal-lanzettlichen, ungestielten Blät- tern vorfindet; wenn dies von mir bisher auch nur in umfang- reichster Weise für E. montanum konstatiert wurde, so dürfte doch gerade in diesem Fall ein Analogieschluss einwandfrei sein. Die Samenpflanze, die sich zum grössten Teil aus eigner Kraft (durch Assimilation) entwickelt, benötigt natürlich einen wesens- lich längeren Zeitraum bis zur Blüte und Fruktifikation; da- her sind die im Juni und Juli blühenden Epilobien nie Samen- pflanzen, vielmehr stehen sie erst im August und September in voller Blüte, wenn die Innovationspflanzen schon am Ab- blühen sind. Natürlich können infolge schattigen Standorts etc. auch Innovationspflanzen später zum Blühen gelangen und umgekehrt vielleicht einmal Samenpflanzen infolge besonders günstiger Verhältnisse sich relativ früh entwickeln. Aber ein- zelne Ausnahmen heben das allgemeine Gesetz nicht auf. Wir haben es also bei unserer Gattung mit einer Art von Saison- - lL>I — diiuorpliisimi.s zu tun, der allerdings mit. dem \\ et tsl einschen nicht verglichen werden kann, da in unserm Fall jede Pflanze nach Massgabe ihrer vegetativen resp. geschle(;htHchen Ver- mehrungsorgane die Fähigkeit hat, beide Typen zu erzeugen. Diese Verhältnisse tragen nicht unerheblich dazu bei, die Schwierigkeiten, die unsere (lattung hmsichtlich der Formen bietet, zu erhöhen, worauf auch (r. Beck in seiner Flora von Niederösterreich hinweist. Bei der speziellen Beschreibung wurde darauf entsprechende Rücksicht genommen. Wenn auch der Unterschied nicht nur in verschieden ausgebildeten Basalblättern besteht, sondern auch in verschieden starker Ausbildung der Stengellinien sowie der Blattzähnelung bei E. obscurum, so ist doch das erstere Merkmal insofern das wich- tigste als es bei den meisten Arten höchst wahrscheinlich in gleicher Weise auftritt und ausserdem auch noch am auf- fallendsten ist. Ganz besonders deutlich zeigt E. rnontanum diese Unterschiede, weshalb auf Tafel I eine Samen- und eine Innovationspflanze des N'ergleichs halber zur Darstellung ge- bracht wurde. Interessant ist dabei, dass sich der l^nterschied nicht nur im untersten Blattpaar zeigt, sondern bei der Inno- vationspflanze erst vom 6. Blattpaar an die für E. montanum typische, basal verbreiterte Blattform erscheint. Wesentlich verschieden von den Stengelblättern sind die an den Innovationssprossen auftretenden Niederblätter. Sie sind — entsprechend ihrer Funktion als Speicherorgane — von dicklicher Konsistenz; ihre w^asserreichen Gewebe kommen ihnen während des Winters insofern zugute, als bei tiefen Büdentemperaturen Wasser nicht oder nur in minimale^ Mengen aufgenommen werden kann, während die Verdunstung oft nicht in gleicher Weise verringert ist, wenn gleich natürlich die tiefen Wintertemperaturen, wie auch der Umstand, dass sich die Innovationsblätter nur wenig über- den Erdboden er- heben an und für sich nur eine geringe Verdunstung her- vorrufen. Neben dem Schutz gegen Vertroeknung bedürfen die Inno- vationsblätter auch des Schutzes gegen Kälte. In dieser Hin- sicht scheint das Auftreten des Anthokyans, des bekannten roten bis rotbraunen Farbstotts, der auch sonst vielfach bei überwinternden Blättern auftritt, von Bedeutung zu sein, da diesem Farbstort' die Fähigkeit Lichtstrahlen in Wärmestrahlen umzusetzen, in besonderem Masse zukommt. Dass zwischen Beleuchtung und Auftreten des Anthokyans ein direkter Zu- — 122 — samnienhang besteht, dafür spricht der Umstand, dass bei rosettiger Anordnung die Niederblätter meist nur an den Stellen rot gefärbt sind, wo sie vom Licht direkt getroffen werden, während die verdeckten Blatteile eine normale, grüne Färbung aufweisen. Es soll jedoch nicht verschwiegen werden, dass manchmal die Innovationen mit den Niederblättern rot- braun gefärbt sind, wenn sie noch völlig unterirdisch sind, so dass man auf erbliches Auftreten des Anthokyans schliessen muss. Auch Stengelblätter können bei anhaltender, direkter Sonnenbestrahlung rot überlaufen sein. Für die Stengel wurde das nämliche schon oben kurz erwähnt. In diesem Fall muss die gleiche Erscheinung natürlich einen andern Zweck haben, und man glaubt im Schutze des Protoplasmas gegen direktes Sonnenlicht denselben gefunden zu haben, da nunmehr nur noch die roten Lichtstrahlen auf das Protoplasma treffen können, während die übrigen absorbiert werden. Dass übrigens fehlende rote Blütenfarbe, auch Unterdrückung der Anthokyanbildung im Gefolge hat, sah ich an weissblühenden E. roseum-Exem- plaren, die dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt waren. Diese hatten ein blassgrünes Aussehen, während die rosablühenden Exemplare, die mitten unter den weissblühenden standen, auch rötlich überlaufen« Stengel und Blätter hatten. Die nun schon seit Jahren von mu' beobachtete Konstanz dieser auffallenden Formen, sowie die Li^nmöglichkeit einer Einwirkung verschie- dener Bodenzusammensetzung weist auch hier auf innere, erb- liche Disposition hin, die eben' die Ausbildung roter Qhroma- tophoren nicht zulässt. Ob auch bei andern weissblühenden Tllpilobiuraarten die Anthokyanbildung unterdrückt wird, ist mir nicht bekannt. Haussknecht gibt an, dass mit weissen Blüten im allgemeinen auch ein blasseres Grün Hand in Hand gehe, was wohl für unser oben erwähntes E. roseum zutrifft, nicht aber füF weissblühendes E. palustre. Von den Stengelblättern unterscheiden sich die Nieder- blätter, was, wie mir nachträglich bekannt wurde, bereits Jrmisch in Bot. Ztg. 1847 pag. 5 ff. für einige Arten er- wähnt, dadurch, dass die — meist rötlich gefärbte — Epider- mis der Blattunterseite*) der Niederblätter nicht im festen Zusammenhang mit der übrigen Blattmasse sich befindet, wie dies sonst' allgemein und auch an den Stengelblättern der ') Bef "E. palustre und vielleicht noch einigen andern Arten auch die Epidermis der Blattoberseite. — 12:5 - Epilobien der Fall i.sl. X'iolmehr sind nur die liauptadern und stärkeren Seitenadern fest mit dieser Epidermis verwachsen, sonst aber ist sie völli»- frei, so dass also lufterfüllte Hohlräume entstehen. Es liegt nahe, hierin eine Einrichtung zum Schutze gegen Kälte zu suchen und sich den Hergang etwa fojgender- massen zu erklären: Auch während des Winters finden Lebens- funktionen, wcnnglei(;h stark reduzierte, der Niederblätter statt. Sowohl I)ei der Atmung wie auch bei der Assimilation ent/- steht Wärme, und es wäre fin- die ül)erwinternden Blätter von grossem Wert, diese Wärme nicht nutzlos an die Umgebung abzugeben, sondern nützlich zum Schutz gegen die Kälte zu verwenden. Dies geschieht nun in recht vollkommener Weise durch die oben erwähnten, isolierenden Lufthohlräume, indem die abgegebene Wärme dieselben erwärmt, während die ziem- lich luftdichte, freie Epidermis ein rasches Entweichen dieser warmen Luft verhindert. Die Pflanze macht es da wie der Mensch, der sich ja auch gegen niedere Temperaturen da- durch schützt, dass er mit Hilfe von Kleidern um seinen Körper einen Luftraum schafft, der durch die vom Körper ab- o-eaebene \\'ärme geheizt wird. Je dichter das Kleid, um so langsamer entweicht die Körperwärme nach aussen, um so weniger dringt kalte Luft von aussen herein. Eine weitere Eigentümlichkeit der Niederblätter ist das Auftreten von kleinen, braunen bis schwärzlichen Anhängseln sog. Glandeln an der Blattspitze, die Oliver') zuerst erwähr^, jedoch nur von den Innovationsblättern von E. montanum. Er fordert auf, diese Bildungen auch an den übrigen xHieder- blättern zu suchen, was mir auch an allen bisher daraufhin untersuchten Innovationsblättern gelang (E. hirsutum, parvi-, florum, montanum, Lamyi u. roseum), so dass wir es höchst- wahrscheinlich mit einem durchgreifenden Merkmal der Nieder- blätter zu tun haben, dessen Haussknecht übrigens nicht Erwähnung tut. Diese Glandeln, die bei den verschiedenen Arten nur hinsichtlich der Grösse, nicht aber der sonstigen Beschaffenheit abweichen, sind ziemlich kleine kegelige Ge- bilde; unter dem Mikroskop erscheinen sie traubenformig und etwas durchsichtig. Sie finden sich nicht nur an allen Spitzen der jüngeren Innovationsblätter, sondern auch an den von den Niederblättern umhüllten Deckblättern der Blütenknospen. An den oberen und älteren Innovationsblättern sind sie meist ') Notiz in Bot. Zt«r. (I.-^.'jS). — 1 24 — schon abgefallen. Was für eine Bedeutung diesen Glandeln beizumessen ist, dari'iber ist nichts bekannt; jedenfalls besteht dieselbe nur für die jugendlichen Blätter, was das Abfallen an älteren beweist. Was die Behaarung der Stengelblätter anlangt, so kommen bei diesen sämtliche Stufen von völhger Kahlheit bis zu filziger Bekleidung vor. Bei einigen Arten (E. hirsutum, par- viflorum) scheinen äussere Verhältnisse ganz besonders stark modifizierend auf die Blatt- (u. Stengel-) Bekleidung ein- wirken zu können, während andere (z. B. E. adnatum) grössere Konstanz der Behaarung zeigen. Lichtformen sind natürlich immer stärker behaart als Schattenformen, die ganz kahl sein können. Gute systematische Unterschiede geben oft die Drüsen- haare, die am Stengel teils zahlreich auftreten (E. hirsutum, parviflorura, roseum etc.), teils völlig oder doch fast völlig fehlen (E. montanum, coUinum, adnatum, Lamyi, obscurum). Sonst unterscheidet man noch zwischen angedrückten und ab- stehenden, drüsenlosen Haaren. Vielfach sind letztere mit Drüsenhaaren vermischt, so besonders bei E. palustre, wo nach Untersuchungen Theorins in ,,Arkiv för Botanik" 1903 zwischen kleinen, gekrümmten, ziemlich dickwandigen, 0,0048 bis 0,006 mm breiten Haaren, die nur Luft führen, doppelt so grosse, dünnwandige, mit reichem Inhalt begabte, gerade Drüsenhaare stehen. Übergänge sind aber häufig. Blüte. Bei den Arten der Untergattung Euchamaenerium sind die Blüten ±^ zygomorph, was man mit geotropischen Bewe- gungen, wodurch eine Änderung der Stellung einzelner Blüten- teile veranlasst wird, in Zusammenhang bringt. Die Untergattung Euepilobiura hat aktinomorphe Blüten (nach Schultz kommen bei E. hirsutum auch zygomorphe Blüten vor) mit 2 Staminalkreisen. Ferner ist immer eine deutliche Kronröhre vorhanden, während Euchamaenerium flach ausgebreitete BUiten ohne Röhre besitzt. In den Bestäu- bungseinrichtungen variiert die Gattung Epilobium ganz ge- waltig und es ist schwer zu sagen, ob Autogamie, die zweifels- ohne häufig vorkommt, oder Allogamie, bei der Proterandrie häufiger aufzutreten scheint als Proterogynie, als die wichtigere Form der Bestäubung anzusprechen ist. So ist nach den Un- tersuchungen von Schultz E. parviflorum um Halle vorzugs- w^eise autogam ; und so hat die schon ausgesprochene Meinung, wonach, wie bei vielen polymorphen (lattungen, so auch hei den Epilobien, die starke Inzucht durch Selbstfertilität die Variabilität z. T. verursachen (bczw. den durch AUotraniic? <>e- gel)enen Ausgleich verhindcMii) könnte, vielleicht eine gewisse Berechtigung. In Form und (i rosse geben die Petalen, die abwechslungs- weise mit den Sepalen eingefügt sind, nicht selten manch brauchbaren Anhalt. Vor allem unterscheiden sich die Pe- talen der Euchamaenerium - Arten durch ihre fast völlige' Ganzrandigkeit von den + zweilappigen Petalen der Euepi- lobium-Arten. Die Blütenfarbe ist rot mit allen dunklen und hellen Abstufungen. Weisse Blüten können wohl bei sämt- lichen Spezies auftreten, teils mit grösserer Konstanz (E. pa- lustre), teils mehr zufällig (E. hirsutum, montanum etc). Die Blütenblätter sind meist von etwas dunklen Adern durchzogen. E. roseum macht in seiner Blütenfarbe insofern eine Ausnahme, als dieselbe im Laufe der Entwicklung von ganz hell- bis dunkelrosa ab ändert. Die meisten Arten der I^ntergattung Euepilobium sind nach Kerner „wetterwendig", indem die Blütenstiele sich ent- sprechend dem Wechsel von Tag und Nacht, von gulem und schlechtem Wetter beugen, strecken und wenden. Nach Hausknecht besteht ein wesentlicher Unterschied zwischen den Arten, die einen Haarring um die GrifFelbasis besitzen (E. hirsutum) und denen, die diesen entbehren; letztere (E. parvi- florum^ montanum, hypericifolium, collinum, lanceolatum, pa- lustre, adnatum, Lamyi, roseum) öffnen ihre Blüten nur bei Sonnenschein verschliessen sie sofort bei trübem, regne- rischem Wetter und richten sich zugleich auch erdwärts, wäh- rend E, hirsutum auch bei schlechtem Wetter offene Blüten behält. Die Sepalen unserer Epilobien sind zumeist grün, nur bei ' E. Dodonaei u. Fleischeri rotgefärbt und zwar bei letzterem dunklerrot, >vas man wohl mit dem höher gelegenen Standort von E. Fleischeri, der ja auch sonst sattere Farben bewirkt, in Zusammenhang bringen darf. Die Staubblätter sind in der Zahl von 8 vorhanden, und zwar sind 4 länger und 4 kürzer. Erstere stehen vor den Kelchblättern; letztere vor den Blütenblättern. Dadurch, dass sich sämtliche 8 Antheren nicht zu gleicher Zeit öfTnen, son- dern die der 4 kürzeren erst später reifen Pollen produzieren als die der längeren Staubblätter, ist fiir viele Bestäubungs- - 126 - mÖglichkeiten gesorgt. Bei den Euchamaenerium-Arten, denen eine Blumenröhre fehlt, findet sich diese Differenzierung nicht vor; anderseits unterscheiden sich die Staubblätter dieser Ar- ten durch bogiges Überhängen von den immer aufrechten der Untergattung Euepilobium. Das Gleiche gilt auch für die Narben dieser beiden Unter- gattungen, die übrigens bei Euchamaenerium behaart, bei Euepi- lobium kahl sind. Letztere I'^ntergattung wird auf Grund der verschieden ausgebildeten Narben in 2 Sektionen, Schizostigma und Systigma ^) eingeteilt. Bei ersterer sind die Narben in 4 kurze, anfangs zusammenneigende, dann wagrecht abstehende und endlich + zurückgerollte Zipfel gespalten, während die Sektion Systigma ungeteilte, kopfige oder keulige Narben be- sitzt. Dieses Merkmal ist, da völlig konstant, -) eines der besten in unserer Gattung und bietet besonders, wie wir noch sehen werden, für Bastardbestimmungen die wertvollsten Anhalts- punkte. Die Blütenknospen, die bei Euepilobium entweder auf- recht oder nickend sind, variieren in Form und Grösse sehr stark, geben aber nicht selten brauchbare Merkmale ab, so z. B. für die nahverwandten Arten E. adnatum und Lamyi. Die Bekleidung der Knospen bilden Drüsen- oder einfache Haare oder beide gemischt. Fracht und Same. Die Frucht ist eine Kapsel mit 4 Fächern; bei der Reife springt dieselbe auf. Die Form des Kapselquerschnitts weist bei den verschiedenen Arten manche Unterschiede auf, je nach Beschaffenheit der erhöhten Kanten gegenüber den vertieften zwischen diesen gelegenen Flächen. Sodann scheint auch, so- weit von mir anatomische I Untersuchungen angestellt wurden, die Epidermis der Kapseln für die einzelnen Arten gewisse Anhaltspunkte zu bieten, da dieselbe z. T. mit höckerigen Er- hebungen, z. T. auch glatt ausgebildet ist. Die Behaarung der Kapseln variiert wie die der Knospen bedeutend; die Kanten sind nicht selten stärker behaart als die tieferliegenden Flächen. ') Die Hausskncchtsche Schreibweise „Synstigraa" ist nicht richtig. *) Nur bei E. palustre scheint die normalerweise keulige Narbe hie und da etwas ausgerandet zu sein. Haussknecht hielt alle mit solclien Narben ausgestatteten E. palustre-Individuen für Bastarde mit E. obscurum, Avas nach meinen Funden nicht immer zutrifft. Auch bei E. alsinefolium soll gar nicht selten eine leichte Ausrandung der Narbe vorkommen. «- 127 — iDie Kapselliinge, sowie ihr Verhältnis zur Län^e des Kapsei- stiels sind systematisch von keinerlei Bedeutung. Die Samen tragen an der Spitze einen Haarschopf (Coma), der nach llaussknecht in der Kapsel in 2 Händel geteilt er- scheint und so zwar, dass heim Aufspringen der Kapseln von den sich spreizenden Klappen die Haare nach 2 Seiten aus- einander gezogen werden, wodurch die Samen einerseits vor einem Fallen infolge ihrer Eigenschwere geschützt sind, an- derseits aber schon von einem schwachen Windzug wegge- tragen werden können. Da das Eröffnen der Früchte nur langsam erfolgt, wird das Zerstreuen der Samen auf längere Zeit hinaus gesichert, indem die Samen durch verschieden starke Winde und bei verschiedener W^itterung ausgestreut werden. Da die Samen schon beim geringsten Luftzug sich schwebend erhalten können, müssen sie zur Keimung an wind- stille Orte fliegen; so erklärt sich vielleicht das häufige Vor- kommen von Epilobien auf Schlägen und Lichtungen, die rings von Wald umgeben sind. Was die Form der Samen anlangt, so kann man 2 Grup- pen unterscheiden. Die häufigere Gestalt der Samen (T. IV, d) ist die verkehrt eiförmige mit breit abgerundeter Spitze, an der dann die Coma sitzt; auch die Basis ist in diesem Fall stumpflich (E. hirsutum, parviflorum, montanum etc.) Die Sa- men der 2. Gruppe (T. IV, b, c u. e) sind länghch und an beiden Enden verschmälert; an der Spitze weisen sie ein län- geres oder kürzeres, durchscheinendes Anhängsel auf, auf dem die Coma sitzt (E. trigonum, Duriaei, palustre, alsinifolium, anagallidifolium und nutans). Eine weitere von Haussknecht vorgenommene Einteilung beruht auf der Bekleidung der Samen. Diese können ent- weder kahl sein (Leiospermae Hk.) oder aber von Papillen bedekt (Adenospermae Hk ). Diese Verhältnisse sind nur bei guter Vergrösserung sichtbar; ein kleines, mindestens lOOfach vergrösserndes Mikroskop ist daher bei genauerem Studium unserer Gattung unentbehrlich. Die meisten Samen tragen +- entwickelte Papillen; kahl und glatt ist die Testa nur bei E. alsinefolium und anagallidifolium. Es muss allerdings erwähnt werden, dass das mit letzterem nahe verwandte E. nutans manchmal einen kaum merkbaren Unterschied in dieser Hin- sicht bietet. Die Frage, ob keimfähige Samen auch ohne Befeuchtung — also parthenogenetisch — entstehen können, wurde durch 9* — 128 - Versuche, die stiid. rer. nat. Mayr auf meine Veranlassung hin vorzunehmen die Freundlichkeit hatte, sowie durch eigene Versuche in meinem Garten, zu beantworten gesucht. Wenn auch bis jetzt eine definitive Antwort auf diese Frage noch nicht gegeben werden kann, so bestärkten doch die Versuche, die von Mayr vor allem an E. Lamyi, von mir an E. hirsutum und besonders an E. montanum vorgenommen wurden, meine Annahme der Möglichkeit einer parthenogenetischen Fort- pflanzung der Epilobien. Da Kastrationsversuche gerade bei der Gattung Epilobium sehr einfach anzustellen sind — man braucht lediglich die junge, noch geschlossene Knospe voll- ständig bis zum unterständigen Fruchtknoten mit einer kleinen Schere zu entfernen, die kleine Wundfläche luftdicht zu ver- schliessen und die so behandelten Blüten irgendwie zu mar- quieren, — würde sich eine eingehendere Nachprüfung sehr empfehlen. Auch teratologisch ist unsere Gattung nicht ohne In- teresse. So treten bei E. parviflorum X roseum nicht selten Stengelfasciationen auf; ferner fanden sich an E. obscurum Ausläufer mit merkwürdig gekräuselten Niederblättern. In einem von mir') beschriebenen Fall entstanden in den Stengelblattachseln von E. obscurum X roseum- Exemplaren Vermehrungssprosse, die zum Teil noch im nämlichen Jahr blühten und fruktifizierten, während die in ihrer Entwicklung zurückgebliebenen heuer wiederum Exemplare mit solchen anormalen Sprossen lieferten. Auch bei E. alsinefolium X ro- seum kommen Vermehrungssprosse in der Laubblattregion vor, die jedoch erst im folgenden Jahr sich zu blühenden Pflanzen entwickeln. Herrn cand. rer. nat. Boas verdanke ich das auf T. II, 4 abgebildete Objekt, wo auf einer Kapsel von E. hirsutum sich 2 Hochblätter anormal ausbildeten. B. Bastarde. Die Schwierigkeiten, die unsere Gattung bietet, sind nicht zum geringsten Teil eine Folge der ausserordentlich grossen Anzahl von Bastarden, die besonders einander nahestehende Arten in allen möglichen Übergangsformen erscheinen lassen. Reichenbach und Lasch waren die ersten, die um 1830 in grösserem Umfang die Hybridenbildung in der Gattung Epi- lobium erkannt hatten. Späterhin haben sich F. Schultz, ••) iMittcilimgen der bayr. bot. Gesellscli. (190S) !I, 7. — IL'!) - Celakovsky, Borbas und undeie eingehend mit den Epi- lobienl)astarden beschäftigt, wobei sie z. T. jedoch in den Fehler der allzu grossen, gekünstelten Spezialisierung ver- fielen. Ein Verdienst Haussknechts ist es, sich davon völlig iVei gemacht zu haben, wie überhaupt die grosszügige An- lage seiner Epilobienmonographie von allen Sachverständigen Anerkennung gefunden hat. Leider sind in neuerer Zeit Kouy et Camus in ihrer Flore de France bezüglich der Epilobien- Bastarde w'ieder in den oben besprochenen F'ehler verfallen. Ich meine vor allein die starke Betonung und Belegung mit binärem Namen von goneoklinen-Bastarden. Als typisches Beispiel kann einer der häutigsten Bastarde, K. parvidorum X roseum, angeführt werden, für den die beiden goneoklinen Formen mit Diagnosen und binärem Namen aufgeführt sind, während die intermediäre Bastardform, die, wie mir jeder Kenner zugeben wird, doch weitaus am häufigsten auftritt, nach Kouy u. Camus nicht zu existieren scheint. Meines p]rachtons müssen die intermediären Formen möglichst weit gefasst werden, und nur in zwingenden Fällen wird man von (lieser Regel abgehen dürfen Das Aufstellen binärer Namen für goneokline Epiloblienbastarde scheint mir verfehlt. Wie schwer es ist, Bastarde, die in allen einzelnen Merkmalen dem einen parens viel näher stehen, zu finden, weiss jeder, der sich eingehender mit ihnen beschäftigt hat. Meist ist man geneigt, in Fällen, wo nur ein auffallendes Merkmal stark goneoklin ist, die ganze Pflanze als dem einen parens näher stehend zu bezeichnen, l'berhaupt ist das Abwägen dieser Merkmale in Bezug auf die Stärke ihres Auftretens selbst bei grösster Ob- jektivität eine schwere Aufgabe. Aus der Untergattung Euchamaenerium sind bisher sichere Bastarde nicht bekannt geworden.^) Ich besitze zwar ein von Herrn Postmeister Ernst bei Georgenschwaig unweit München gesammeltes Exemplar, das durch seinen Habitus und die Form der Blätter an eine Verbindung von E. angusti- folium mit E. Dodonaei (E. Fleischer!?) erinnert, wozu auch noch die völlige Sterilität der Samen kommt, aber ich glaube auf grund eines einzigen Exemplars, nachdem ein wieder- holter Besuch des Fundorts keinen Erfolg hatte, umsoweniger ') Die in D. Bot. Monatsschrift I, 3 von Prantl als Bastarde be- schriebenen Exemplare sind nach Haussknecht lediglich Übergangs- formen zwischen E. Dodonaei «) augustissimum Weber und y) Fleischer! Höchst. — 130 — eine derartige Verbindung konstruieren zu dürfen, als an der Fundstelle weder E. Dodonaei noch E. Fleischeri zu finden war. Um so grösser ist die Menge der Hybriden in der Unter- gattung Euepilobium. Man teilt dieselben auf grund der Be- schaffenheit der Narbe in folgende 3 Gruppen: 1) Bastarde entstanden aus 2 schizostigen Arten (Narben deutlich 41appig). 2) Bastarde entstanden aus 2 systigen Arten (Narben ungeteilt). 3) Bastarde entstanden aus einer schizo- und einer systigen Art (Narben kurz 41appig oder doch deutlich ausgerandet). Diese letzte Gruppe enthält die meisten Hybriden, die als solche an der Narbe auch leicht erkannt werden können. Viel schwieriger ist dies bei den zwei ersten Gruppen und ganz besonders bei den aus 2 systigen Arten entstandenen Bastarden infolge der einander nahe stehenden Arten. In der ersten Gruppe sind relativ leicht die Verbindungen mit E. hirsutum zu erkennen, das durch seine Grössenverhältnisse wie auch seine Behaarung etc. gute x\nhaltspunkte liefert. Auch die Beteiligung von E. parvifiorura innerhalb dieser Gruppe tritt infolge seiner meist starken Behaarung, schwachen Zähnelung der Blätter etc. meist deutlich hervor. Bedeutend schwieriger jedoch sind die Verhältnisse gelagert, wenn E. montanum, colHnum und lanceolatum untereinander bastardie- ren. In getrocknetem Zustand sind solche Hybriden mit Sicher- heit überhaupt kaum mehr zu bestimmen; dies kann nur am Fundort selbst beim A'ergleich mit den Eltern geschehen. Ahnlich geht es auch oft bei Bastarden aus der 2. Gruppe (so bei E. Larayi X adnatum); anderseits aber kommen uns hier wieder andere Merkmale zu statten. Vor allem die Inno- vationen, (die natürlich auch für die übrigen Bastarde Be- deutung haben). Verbinden sich Arten mit ober- oder unter- irdischen Ausläufern mit solchen, die eine knospen- oder rosettenförmige Innovation besitzen, so sind die Innovationen der Bastarde immer deutlich intermediär, z. B. E. obscurum X roseura (T. IV, 3). Sehr leicht sind an der intermediären Innovation auch die Bastarde von E. palustre mit einer Art, die einen knospenförmigen Vermehrungsspross besitzt, zu er- kennen. Auf T. IV, 2 ist eine solche Innovation abgebildet, wobei deutlich die grosse Gemme und der stark verkürzte fadenförmige Spross sichtbar sind. Wenn E. palustre mit Arten , die Stolonen oder stolonenartige Rosetten besitzen, bastardiert, so wt-rden, wie 'I'. III, 1 zeigt, Gemmen nicht ge- bildet. Weiter kommen hier die Samen in Betracht. Hybriden, deren einer parens verkehrt eiförmige, an der Spitze eines durchsichtigen Anhängsels ermangelnde Samen besitzt, während das andere beiderseits verschmälerte, an der Spitze mit einem Fortsatz versehene Samen hat, sind meist gut mit dem Mi- kroskop durch die intermediären Samen, bei denen das An- hängsel sehr reduziert ist, zu unterscheiden. Wesentlich schwieriger ist das Erkennen von Bastarden auf grund der Samen, wenn diese sich nur hinsichtlich der Bekleidung (Adenospermae u. Leiospermae) unterscheiden. Das beste Mittel, um zu erkennen, ob man es mit einem Bastard zu tun hat oder nicht, ist die Pollenuntersuchung. Sind die Pollenkörner völlig unentwickelt oder doch sehr un- regelmässig ausgebildet, so kann man, vorausgesetzt, dass die Pflanze sonst normal war, mit Sicherheit auf hybride Abstammung schhessen. Auch sterile Samen geben gute Anhaltspunkte. Wenngleich nicht selten taube Samen auf andere Einwirkungen zurückgeführt werden müssen, so findet man doch in der Regel unschwer heraus, oi) die Ursache der Sterilität Bastardierung oder etwa Insekten waren, da letztere meist auch die Kapseln in irgend einer Weise defor- mieren. Ziemlich häufig finden sich unter den tauben Samen einige wenige gute vor; ob dies, wie Haussknecht annimmt, immer die Folge von einer Befruchtung des Bastardes mit einem der Eltern ist, möchte ich dahingestellt sein lassen. Auf- fallend ist aber, dass man solche mit wenigen guten Samen erfüllte Kapseln an völlig intermediären Hybriden findet. Von sterilen Samen löst sich die Coma leicht ab und bleibt dann sehr lang zwischen den sich nur wenig zurückrollenden Klappen hängen, soweit die mit tauben Samen erfüllten Kapseln über- haupt aufspringen. Dass in unserer Gattung Rückbastarde häufig auftreten, ist nicht zu bezweifeln. Vornehmlich konnte ich solche Bildungen bei E. obscurum X palustre und E. parviflorum X roseum be- obachten. Hierfür aber binäre Namen aufzustellen halte ich, wie schon erwähnt, für ganz verfehlt. Auch Diagnosen lassen sich nur in einigen Fällen rechtfertigen, sofern man von einer Diagnose verlangt, dass sie wirklich einen praktischen Zweck haben soll. Wie weit den Angaben über Tripelbastarde, die ja recht — 132 — wohl vorkommen können, in der Literatur (ilauben zu schenken ist, kann nicht gesagt werden. In dem von uns besprochenen Gebiet sind mir sichere Tripelbastarde nicht bekannt, wenn- gleich in dieser Hinsicht zweifelhafte Exemplare mir schon oft auffielen. Die von H. de Vries in neuerer Zeit bestrittene stärkere vegetative Entwicklung der Bastarde überhaupt bleibt für die Epilobienbastarde trotzdem bestehen. Ganz besonders auf- fallend ist die starke Vermehrung der Innovationen bei Ba- starden, wodurch diese manchmal ihre Eltern völlig verdrängen. Dies wird von E. obscurum X palustre u. parvitiorum X palustre berichtet, in unserm Gebiet habe ich es auch bei E. parvi- florum X roseum und montanum X obscurum beobachtet. Die starke vegetative Vermehrung der Epilobienbastarde ist der Grund für ihr konstantes Auftreten an Orten, wo sie einmal entstanden sind, und zugleich eine Kompensation für die Un- möglichkeit geschlechtlicher Fortpflanzung. Auch die oft rela- tiv bedeutende Grösse der Blüten, sowie deren Anzahl, des- gleichen die lange Dauer der Blütezeit der Bastarde (man findet sie manchmal noch Ende Oktober in voller Blüte) zeugen von einer den Bastarden in besonderem Grade inne- wohnenden vegetativen Kraft. In Betracht käme hier auch, dass Stengelfasciationen nur von einem Bastard (E. parvi- florum X roseum) bekannt sind, ferner dass anormale Spross- bildungen an Bastarden auftreten. — Seltener finden sich bei Bastarden apetale oder subapetale Formen, bei denen die Fetalen ganz oder fast ganz fehlen. In diesen Fällen ragen dann die Griffel mit der befruchtungsfähigen Narbe weit über die Blütenkrone heraus. Dies konnte ich bisher nur an E. parvi- florum X roseum und E. montanum X parviflorum beobachten. Das Verwelken von Blüten in der Knospe tritt bei überreicher Knospenproduktion auf; ich fand es vor allem bei E. obscu- rum X roseum. Auffallend ist auch die von Haussknecht erwähnte Tatsache, dass verwelkte Blüten oft noch lange dem Ovarium anhaften, ohne abgeworfen zu werden. - 1H3 — C. Verbreitung der Epilobien in Bayern. Man kann die in Bayern und den angrenzenden Ländern vorkommenden Epilobienarten ihrer Verbreitung nach in 2 Grup- pen teilen: 1) in alpine Epilobien, deren hauptsächlichstes Verbreitungsgebiet die (bayerischen) Alpen, in viel geringerem Mass die höchsten Regionen der Mittelgebirge sind, imd die auch nur selten mit den Gebirgsfliisson in die Ebene verschleppt werden und 2) in die Epilobien des Hügel- und Flach- landes, die allerdings bis zu einer gewissen Meereshohe auch im Gebirge anzutreffen sind. Zur ersten Gruppe gehören: E. Dodonaei u. Fleischeri; E. trigonum, alsinefolium, anagallidifolium und nutans. Hier- her zählt auch das nicht mehr im bayerischen Gebiet anzu- treffende E. Duriaei, eine südwesteuropaeische Pflanze, die in den Vogesen ihren östlichsten Standpunkt hat. Von den al- pinen Arten dringt E. Dodonaei mit den Gebirgsströmen am weitesten in die Ebene vor, während es im Gebirg selbst nicht hoch ansteigt, vielmehr von K. Fleischeri, in dem man auch ein nur durch den hochalpinen Standort modifiziertes E. Do- donaei erl)lickt hat, abgelöst wird; doch kommt zuweilen auch E. Fleischeri in die Ebene herab. Haussknecht, der in die- sem lediglich eine kurzgriffelige Form der wasserreichen Hoch- gebirge erblickt, führt selbst einen nahe bei Rosenheim im ITfersand des Simsbaches gelegenen Standort an; ferner wird sogar für die untere Hochebene ein Standort (Kiesgrube zwi- schen Grünzach und Wildpoldsried') angegeben. Von den dem subgenus Euepilobium angehörenden Arten ist E. trigonum mehr präalpin und scheint bei uns nur selten über 1800 m emporzusteigen, während es im Gebiet der oberen Hochebene da und dort vorkommt. Der schon von Prantl als zweifelhaft bezeichnete Standort bei Mitterfels im Baye- rischen Wald dürfte endgültig zu streichen sein; es war dies wahrscheinlich eine Verwechslung mit E. montanum var. verticillatum), wie ich sie vielfach bei den Herbarbestim- mungen fand. E. alsinefolium ist zwischen 1000 und 2000 m in den Alpen verbreitet und innerhalb Bayern nur auf diese beschränkt. Unter 1000 m scheint es nicht häufig herabzugehen, jedoch ') Weishart in Ber. des naturw. Vereins von Angsbnrs XXXTTT (1898) 125. - 184 — kann es zuweilen die Höhe von 200ü m bedeutend über- schreiten; so erwähnt Schröter in seinem „Pflanzenleben der Alpen'' einen Standort von E. alsinefolium in 2750 m Meereshöhe. Von den beiden letzten zur alpinen Gruppe zu stellenden Arten scheint E. anagallidifolium nach Prantl wesentlich höher im Gebirg anzusteigen') als E. nutans. Jedenfalls aber gehen beide nicht selten wesentlich unter 1590 bezw. 1520 m, die Prantl angibt. Auch im Bayerischen Wald kommen sie, wenngleich selten, vor, wogegen die angebhchen Standorte vom Fichtelgebirge für E. anagallidifolium sicherlich falsch sind; auch E. nutans konnte Haussknecht dort nicht ausfin- dig machen. Es liegt wohl eine Verwechslung mit kleinen Exemplaren von P]. palustre vor, wie dies auch für die An- gaben aus dem Buntsandsteingebiet mit Sicherheit anzuneh- men ist. Dagegen ist die Angabe aus der Rhön (schwarzes Moor) neuerdings durch typische E. nutans-Exemplare, die Ade bei Pladungen fand, bestätigt worden. Die Epilobien des Flach- und Hügellande? können wieder in 2 allerdings nicht immer scharf zu unterscheidende Gruppen eingeteilt werden. Das sind einmal die bodenvagen Epi- lobien, die im ganzen Gebiet ziemlich gleichmässig verteilt sind. Dazu gehören: E. angustifolium, hirsutum, parviflorum, montanum, roseum, adnatum, Lamyi und obscurum; auch E. palustre kann noch dazu gerechnet werden, wenngleich es im Jura viel weniger häufig aufzutreten scheint als in den übrigen Gebieten (besonders häufig im Urgebirg). Zweitens die bodensteten Arten, avozu nur E. collinum und lanceolatum zählen. Ersteres ist beschränkt auf das Ur- gebirge (Bayerischer Wald, Pichtelgebirg), auf die vulkanischen Gebirgszüge der Pfalz, sowie des westlichen Unterfranken (hier gern auf Chersantit), ferner auf das Basaltgebiet der Rhön; sehr selten seheint es auf Buntsandstein zu sein. Auch vom bayerischen Bodenseegebiet ist es mehrfach angegeben (Ade). In reinen Kalkgebieten des Jura fehlt es wohl ganz; auch die Angaben vom Muschelkalkgebiet beruhen jedenfalls auf Ver- wechslungen. ') ') In Schrötern ,J'flanzenlcben der Alpen" ist ein Standort von E. annfi^allidifolinm in 2900 m Höhe angegeben. ''j Bisher ist mir nur ein sicherer Standort auf Kalkboden (Dolomit) aus Bayern bekannt geworden. Cfr. die spezielle Beschreibung von E. collinum. — 1 Xy — K. lanceolatum ist eine liaui»tsiichlich im l^heinland ver- breitete xVrt, die häutig in der Pfalz, sehr selten aber im rechts- rheinischen Bayern auftritt. Ihr Vorkommen scheint wie das von E. ooUinum an stark kieselhaltige Böden gebunden zu sein. Besonders gern tritt K. lanceolatum auf vulkanischem Bo- den auf (Porphyr in der Pfalz, Chersantit bei AschafTenl)urg). Interessant ist sein Auftreten im Höllental (Frankenwald), das jedenfalls mit dem Vorkommen in Thüringen zusammenhängt. D. Die systematische Begrenzung der Arten. Es sind in der Gattung Epilobium 4 Paare von Arten vorhanden, die von jeher bei ihrer systematischen Bewertung Schwierigkeiten bereitet haben und auch schon recht ver- schieden behandelt wurden. Es ist dies ein Artenpaar aus dem subgenus Euchamaenerium, E. Dodonaei und Fleischeri, ferner 8 Paare aus dem subgenus Euepilobium, E. montanum und coUinum, adnatum und Lamyi (wobei auch E. obscurum mit in Betracht kommt) und endlich E. anagallidifolium und nutans. Soweit sich meine bisherigen Kenntnisse über diese Arten erstrecken, wobei besonders die beiden nichtalpinen Arten be- obachtet werden konnten, muss ihnen eine wichtige, gemein- same P^igenschaft zugesprochen werden: Wo sie allein, ge- trennt von ihrer Schwesterart in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet') auftreten, zeigen sie in der Regel zu dieser keinerlei Übergänge. So erwähnt schon llaussknecht, „dass auf den Muschelkalkbergen Thüringens, auf denen E. montanum oft weite Flächen überzieht, aber kein E. collinum vorkommt, keine Spur von sog. Übergängen zu linden ist, während sie im Schwarzburgertal, wo beide auf kieselhaltigem Gestein in Menge vorkommen, nicht selten sind. Diese Übergänge können aber, da sie nur an Orten auftreten, wo beide Arten gemeinschaftlich vorkommen, nur durch Kreuzung entstanden sein". Das Gleiche konnte ich in der Regensburger Umgebung beobachten. Bei Tegernheim stossen Jura und Urgebirg aneinander; während man auf ersterem keine Spur von E. collinum (wohl aber in Menge typisches E. montanum) findet, tritt diese Spezies (neben E. montanum) mit dem Moment des Erscheinens des Urgebirgs auf. Trotzdem E. collinum, wie daraus hervorgeht und auch ') Ein solches besitzen insbesondere E. collinum und E. Fleischen. - 136 - schon im vorhergehenden Abschnitt betont wurde, spontan auf reinem Kalkboden fehlt, erhält es sich nach den Crepin- schen Versuchen in der Kultur auf solchen Boden konstant. Die grosse Ähnlichkeit mit E. montanum, sowie die Tatsache, dass E. collinum in der Regel nur auf kieselhaltigen Böden neben typischem E. montanum auftritt, drängen zu dem Schluss, dass wir es mit einer durch Mutation entstandenen, kieselhaltige Böden liebenden Rasse von K. montanum zu tun haben. Es kann nicht geleugnet werden, dass mitunter auch auf Kalkböden Formen von E. montanum auftreten, die oft stark an E. collinum erinnern und von diesen kaum zu unter- scheiden sind; es sind dies zumeist putierte Formen mit kleineren, stumpflicheren Blättern und seltener auch kleineren Blüten, als sonst E. montanum zu besitzen pflegt. Unter- zieht man sich aber der Mühe, Samen solcher Pflanzen aus- zusäen, so erhält man, wie dies bereits Hau sskn echt nach- gewiesen hat und auch durch meine Versuche sich ergab, wieder typische E. montanum -Samenpflanzen. F]rzieht man aus diesen im nächsten Jahr Innovationspflanzen, so wird man beim Vergleich mit Innovationspflanzen von E. collinum nicht mehr den geringsten Zweifel haben. Die Aufrechterhaltung der Artberechtigung von E. collinum, für die auch Hauss- knecht eintritt, dürfte hiermit gerechtfertigt sein. — Auch E. adnatum und Lamyi ist, wo diese Arten ge- trennt auftreten, in der Mehrzahl der Fälle mit Sicherheit zu unterscheiden. Es ist ferner nicht richtig, was Leveilb' in einer Monogr. synth. et Iconogr. du Genre Epilobium pag. 52 sagt: „E. Lamyi est la forme xerophile et montagnardc^ du tetragonum oppose ä l'E. Gilloti'' (d. i. E. obscurum Schreber) Ich kenne schon seit Jahren Standorte von E. Lamyi in Wassergräben, ohne dass dadurcli die konstanten Merkmale dieser Art verloren gegangen wären. Umgekehrt tritt E. obscurum in leicht von E. Lamyi unterscheidbaren Formen auf sehr trockenen Standorten oft in grosser Menge auf, ist überhaupt infolge der völlig verschiedenen Innovationsweise mit diesem nicht zu verwechseln. Dies ist jedoch viel eher der Fall bei E. adnatum, wo diese Art neben E. Lamyi auftritt. In solchen Fällen ist es oft nicht möglich, anzugeben, wo die eine Art aufhört und die andere beginnt, in solcher Fülle sind Übergangsformen vorhanden. Merkwürdigerweise sind sie vollständig fruchtbar, weshalb ich es nicht wage, die- selben als Bastarde anzusprechen, auf keinen Fall als primäre, denn für all(> Kpilobienbastaiclc ist die fast völliu'c Slerililiit der Samen ein sicheres Erkenmingszeiclieii. Ixückkehrende Hybriden weisen meist zum kleinen Teil gute Samen auf; nur in wenigen Fällen habe i('h i)ei solchen die Samen zum grössten Teil entwickelt gefunden, so bei E. (obscurum X palustre) X obscurum. Anderseits hat aber Haussknecht den Bastard E. adnatum X Laniyi von einer Reihe von Fund- orten (auch bayerischen) mit sterilen Samen angeführt, ein wichtiger Grund für die Artberechtigung von E. Lamyi, die ja in letzterer Zeit überhaupt nicht mehr bestritten wurde, von Rouy et Camus in Fl. de France abgesehen, der E. Lamyi als „Forme" ( - unserer subspecies) von E. adnatum ansieht. Eine ähnliche Bewandtnis hat es allem Anschein nach mit dem Artenpaar E. anagallidifolium und nutans, zwi- schen denen Haussknecht ebenfalls Bastarde mit sterilen Samen erwähnt. Wenngleich zugegeben werden muss, dass Herbarmaterial, das in der Regel ohne Innovation aufgelegt ist, die Entscheidung, ob E. anagallidifolium oder E. nutans, manchmal ausserordentlich erschwert, so muss doch auch hier wieder hervorgehoben werden, dass da, wo innerhalb grösserer Gebiete nur eine der beiden Arten auftritt (so z. B. auf dem Arber E. anagallidifolium, auf dem Dreitannenriegel K. nutans), die Unterscheidung eine vollständig sichere ist. Ferner gibt die Art der Innovation, auf die Haussknecht in diesem Fall mit Recht so viel Gewicht legt, in allen Fällen ein sicheres Merkmal ab. Während nämlich E. anagallidifolium zähere, längere Zeit in Verbindung mit der Mutterpflanze bleibende Stolonen hat, lösen sich dieselben bei E. nutans, wo sie zarter aber nicht immer von geringerer Grösse sind, wie Fig. 7 auf Tafel IV erkennen lässt, schon sehr bald los, um durch Wurzelbildung zu selbständigen Individuen sich zu entwickeln. Ferner sind auch die Innovation&blätter beider Arten (Tafel IV Fig. 5 u. 7) wesentlich voneinander verschieden. Aus diesen und andern Gründen kann der Auffassung von Rouy et Camus in fl. de France, wo E. nutans zu einer Form von E. anagallidifolium degradiert wird, keineswegs beigepflichtet werden. Auf die Unterschiede in der Art der Innovation nehmen diese Autoren überhaupt keinen Bezug. Schon konsequenterweise halte ich entgegen der Hauss- knecht' sehen Ansicht das vielumstrittene E. Fleischeri des letzten zu besprechenden Artenpaares, da es manche Ana- loga mit den vorhergehenden Arten hat, fiir ebenfalls art- berechtigt. Meine Gründe hierfür sind kurz folgende: Das Verbrei- tungsgebiet von E. Pleischeri ist von dem des E. Dodonaei verschieden; dass in gewissen Gegenden beide Arten in zahl- reichen Mittelformen auftreten, ist ebensowenig ein Hinderungs- grund für die Artberechtigung wie in den vorher erwähnten Fällen. Durch zahlreiches Herbarmaterial habe ich mich da- von überzeugen können, dass in hochgelegenen und infolge- dessen isolierten Standorten jederzeit typische, von E. Dodonaei unschwer zu unterscheidende Exemplare von E. Fleischeri auftreten. Wenn Haussknecht dasselbe nur als mittel- griffehge Form von E. Dodonaei bezeichnet, halte ich die Entgegnung von Fick in der Kochschen Synopsis 6. Auflage, dass doch ein grosser Unterschied zwischen den verschieden- grifteligen Formen von Lythrum und E. Dodonaei sei, da letzterem noch ein anderes Verbreitungsgebiet, ein anderer Habitus und sonstige abweichende Merkmale zukämen, für nicht unzutreffend. Bastarde zwischen E. Dodonaei und Fleischeri sind allerdings noch nicht bekannt geworden, nach- dem Haussknecht die von Prantl in D. Bot. Monatsschrift l (1885) 3 als angebliche Bastarde beschriebenen Exemplare sicherlich mit vollem Recht für Mittelformen hält. Vielleicht fehlt den Arten des subgenus Euchamaenerium die Möglich- keit der Bastardbildung überhaupt. E. Bestimmungstabellen. *) 1. Bestimmangstabelle der Subgenera. A. Rhizom ausdauernd; unterirdische Stocksprosse sich nicht von der Mutterpflanze lostrennend und nicht wurzelnd; Blätter fast stets zerstreut; Kelch meist gefärbt, tief 4teilig, Kelch- röhre fast 0; Kronenblätter kreuzförmig, flach ausgebreitet, ganzrandig oder schwach ausgerandet, Blütenröhre fast fehlend Staubblätter einreihig, am Grunde verbreitert, herabgebogen •) Ihr Gebrauch ist sehr einfach: Zuerst wird mittels B. T. 1 das subgenus bestimmt. Gelangt man hierdurch auf Untergattung I, so geht man auf B. T. 2 über, gelangt man aber auf Untergattung II, so geht man zunächst auf B. T. 3, worauf man, je nachdem man das zu Bestimmende unter A, B oder C einreiht, ß. T. 4, 5 oder 6 benützt. ^ 18!) - Grillt'l ubwartsgekrlimmt, unten meist behaart; Xail»en 4teilig mit abstehenden, später zurückgekriimmten Zipfehi: Untergattung I. Euehaniacueriuin ') l\ouy et Catn. (~ Sektion I. ( 'hauKUMierionuin 'l'auseli). B. Pflanzen, die durch Innovation während und nach der Fdüte zeit eine ausdauernde (Irundachse hervorbringen; im llcMbste oder Winter findet die Lostrennung der Innovationsorgane von der Mutterpflanze statt; untere und mittlere Blätter in der Regel gegenständig, nur bei E. trigonum meist 3 quirlig, obere Blätter wechselständig; Kelch mindestens ohne auffal- lende Färbung, fast immer grün, Kelchröhre vorhanden; Kron- blätter 2 spaltig, Blumenkrone trichterförmig; Staubblätter 2- reihig der Kelchröhre und dem Schlund eingefügt, am Grunde nicht verbreitert, fadenförmig, aufrecht; Griffel ebenfalls faden- förmig, aufrecht, am Grunde nie behaart; Narbe vierteilig oder verwachsen: Untergattung IL Euepilobium^) Rouy et Uam. (= Sektion IL Lysimachion Tausch). 2 Bestimmungstabelle der Arten der Untergattung Euchamaenerium Rouy et Garn. A. Blätter meist lanzettlich, von dünner Konsistenz, mit Adern unterseits; Kronblätter benagelt, verkehrt-eiförmig; Samen ohne Papillen: E. angustifolium L. B. Blätter lineal bis lineal-lanzettlich, starr, unterseits ader- los; Kronblätter sitzend, elliptisch -länglich, nagellos: Samen papillös. I. Stengel aufrecht; Blätter meist ganzrandig, angedrückt kurzhaarig; Kelch blassrot; Griffel so lang als die längeren Staubfäden, an der Basis bis zu '/s zottig behaart, schwachge- krümmt: E. Dodonei Vill. IL Stengel niedergestreckt oder aufsteigend; Blätter meist drüsig gezähnelt, kahl; Kelch tiefpurpurn; Griffel nur so lang •) Von eu = gut; charaai niedrig: nerion Oleander. ') Von eu =r gut; upi - auf; lobion — Schote. ^- 140 -' als die kürzeren Staubfäden, etwa bis zur Hälfte zottig behaart, stark nach abwärts gekrümmt: E. Fleischeri Höchst. 3. Bestimmungstabelle der Sektionen der Untergattung Enepilobium Rouy et Garn. A. Narbe im entwickelten Zustand mit 4 deutlich sternför- mig abstehenden Zipfeln; Stengel cylindrisch, ohne erhabene Längslinien: Sektion I. Schizostigma Hk. (als Divisio). B. Narbe keulenförmig, nie ausgebreitet selten bei E. palu- stre, alsinefolium und E. roseum (?) ) ganz oberflächlich ein wenig geteilt; Stengel mit Ausnahme von E. palustre L. mit herablaufenden Längslinien + deutlich versehen: Sektion IL Systigma Hk. (als Divisio). [C. Die Narbe nimmt eine Mittelstellung zwischen A. und B. ein; Zipfel + miteinander verwachsen: Bastarde aus A X B entstanden]. 4. Bestimmungstabelle der Arten und Bastarde der Sektion Schizostigma Hk. A. Samen verkehrt-eiförmig, an der Spitze abgerundet, ohne durchscheinenden Fortsatz. L Blüten gross, 10—15 mm und darüber; Stengel mit kürzeren Drüsenhaaren und längeren, einfachen Haaren be- setzt; Pflanzen von meist bedeutender Hölie (bis 1,5 m und mehr); ± verlängerte, unterirdische oder halbunterirdische Ausläufer. 1. Blätter sitzend oder doch nur ganz kurz gestielt, meist etwas stengelumfassend. «) Ausläufer kürzer, gedrängter, halbunterirdisch, mit lau- bigen Niederblättern schon am Ende der Blütezeit; nur die grösseren Blattzähne hakig nach vorwärts ge- krümmt. a) Ganze Pflanze t weichhaarig: Blätter schmal-lanzett- lich, schwach gezähnt: - 141 -- Fi. liirsutuni L. X y)ar viflorum Schrei). I)) I^llanze viel schwächer l)ehaart; Blätter ' hreit- lanzetthcli, manchmal etwas gestielt, stark «gezähnt: E hirsutum L. X montanum L. ß) Ausläufer sehr verlängert, unterirdisch, ileischig, am Ende der Blütezeit in der Regel noch ohne laubige Niederblätter; fast alle Blattzähne hakig nach vorwärts gekrümmt: E. hirsutum L. 2. Blätter mit keiliger Basis in den deutlichen Stiel ver- laufend: * E. hirsutum L. X lanceolatum Seb. et Mauri.i) II. Blüten kleiner, 5—10 nmi; Stengel fast nur mit ein- fachen, nichtdrüsigen Haaren besetzt, bei zweierlei Behaarung die kürzeren nicht drüsig; Pflanzen selten über 0,6-0,7 m hoch; Innovation meist rosettig, nie unterirdische Ausläufer. 1. Stengel nur mit kurzen, gekrümmt anliegenden Haaren besetzt. o) Zur Blütezeit am Wurzelhals Stockknospen, die sich später an der Spitze meist etwas rosettig ausbreiten; Blätter in der Regel kurzgestielt. a) Blätter deutlich gezähnt. aa) Blätter meist über die Stengelmitte hinaus gegen ständig, dünn, grasgrün, scharf gezähnt; Knospen kurz bespitzt: E. montanum L. bb) Meist nur die untersten Blätter gegenständig, ent- fernt geschweift -gezähnt, kleiner, stumpflicher, graugrün, derb; Knospen ohne Spitzchen: E. collinum Gmelin. cc) Blätter kleiner als bei E montanum, entfernter gezähnt; Blüte und Narbe kleiner; Samen grössten- teils unfruchtbar: E. collinum Gmelin X montanum L. b) Blätter ganzrandig: * E. hypericifolium Tausch. ß) Zur Blütezeit am Wurzelhals + verlängerte Rosetten mit laubigen Niederblättern; Stengelblätter an der Basis keilförmig verschmälert, + lang gestielt, a) Rosetten wenig verlängert; Blätter kürzer gestielt, nur schwach keilförmig verschmälert; Blütenknospen etwas nickend, aa) Blüten grösser; Blätter spitzer, kiu-z gestielt: n * = in Bayern bish:'r noch nicht autgefiindon. ^ ^ 10 — 142 - E. lanceolatum Seb. et Maur. X montaniimL. bb) Blüten klein, oft sehr klein; Blätter stumpflich, länger gestielt: E. lanceolatum Seb. et Maur. X collinum Gmel. b) Rosetten bedeutend verlängert; Blätter sehr lang ge- stielt; Blütenknospen immer aufrecht; ganze Pflanze stark blaugrün: E. lanceolatum Seb. et Mauri. 2. Stengel mit kürzeren, gekrümmt anliegenden Kraushaaren und längeren abstehenden Haaren oder nur mit letzteren besetzt. «) Rosetten am Wurzelhals kaum verlängert. a) Blüten imd Blätter grösser, Knospe kurz bespitzt: E. montanum L. X parviflorum Schreb. b) Blüten und Blätter kleiner; Knospe stumpflich: E. collinum Gmel. X parviflorum Schreb. /?) Rosetten am Wurzellials anfangs sitzend, aber schon bald bedeutend verlängert. a) Blätter in der Regel nur kleine, schwielige Zähnchen tragend, mit breiter Basis sitzend: E. parviflorum Schreb. b) Blätter stärker gezähnt, mit keilförmiger Basis in den ziemlich langen Stiel verschmälert: * E. lanceo- latum Seb. et Mauri X parviflorum Schreb. B. Samen + verkehrt-eilänglich, beidendig (an der Spitze in den kurzen, durchscheinenden Fortsatz) verschmälert. 1. Pflanze mit unterirdischen, bis etwa 1 dem langen Stocksprossen, die mit schuppenförmigen , zahlreichen Nieder- blättern besetzt sind: * E. Duriaei Gay. JI. Stocksprosse bedeutend verkürzt, Niederblätter an der Spitze etw^as laubartig werdend; Anhängsel an der Spitze des Samens sehr klein: * E. Duriaei Gay X montanum L. 5. BestimmuDgstabelle der Arten und Bastarde der Sektion Systigma Hk. A. Samen beidendig + spindelartig verschmälert, durch- scheinender Fortsatz an der Spitze meist vorhanden. I. Samen mit deutlichen Papillen gleichmässig dicht besetzt. - 14:5 ^ Biattrand nie uingerollt; horablaufende Linien am Stengel sehr deutlich. «) Mittlere Stengelblätter deutlich gestielt, Sekundärnerven auf der Blattunterseite stark hervortretend; Drüsen im Blütenstand sehr zahlreich: * E. roseum Schreb. X trigonum Schrank. ß) Mittlere Stengelblätter sitzend, Sekundärnerven blatt- unterseits nicht besonders hervortretend; Drüsen im Blütenstand weniger zahlreich. a) Die Innovation besteht in unterirdischen, mit schup- pigen Niederblättern besetzten Stockknospen; Blüten gross: K. trigonum Schrank. b) Die Innovation besteht in ^ oberirdischen, kurzen, dicken Stolonen mit teilweise laubigen Niederblättern ; Blüten erheblich kleiner: * E. obscuruni Schreb. X trigonum Schrank. . Blattrand + umgerollt; herablaufende Linien am Stengel schwach angedeutet oder ganz fehlend, ß) herablaufende Linien immer vorhanden, wenngleich in der Regel schwach; Blätter stärker oder schwächer gezähnt; Stolonen entweder ohne Gemme oder, wenn solche vorhanden, dann erstere äusserst kurz. a) Stolonen am Ende ohne Gemme nur mit rosettig an- geordneten Blättern; Stengelblätter schmal, + sitzend. aa) Stolonen kurz, am Ende eine gedrängtblätterige Rosette tragend; Stengelblätter etwas herablaufend, deutlich gezähnt: E. adnatum Griseb. X palustre L. bb) Stolonen lang und dünn mit lockerer Rosette am Ende; Stengelblätter kaum gestielt und schwach gezähnt, nicht herablaufend: E. obscurum Schreb. X palustre L. b) Stolonen von einer grossen Gemme begrenzt, kurz und dünn; Stengelblätter wesentlich breiter, deutlich gezähnt, sitzend oder gestielt. aa) Blätter deutlich gestielt, ohne Glanz, nie 3 wirtelig angeordnet; Blüten klein: E. palustre L. X roseum Schreb. bb) Blätter sitzend, meist glänzend, oft 3 wirtelig am Stengel stehend; Blüten gross: * E. palustre L. X trigonum Schrank, b) Heraublaufende Linien völlig fehlend; Blätter ganz- 10* - 144 -^ randig; lange fädliche Stolonen von einer etwa hasel- nussgrossen Gemme begrenzt: E. palustre L. II. Samen entweder ganz glatt oder unregelmässig mit flachen Papillen besetzt. 1. Herablaufende Stengellinion oft kaum angedeutet; Blätter kaum gezähnelt, Blattrand etwas umgerollt; Stolonen lang und dünn. «) Blätter etwas keilig in den sehr kurzen Blattstiel verschmälert, ganz schwach entfernt gezähnt, etwas breiter; Blüten gross: E. alsinefolium Vill. X palustre L. ß) Blätter etwas keilig verschmälert, fast sitzend und ganz- randig, schmäler; Blüten kleiner. a) Blätter schmäler; Kapseln stark flaumig behaart; Drüsenhaare mehr zurücktretend: * E. nutans Schmidt X palustre L. b) Blätter etwas breiter; Kapseln weniger flaumig; Drüsenhaare zahlreicher: * E. anagallidifolium Lam. X palustre L. 2. herablaufende Linien am Stengel immer deutlich vor- handen; Blätter + gezähnelt, Blattrand nie umgerollt; Stolonen kürzer und dicker, u) Stolonen unterirdisch oder halbunterirdisch, daher Nie- derblätter nicht laubig; Blätter breiter; Blüten grosser. a) Blätter nur schwach gezähnelt, klein; herablaufende Stengelli-nien wenig erhaben. aa) Innovation ganz unterirdisch; Blätter eiförmig bis eilanzettlich; Kapseln kahl, spärlich drüsig: E. alsinefolium Vill. bb) Innovation halboberirdisch: Blätter schmäler; Kap- seln kahl, stärker drüsig: E. alsinefolium Vill. X anagallidifolium Lam. cc) Innovation halboberirdisch; Blätter schmäler; Kap- seln schwach flaumhaarig drüsig: E. alsinefolium Vill. X nutans Schmidt, b) Blätter stärker gezähnelt, grösser; herablaufende Stengellinien stärker. aa) Mittlere Stengelblätter sitzend oder fast sitzend, oft dreiquirlig; Blüten ansehnlich: E. alsinefolium Vill. X trigonum Schrank, bb) Mittlere Stengelblätter lang gestielt, nie 3 quirlig; Blüten viel kleiner: - 14-, — Fj. alsinefoliuin Vill. X roseuin Stlireb, {i) Stolonen immer oberirdisch und somit die Niederblätter luubi«»': Blätter schmal; Blüten klein. a) Stolonen ziiher, lange mit der Mutterpflanze in Ver- bindun - I. herablautende Linien ±^ deiillicli vorhanden, nie ganz fehlend; Blattrand nie umgerollt. 1. Samen ungleichmässig schwächer papillös; Blätter in der Hegel gegenständig. ö) Blätter stärker gezähnt; Stengel besonders im untern Teil kahl, oben etwas behaart. a) Blätter kleiner, stumpflicher; Blüten kleiner: * E. alsinefolium \'ill. X collinura Gmel. b) Blätter grösser, mehr zugespitzt; Blüten grösser: E. alsinefolium Vill. X montanum L. ß) Blätter (wenigstens mittlere und untere) schwächer ge- zähnt: Stengel unterwärts deutlich flaumig: E. alsinefolium Vill. X parviflorum Schreb. 2. Samen gleichmässig stark papillös; Blätter zu 8 am Stengel oder alternierend, stark gezähnt: E. montanum L. X trigonum Schrank. II. Herablaufende Linien völlig fehlend; Blattrand etwas umgerollt. 1. Stengel im untern Teil kahl; Blätter + gestielt, stärker gezähnt, breiter. o) Blätter kurz gestielt, fast sitzend; Stolonen sehr dünn und kurz, am Ende mit grosser Gemme. a) Blüten kleiner, ebenso die stumpflicheren Blätter: E collinum Gmel. X palustre L. b) Blüten grösser; Blätter grösser, mehr zugespitzt: E. montanum L. X palustre L. ß) Blätter ziemlich langgestielt, keilförmig in den Stiel verschmälert; Stolonen länger am Ende mit lockerer Rosette: E. lanceolatum Seb. et Maur, X palustre L. 2. Stengel auch unterwärts flaumig behaart; Blätter sitzend, kaum gezähnt, schmal: E. palustre L. X parviflorum Schreb. F. Reihenfolge der besprochenen Arten und Bastarde. L E. angustifolium L. 2. E. Dodonaei Vill. 3. E. Pleischeri Höchst. 4. E. hirsutum L. ^' V r X Lamvi F. Schultz. — 150 — E. hirsutiim L. X montamim L. E. „ r X parviflorum Schreb. 5. E. parvifloriim Schreb. E. „ »X roseum Schreb. (). E. montanum L. E. „ .. X obscurum Schreb. E. ,. „ X palustre L. E. „ ,. X parviflorum Schreb, E. ^ „ X roseum Schreb. E. „ „ X trigonum Schrank. 7. E. colHnum Gmel. E. „ ,, X laiiceolatum Seb. et Mauri. E. „ „ X montanum L. E. ,, „ X obscurum Schreb. E. „ „ X pahistre L. E. „ „ X parviflorum Schreb. E. „ ., X roseum Schreb. 8. E. lanceolatum Seb. et Mauri. I^- V „ X montanum L. E- „ „ X obscurum Schreb. 9. E. adnatum Griseb. E. ,, „ X hirsutum L. E. ^ ;, X Lamyi F. Schultz. E. „ „ X obscurum Schreb. E. „ ,, X palustre L. E- V « X parviflorum Schreb. E- ,, „ X roseum Schreb. 10. E Lamyi F. Schultz E. „ „ X lanceolatum Seb. et Mauri. E. „ ,, X montanum L. E. .. ,, X parviflorum Schreb. E. „ „ X roseum Schreb. 11. E. obscurum Schreb. E- ,. r X palustre L. E. „ ^ X parviflorum Schreb. E. „ „ X roseum Schreb. 12. E. roseum Schreb. 13. E. palustre L. E. „ „ X parviflorum Schreb. E. ,, „X roseum Schreb. 14. E. trigonum Schrank. 15. E. alsinefolium Vill. — l.*)! - E. alsinefülium Vill. X anagallidifolium Lam. E. ^ ;» X montanuni L. E. „ ^ X nutans Schmidt. E. „ n X palustre L. E. y, «X purvillorum Schreb. E. „ • «X roseum Schreb. E. „ ., X trigonum Schrank. 16. E. anagallidii'üliuin Lam. 17. E. nutans Schmidt. 1. E. angustifolium Linne. Spec. i)lant. (1753) 347. Syn. Chamaenerion angustifolium Scop. Carn. ed. 2, (1772) 271 No. 455. E. spicatum Lam. Fl. Fr. III. (1778) 482. E. Gesneri Vill. prosp. (1779) 45. E. persicifolium Vill. bist. Dauph. (178B) I, 328. E. latifolinm Roth. tent. fl. germ. (1789) H, 434. Chamaenerion multiflorum Spach bist. nat. (1835) IV, 396. Chamaenerion maximum Ruprecht in Fl. Ingr. (1860) 357. E. neriifolium Levl. Oenoth. frang. (1896) 7. E. soboles hypogaeos carnosos pallidos edente, foliis inno- vatoriis kataphylloideis') sparsis obsitis. Caule tereti vel leviter angulato, erecto vel adscendente, simplici, rarius ramoso, saepe piirpurascente, plerumque glaberrimo. Foliis sparsis, rarius lusu oppositis vel subverticillatis, oblongo- vel lineari-lanceolatis, accuminatis vel cuspidatis, sessilibus vel breviter petiolatis, basi abrupte rotundatis vel + sensim. angustatis, margine sub- revolutis, denticulis minimis callosis, subtus glaucescentibus, nervo raedio supra leviter canaliculato, subtus cum venis numerosis prominente, foliis caulinis sensim vel rarius subito transeuntibus in bracteata floralia apice subulata.^) Racerao terminali multifloro, basi plerumque foliato, superne bracteato. Alabastris-^) obovoideis abrupte apiculatis vel oblongis apicem versus sensim angustatis. Floribus speciosis; petalis pur- pureis, rarius albis, obovatis, unquiculatis, rotundatis, basi- cuneato vel abrupte angustatis, directione irregulari, inferiori- bus 2 minoribus subreflexis et inter se divaricatis. Calycis laciniis lineari-lanceolatis, extus rubescentibus, tenuissime ') „Niederblattartig". ') ^Pfriemeniörmig". ^) ^Knospe". — 152 - pubescentibus, petalis fere aequantibus. Filamentis basi dila- tatis convergentibus, antheris oblongis; stylo basi plerumque pilosiusculo, in parte media superiori antrorsum declinato; styg- mate quadrifido, lobis ') ante anthesin conniventibus, demmii revolutis. Capsulis saepe erubescentibus, pilis brevissimis dense vestitis, valyis-) post dehiscentiam ^) parum revolutis. Seminibus oblongis, untrinque attenuatis, testa glaberrima. (Haussknecht.) Blüht von Ende Juni bis Mitte September. Entwicklung der Samen- nnd Innovationspflanze. Der Same, der sich durch seine glatte Schale auszeichnet, keimt, indem das Würzelchen an dem mit der Koma nicht besetzten Ende die Testa durchbricht und mit anfänglich schwacher Krümmung sich hervorschiebt. In diesem Zeit- punkt ist die Koma meist noch vorhanden. Die sich mit der Zeit mehr und mehr krümmende Radicula weist an ihrer Spitze eine verdickte, papillöse Partie auf, die kurz hinter der Spitze mit einem wulstartigen Ring abschliesst. Nach Haussknecht verschwindet diese Bildung später wieder. Über das Aussehen der jungen Keimpflanze und deren weitereEntwicklung zur aus- gewachsenen Samenpflanze ist meines Wissens Näheres nicht bekannt. Von grossem Interesse wäre ein Vergleich der Ent- wicklung von Keimpflanzen des Subgenus Euchamaenerium und Euepilobium. Ferner wäre zu untersuchen, wie weit sich die Pflanze im ersten Jahr entwickelt, ob sie bereits blüht, Innovationen bildet usw. Letzteres erscheint mir wahrschein- lich, wenn man die rasche Verbreitung auf Kahlflächen be- denkt. Die Innovation entsteht meist im September in Form von Adventivknospen. Diese entAvickeln sich an dem peren- nierenden Wurzelstock mit seinen oft horizontalen Wurzel- ästen und böstehen aus dachziegelig angeordneten, fleischigen Niederblättern, die oft rotbraun gefärbt sind. Nerven sind auf denselben bereits entwickelt; besonders stark der nicht ganz bis zur Spitze reichende Mittelnerv, von dem die + kurzen und nicht bis zum Rande reichenden Seitennerven entspringen Diese Knospen entwickeln sich nun mit der Zeit zu langen Stocksprossen, die bei massiger Stärke rund, fleischig, blass ') r(Narben)zipfel". '') „Klappe". 'j „Aufspringen". — |:).i oder rötlich sind. Sie weisen ferner ein zugespitztes Finde auf, sowie entfernte, zarte und dünne Niederhliitter, \ mm breite, etwas entfernt gezähnelte Elätter. Diese beiden Formen weisen natürlich Übergänge auf, sie finden sich da und dort vor. Ganz kahle Pflanzen (f. glabrescens Hk.) sind Standortsformen ohne Konstanz; f. canescens Hk. ist auf die südlichen Gebiete beschränkt. Eine sehr auffallende Form, die wohl im Gebiet vor- ') ^diclit". - 1r,{) - kommen könnte, ist var. elatum Gandoger mit einem etwa Y, m u. mehr hohen, aufrechten Stengel vnul Blättern der f. longifolium Hk. R. Dodonaei Vill. ist eine alpine oder fast praealpine Art, die gern im Kies der AlpenfUisse auftritt und mit ihnen nicht selten weit verschleppt wird. So ist auch das Auftreten auf der Insel Ketsch bei Mannheim zu erklären, meines Wissens das nördlichste hinsichtlich der alpinen Abstammung. Im bayeri- schen Anteil der Alpen ist E. Dodonaei immerhin als selten zu bezeichnen: Aa: Mädelegabel (Wetzler); Am: Zwischen Garmisch und Schwaigwang, im Werdenfelser Land sparsam (Einsele); As: Steinernes Meer (Sendtner); Hb: Im westlichen Grenzgebiet (Argeauen) nahe der Mündung (Prinzessin Marie); Kiesplatz am „Schwarzen See" bei Lindau (Ade!); Ho: Illergries unterhalb Ferthofen 580 m (Holler!); Illerkies bei Volkratshofen 590 m (Holler); Illerkies bei Memmingen 600 m (Huber); Zwischen Monau und Rosenheim im Simsbachkies (Hoppe). Der von Prantl angegebene Standort „Südbahnhof bei München** ist nunmehr zu streichen. Nach Schultz ist E. Dodonaei ausgeprägt proterandrisch und infolgedessen in der Regel allogam. Spontane Selbstbe- stäubung ist sehr selten. Honig ist reichlich vorhanden. 3. E. Fleischen Hocbstettcr. in Bot. Ztg. (1826) 85. Syn: E. angustifolium y) L. spec. pl. (1753) 347. E. rosmarinifolium ß) alpinum Lam. et D. C. Fl. Fr. (1815) V, 421. E. angnstissimum Rchb. ic. IV (1826) 33 No. 523. E. Dodonaei p') prostratum Gand. PI. helv. HI (1828) 9 No. 867 ß. E. crassifolium Nym. Syll. Eur. (1854) 203. E. Dodonaei ;) Fleischeri Hk. Monogr. Epil. (1884) 51. E. Dodonaei „Forme" E. Fleischeri Rouy et Cam. in PI. de Fr. (1901) VII, 171. E. Dodonaei var. Nikaense Burnat in PI. des Alpes maritimus (1901) 3, II, 175. Caulibus numerosis prostratis vel basi decumbentibus subtortuosis, basi sublignescentibus, spithamaeis vel pedalibus, 11* — 160 — nitidis glabris vel superne pilis crispulis brevissimis tenuiter obsitis, saepe in axillis foliorum ramulos nondum evolutos ge- rentibus. Poliis crassiusculis sessilibus, lanceolatis vel lineari- lanceolatis, plerumque infra medium dilatatis, laete viridibiis, concoloribus, glabris, 21/2—^ cm longis, o— 5 mm latis, saepis- sime calloso denticulatis. Racemo ±_ paucifioro. Alaba- stris obovoideis, obscure viridibus vel purpurascentibus glabre- scentibus, breviter abrupteque apiculatis vel oblongis sensim apiculatis, fere dimidip angustioribus. Filamentis purpureis, antheris cinereis; stylo crassiusculo, staminibus dimidio bre- viore, ad medium usque, ubi flectitur albo-villoso, declinato. Capsulis junioribus dense .albo-tomentosis,adultis erubescen- tibus, adpresse pilosiusculis, 3—5 cm longis. (Haussknecht.) Blüht von Ende Juli bis Mitte September. Haussknecht führt zwei gut unterscheidbare Formen auf, die für Bayern noch näher festzustellen wären: a) f. stenophyllum Hk. mit schmallinealen, zugespitzten nur 1 — 3 ram breiten, ganzrandigen oder am Rande mit zahl- reichen, punktförmigen Schwielen versehenen Blättern, läng- lich-schmalen, allmählich zugespitzten Knospen, die blassrosa angehaucht; länglichen, nur 5— (5 mm breiten Blütenblättern. So im Geröll der Alpenflüsse. b) f. platyphyllum Hk. mit Blättern, die unterhalb der Mitte sich verbreitern, stumpflich, 5- 6 mm breit und am Rande mit stumpfen, sehr entfernt angeordneten Schwielen versehen sind. Die Knospen sind von eiförmiger Gestalt, dicklich, dun- kelgrün, plötzlich kurz zugespitzt, die Blütenblätter verkehrt- eiförmig, 10 — 12 ram breit und nur ebenso lang. So im Glet- schergebiet zwischen Geröll in den Hochalpen. Diese Form scheint die seltenere zu sein. Die gewöhnliche Form: c) f. genuinum Rouy et Cam. steht in der Mitte zwi- schen a u. b. Die Grössenverhältnisse der Stengelblätter sind in der Länge 18—30 mm, in der Breite 2—4 mm. E. Fleischeri ist auf das alpine und präalpine Gebiet beschränkt; nur selten dringt es mit den Flüssen in die Hoch- ebene vor. Aa: Auf Kiesbänken des Eckerbaches bei Hinterstein auf Dolo- mit 900 m; auf Kiesbänken der Ostrach bei Hindelang (Holler!); bei Hinterstein und Hindelang (Weinhart); im Oytal bei Obersdorf (Semler!); Elbigenalp unweit der bay- erischen Grenze (Gross!) 11)1 Am: im Kies des Ijahnerwiesgrabens bei Garinisch (Einselej. Ob noch jetzt? Partenkirchen im Hb. Aschaffenburg (Schonger!). As: ? Steinernes Meer (Hegi). Hb: nahe der Grenze im Kiese der Bregenzerache (Sauter). Ho: im Ufersand des Simsbaches zwischen der Monauer Mühle und dem Inn bei Kosenheim (Hoppe sub E. rosmarini- iblium mixtum cum E. Dodonaei). Kiesgrube zwischen Günzach und Wildpoldsried (Weinhart) 4. E. hirsutum Llnne. Spec. pl. (1753) :U7 No. 8 (excl. ,:<). Syn. E. amplexicaule Lam. Fl. Fr. (1778) 1077 No. :}. E. grandiflorom Weber ap. Wigg. prim. fl. Hols. (1780) 30 No. 318; Roth, tent. germ. (1788) I, 167; Fl. Wetter. (1800) n, K). E. villosum Thanbg. prodr. (1794) 75. E. aquaticum Thuill. Fl. Paris (1799) ed. 2, 191. E. jam florendi tempore soboles valde elongatas edente. Gaule plerumque ramoso et stricte erecto, inferne subangu- loso ob nervum intermedium excurrentem , ceterum tereti, pilis longioribus simplicibus patentibus, superne pilis breviori- bus glandulosis immixtis + villoso, rarius toraentoso eglan- duloso vel pilis glandulosis tantum obsito vel subglabrescente. Foliis sessilibus amplexicaulibus, intermediis breviter fohaceo decurrentibus oblongis usque anguste-lanceolatis, rarius ovatis vel ovatis obtusis, subglabrescentibus, glanduloso-villosis vel tomentosis, argute serrulatis vel denticulatis, denticulis ple- rumque inflexis. Alabastris brevissime apiculatis vel obtusis, subglabrescentibus, glanduloso-villosis vel tomentosis. Flori- bus speciosis, usque 2 cm longis, ante anthesin erectis; pe- tahs purpureis obcordatis, valde venosis, obtuse emarginatis, ad basin annulo pilis introrsum directis vestito. Stigmate quadrifido, satis magno, laciniis ante anthesin erecto conni- ventibus , deraum circinato») revolutis. Calycis laciniis lanceolatis, nervosis, breviter apiculatis. Capsulis subgla- brescentibus, glandulosis, rarius tomentosis. Serainibus ob- ovoideis, testa papillis elongatis dense obsita. (Haussknecht.) Blüht im Juli und August. ') „Schneckenförmig eingerollt". — 162 — Entwicklung der Samen- und Innovationspflanze. Die Samenpflanze beschreibt Haussknecht folgender- massen: „Die aus Samen entstandene Pflanze mit einfacher, anfangs vertikaler, später am Wurzelhals gedrehter Wurzel kommt im ersten Jahr nur ausnahmsweise zur Blüte. Sie be- sitzt eiförmige Kotyledonen, die sich in den gleichlangen Stiel verschmälern. Das erste kurz über denselben hervorkommende Blattpaar von oblonger Gestalt mit rundlicher Spitze ist bei unsern Formen völlig kahl und zeigt erst wenig Andeutungen zu Zähnchenbildungen an der in einen kurzen Stiel verschmä- lerten Blattfläche. Beim zweiten längeren und breiteren, noch kahlen Blattpaar läuft die am Rand mit schwieligen Erhöhun- gen besetzte Blattsubstanz bis zur Basis schmal herab und erscheint stumpf zugespitzt; an dem zwischen ihnen befind- lichen, noch kurzen Internodium sind nur zerstreute, einzelne Drüsenhärchen wahrzunehmen, während das zweite Internodium bereits dicht mit kurzen, abstehenden Drüsenhaaren besetzt ist. Beim dritten Paar läuft die am Rande mit deutlichen Zähnchen besetzte Blattsubstanz bereits breit zur Basis herab, während am Rande und auf den Nerven zerstreute, einfache Haare auftreten. Auf dem dritten Internodium zeigen sich bereits zwischen den kurzen, drüsentragenden, über doppelt- längere einfache Haare, womit nun auch die folgenden Blätter eine dichtere Pubescens annehmen. Der Stengel ist in diesem Stadium ziemlich stielrund und zeigt gänzlich geschlossene Blattscheiden, in deren Achseln frühzeitig Blattknospen, die später in Seitenzweige auswachsen, sich entwickeln." Im Juli, wenn die aus Innovation entstandenen Pflanzen zu blühen beginnen, oder im folgenden Monat entwickeln sich die unterirdischen Stocksprosse und zwar bei Reproduktionspflanzen in den Achseln der früheren, nur mehr als Narben erkennbaren Niederblätter (bezw. dicht über der Stelle, wo sie gestanden haben). Diese Sprosse, an denen einer auf T. III, 5 dargestellt ist, entstehen nicht selten zu zweien übereinander; sie zeich- nen sich vor allem durch ihre beträchtliche Länge (bis 30 cm) und Dicke aus, so zwar, dass sie mit andern Innovationen des subgenus Euepilobium nicht zu verwechseln sind. Oft bleiben sie ganz unterirdisch mit blassgelber Farbe; da wo sie zutage treten, sind die Sprosse rötlich überlaufen oder dunkelgrün gefärbt und kürzer, mit entwickelteren Blättern und zahlreicheren Wurzeln versehen. Manchmal findet man 1()8 — auch „Ibergangssprosse", d. h. Mittelzustände zwischen den Ausläufern und Seitenzwei|[?en, die sich von letzteren durch infolge Verkürzung der Inteniodieii rosettig gruppierte Blätter an der Spitze, sowie durch Entwicklung zahlzeicher Wurzel- fasern unterscheiden, wodurch sie zur vegetativen Fortpflanzung geschickt sind. Solche wurzelnde t'Jbergangssprosse ersetzen nicht selten die echten Stocksprosse, kommen aber auch neben diesen vor. Auch die im Wasser gebildeten Vermehrungs- sprosse sind kürzer und mit mehr entwickelten Niederblät- tern besetzt; ebenso sind auch die Wurzelfasern zahlreicher. An tlen unterirdischen Sprossen sind die Niederblätter dünn und von blassgelber Farbe, an der Basis scheidenartig ver- breitert. Ferner sind sie dekussiert angeordnet und wegen des sich fortsetzenden Mittelnervs erscheint der Spross inner- halb eines Internodiums zweikantig, im ganzen aber infolge der dekussierten Blattpaare vierkantig. In ihren Achseln fin- den sich kleine, zwiebelartige Knospen vor. Die im allge- meinen grossen Internodien sind in der Mitte des Vermeh- rungssprosses länger als an beiden Enden. Der Hauptspross kann sich übrigens auch verzweigen und Seitensprosse aus den Niederblattachseln treiben, die sich völlig gleich verhal- ten. Im Verlauf des Herbstes entwickeln sich an der Spross- spitze, die gegen die Erdoberfläche schief aufwärts wächst, Niederblätter in gedrängter Anordnung, dicklicher Konsistenz und dunkelgrüner Färbung, einer Rosette ähnlich. In diesem Zustand überwintert der Vermehrungsspross, stirbt an der Basis ab und bewurzelt sich reichlich, wodurch er selbständig wird, wie dies T. III, (3 zeigt. Der untere Teil wird nun zu einem starken, holzig-aufsteigenden Rhizom, und es entstehen Wurzeln sowohl aus den Niederblattachseln als auch aus der Interstitienfläche. Der obere Teil des Vermehrungssprosses mit den gedrängten halboberirdischen Niederblättern entwickelt sich nun zum Stengel. Derselbe ist im untern Teil etwas kantig infolge der auslaufenden Blattmittelnerven, mit meist grüner, dann gelblich glänzender, kahler Epidermis bedeckt, die sich in kleinen Stückchen von der unter ihr liegenden Gewebeschicht ablöst und wieder erneuert. Kurz vor und während der Blütezeit fängt nach Haussknecht der vorher mit Mark erfüllte Stengel an sich zu höhlen. Die untern Stengelblätter sind wie die übrigen sitzend und zwar mit sich berührenden Scheiden. Weiterhinauf trennen sich die Scheidenränder, wodurch die Blätter herabzulaufen scheinen. — 164 - Späterhin verschwinden die übrigens kaum erhabenen Schei- den und die Blätter erscheinen dann halbstengelumfassend. Die Behaarung des Stengels ist in der Regel eine doppelte: gerade bis schwach gekrümmte, dickwandige und einfache Haare sind mit kürzeren, manchmal etwas spiralig gedrehten Drüsenhaaren mit dünner Wandung gemischt. Formen von grösserem systematischen Wert. A. Stengel mit kürzeren Drüsenhaaren, denen + lange einfache Haare eingestreut sind, besetzt. Im obern Teil des Stengels verschwinden die längeren Haare oft ganz. Blätter zerstreut behaart, auf den Nerven, vor allem auf dem Mittel- nerv unterseits + dicht mit langen Haaren besetzt. Kapseln meist nur Drüsenhaare tragend: var. « vulgare Hk. I. Blätter länglich bis länglich-lanzettlich, kürzer zugespitzt und an der Basis nicht so stark keilig verschmälert: f. a. oblongifolium Hk. II. Blätter breit-elliptisch bis eiförmig, schwächer gezähnt, im untern Teil des Blattes fehlen die Zähne oft völlig, Basis keilig verschmälert: f. b. obovatum Hk. III. Blätter lanzettlich, gegen die Spitze zu lang zugespitzt: f. c. lanceolatum Hk. B. Stengel nur mit Drüsenhaaren besetzt, längere, ein- fache Haare fehlend; Blätter ziemlich kahl: var. ß adeno- caulon Hk. (var. subglabrum Koch). Hierher dürfte auch E. nervifoliura Borb. zu ziehen sein (=; f. oblongifolium Hk. sf. parviflorum Hk.) C. Stengel dicht mit längeren Haaren besetzt, die eben- falls vorhandenen, kürzeren Drüsenhaare an Menge bei weitem übertreffend; Blätter beiderseits zottig: var. ;' villosum Hk. (var. villosissimum Koch). Um Wiederholungen zu vermeiden, sind die Formen a, b und c nur unter var. « aufgeführt; selbstverständlich kommen auch bei den zwei andern Varietäten diese 3 verschiedenen Blattformen vor. E. hirsutum ist eine durch die Höhe ihres Stengels und die Grösse ihrer Blüten ausgezeichnete, weit verbreitete Pflanze. Sie liebt feuchte bis nasse Stellen, Flussufer, Wassergräben in Wiesen und Mooren, kommt jedoch auch auf ziemlich trockenen, lichten Abhängen da und dort vor. Fehlt in den mittleren und höheren Alpenregionen völlig; in den Tälern und Vorbergen der Alpen selten As: Berchtesgaden und Reichenhall (Prantl), — Ulf) — Lützelbachtall; Wb: Flinzbach (Sendtner), Ausläufer des baye- rischen Waldes bei Regensburg!! Wo: Hocha (Prantl), sicher- lich weiter verbreitet. Sonst überall aber nicht gleichmässig verteilt. Nk (Nj): um Aniberg z. B. selten!! var. « vulgare. f. a. üblongifolium: Weitaus die häufigste Form; so auch auf trockenen Standorten. f. b. obovatum Hu: Tegernheim! I; Nk: Aschaflenburg (Kittel!). f. c. lanceolatum As: Lützelbachtal bei Heichenhall (Ferchel!); Nj: Eschenfelden (Prechtelsbauer!), Weismain (Ade!).; Nk: Grossreuth unweit Nürnberg (Heller!); Nb: Aschaffenburg (Kittel!). var. ß adenocaulon. f. a. oblongifolium Hu (Wb?) Deggendorf (Duschl!);Nk: Oberlangenstadt (Ade!) var. y villosum. f. a. oblongifolium Hu: Grossberg im weit Regensburg auf einer sumpfigen Wiese!!; Unterhausen (Gerstlauer!). Ohne Zweifel wirkt der Standort auf die Behaarung von E- hirsutum ein. Doch kann man finden, dass nicht immer auf tro- kenem Boden auch die stark behaarten Formen auftreten, wäh- rend anderseits ein feuchter Boden manchmal dennoch stärker behaartes E. hirsutum erzeugt, das auch in der Kultur jahrelang konstant bleibt. Allerdings liegen die Verhältnisse hier nicht so, dass der Wassergehalt des Bodens allein den Ausschlag gibt; von grossem Einfluss ist auch die Grosse der Verdunstung, die Stärke der Insolation, ob wir es mit kalten Moosböden zu tun haben usw. (Vgl. Haussknecht Monogr. pag. 58.) Erwähnenswert ist das im Journ. of Bot. 42 (1904) 50 beobachtete Auftreten von sehr stark grau behaarten E. hirsutum- Pflanzen auf dem Ooli- then-Ton von Lincolnshire mitten unter normalen, viel schwächer behaarten Exemplaren, woraus man sieht, w^ie verschieden ein und dasselbe Substrat wirken kann. (Vgl. hiermit E. angusti- foHum var. Ruessii, bezw. var. pubescens). In den tomentosen Formen Südeuropas, die sich häufig auch durch kleine Blüten auszeichnen, haben wir ohne Zweifel Anpassungsformen an das Klima mit seiner starken Verdunstung und Insolation zu erblicken. Wenn sich solche Formen bei uns lange konstant erhalten und besonders ihre Kleinblütigkeit vererben, so glaubi» ich mit Recht mehr AVert auf diese Merkmale legen zu dütlen, als Haussknecht im allgemeinen tat.— Typisch kleinblütige — \m - Formen sind mir übrigens aus Bayern bisher nicht bekannt geworden. Formen von geriogem systematischen Wert. 1. f. nanum Levl.i) „Pflanze 2—3 d(!m hoch, Habitus von E. parviflorum, Blüten von E. hirsutum." Solche Exem- plare sind tatsächlich, wenn die Blüten, wie es vorkommt, von nur mittlerer Grösse sind, mit E. parviflorum besonders wegen der geringen Blattzähnung zu verwechseln. Auffallend ist das in der Regel lang gestreckte Rhizom. Von mir beobachtet Hu: Gräben bei Tegernheim. 2. f. contractum Hk. (Mitt. Th. Bot. Ver. XViI (1902) 107). Diese Form zeichnet sich vor allem durch einen sehr gedrängten Habitus aus: der Stengel ist niedrig, die Inter- stitien und Blütenstände sind verkürzt, die schwach gezähnten und oft flügelartig herablaufenden Blätter kleiner, desgleichen auch die Blüten. Dazu sind Stengel und Blätter stark grau- grün behaart mit langen einfachen und kürzeren Drüsenhaaren, welch letztere in der Blütenregion ausschliesslich vorhanden sind. Von unten an sind Seitenzweige entwickelt, in deren Blattachseln Blattbüschel schon zur Blütenzeit auftreten. — Es ist hier wohl Haussknecht zuzustimmen, wenn er diese auffallende Form, die mir, allerdings weniger ausgeprägt, im Gebiet schon begegnete, auf den Einfluss des Standortes — undurchlässigen Boden bei sonniger Lage — zurückführt. Von nur geringer Bedeutung sind die folgenden 3 Formen, welche die Bekleidung der Kapseln, die mit der des Stengels und der Blätter oft nicht parallel geht, betreffen: 3. f. adenocarpum Hk. Kapseln lediglich mit Drüsen- haaren besetzt. So seltener. 4. f. trichocarpum Hk. Kapseln mit längeren, zottigen Haaren besetzt, Drüsenhaare fehlend oder sehr zerstreut. — So nicht häufig. 5. f. adeno-trichocarpum Hk. Kapseln 4- gleicli- massig mit kürzeren Drüsenhaaren und längeren einfachen Haaren besetzt. — Diese Mittelform am häufigsten. 6. f. albifiorum Hk. Blüten rein weiss. So Hu: Poing bei München (Vollmann!). 7. f. subapetalum Hk. Mit stark verkürzten, oft nur ') Ob E. hirsutum var. minus Toure Bull. soc. Bot. Fr. I (1903) 308. synonym ist, entzieht sieh meiner Beurteilung. > — li'.T - die Länge der Kelehhliitter erreichenden Fetalen. — Um Regens- burg da und dort anzutreffen. Alle übrigen von Haussknecht angeführten Formen fehlen z. T. bei uns, z. T. sind sie von ganz untergeordneter Bedeutung. Biologisches. Die nicht selten zygomorphen Blüten sind, wie Schultz beobachtet hat, proterandrisch in allen Abstufungen mit Aus- schluss spontaner Selbstbestäubung. Die aktinomorphen Blü- ten sind entweder schwach proterandrisch oder fast homo- gam. Ferner hat Schultz um Halle noch eine kleinblumige Form gefunden, die homogam^oder selbst proterogyn ist. Bei dieser ist je nach GrifFellänge Selbstbefruchtung möglich oder ausgeschlossen. Diese kleinen Blüten fanden 'sich nur im Herbst. Nicht selten sind apetale und subapetale Formen, bei denen die empfangsfähige Narbe herausragt, während die An- theren noch verdeckt sind. Solche proterogyne Formen sind auf Fremdbestäubung angewiesen, weshalb Bastardierung hier besonders häufig ist. Da die Narbe resp. der Griffel bei E. hirsutum die Fähigkeit hat, sich zu krümmen und so mit dem Pollen in Berührung zu kommen, ist Autogamie möglich. — Infolge des schützenden Haarkranzes um die Griffelbasis ist E. hirsutum befähigt auch bei Regen offene Blüten zu be- halten, während alle übrigen Arten dieselben neigen und schliessen. Eine interessante teratologische Erscheinung, fin- die mir eine Erklärung bisher nicht bekannt wurde, findet sich auf T. II, 4 abgebildet.') An der linksstehenden Kapsel treten zwei kleine, ziemlich gegenständige Blättchen auf, während die Kapsel an der Insertionsstelle letzterer eine deutliche Knickung aufweist. Mit einer gewöhnlichen Achsenverschiebung von Hochblättern ist hier nichts zu machen,', da'. das an der Basis des Kapselstieles normalerweise vorhandene Hochblatt auch wirklich da war und nur, weil es die beiden kapselständigen Blättchen verdeckt hätte, beim Photographieren des Objektes, entfernt wurde. Die Zweizahl und Gegenständigkeit der Blätt- chen gäbe ausserdem noch zu denken. ') Dieses Objekt verdanke ich der Güte des Herni stud. rer. nat. Boas. - 168 - E. hirsutum L. X Lamyi F. Schultz = XE.ratisboiiensemh.Al]g.büt.Zeitschr.XL(1906)170. Sieht einem E. adnatuni X hirsutum sehr ähnlicli und stimmt auch in vielen Punkten mit diesem völhg überein (vgl. dieses). Nur ist die ganze obere Stengelpartie samt den Kapseln stärker behaart als bei E. adnatum X hirsutum, ferner sind die Blätter in der untern Stengelpartie kaum stengelum- fassend, während die obere Partie fast reine Lamyi-Blätter auf- weisst. Die Narbe ist ziemlich tief vierspaltig, aber die Zipfel sind nicht eingerollt.') Bisher nur Hu: Graben zwischen Tegernheim und Donau- stauf unweit Regensburg. Der von mir im Sommer 1906 entdeckte Bastard konnte an dieser Stelle nicht mehr aufgefunden werden; indess ist derselbe in mehreren Herbarien verbreitet. Sein Verschwin- den ist übrigens wohl begreiflich, da, wie ich 1. c. mitteilte, Innovationen nicht vorgefunden wurden. E. hirsutum L. X montanum L.^) - XE. erroneum Hk. Monogr. (1884^ 178. Syn. E. purpureum Fr. Nov. PI. Sv. Mant. III. (1842) 185; Nym. Consp. (1879) 247. Die langen Stocksprossen von E. hirsutum sind durch den Einfluss der knospenartigen Innovation von E. mon- tanum stark verkürzt, meist nur einige Centimeter lang und völlig unterirdisch. Während die Niederblätter bei E. hirsutum sehr entfernt angeordnet sind, die von E. montanum mit in der Regel kaum entwickelten Internodien sich dachziegelig decken, berühren sich beim intermediären Bastard die ge- stielten, der Achse angedrückten Niederblätter der Stockspros- sen gegenseitig mit der Spitze. Der Stengel zeichnet sich durch zweierlei Behaarung aus, worin er dem E. hirsutum nahekommt. Längere einfache Haare sind vermischt mit dünn- wandigen, kürzeren Drüsenhaaren, die allerdings oft wenig zahlreich sind. Gekrümmte Kraushaare, wie sie bei E. mon- tanum auftreten, fehlen oder sind selten. Beim intermediären ') Vgl. Allg. bot. Zeitschr. Novemberheft (1906) 170. Hier eine ausführliche Beschreibung. ') Eine sehr ausführliche Beschreibung mit Abbildungen findet sich in Bot. Notiser (1903) Heft 6. — 160 — Bastard sind die Blätter uiigestielt, die mittleren eifürmig- lanzettlich, an der Basis niemals plötzlich abgerundet, die oberen elliptisch-lanzettlich, beidendig gleichmässig zugespitzt. Die Zahnung der Blätter ist eine unregelmässige mit teilweise schwachhakig nach vorne gekrümmten Zähnen, die Behaarung ober- wie unterseits ziemlich dicht kurzhaarig. Während die Knospen bei E. hirsutum langzugespitzt, bei El. montanum dagegen plötzlich in die Si)itz(^ zusammengezogen sind, hat der Bastard schmal-eiförmige, etwas zugespitzte, doch nicht plötzlich verschmälerte Knospen. Die Länge der Kronen- blätter (13 — 14 mm) ist intermediär, die Narbenzipfel sind kürzer, abstehend, aber nicht zurückgerollt. Bisher nur Hu: Sumpfige Stelle im Burgwald bei Neu- burg a./D. zwischen den Eltern. Dieser von Herrn Pfarrer Erdner entdeckte Bastard nähert sich in den mir zu Gesicht gekommenen P]xemplaren E. montanum f. latifolium, wofür er von mir auf Grund seiner grossen Blätter und Blüten an- fangs gehalten wurde; zudem sprachen die etwas herzförmigen, z. T. kurzgestielten Blätter gegen eine Verbindung mit E. hir- sutum. Da sich jedoch die dem zu bestimmenden Material nicht beigelegte Innovation nach gütiger Mitteilung des Fin- ders als völlig intermediär erwies, zu dem auch in der dop- pelten Stengelbehaarung, sowie in der Form der Fetalen der Einfluss von E. hirsutum sich nachweisen lässt, ist an der Bastardnatur dieserExemplare nicht mehr zu zweifeln. Hiermit stimmt auch das mir mitgeteilte häufige Absterben der Blüten- knospen vor der Entfaltung, wie dies schon des öfteren bei Bastarden beobachtet wurde, überein. Eine eingehende Be- schreibung wird Herr Pfarrer Erdner, der die Pflanze in Kultur genommen und genau beobachtet hat, liefern, was in Anbetracht der grossen Seltenheit dieses interessanten Bastar- des wünschenswert erscheint. E. hirsutum L. X parviflorum Schreb. = X E. intermedium Rclib. exe. (1830) 636. Syn. E. sericeum Schnmach. Euum. pl. Saell. E. Sübhirsutum Gennari in Linnaea 24, 201. E. rivulare Kirschl. Fl. Als. (1852) 266. E. hybridum Schur Enum. Transsil. (1866) 209; Borbas in Ertek. (1879) 7. E. pycBotrichum Borb. Ö. B. Z. (1890) 67. ^ 170 -^ Die anfangs unterirdischen Stocksprossen treten bald zu- tage; sie sind, wie aus der Abbildung (T. 111, 3) ersichtlich, wenig verlängert') und tragen an ihrer Spitze eine Rosette aus dunkelgrün oder oft auch purpurn gefärbten Niederblättern. Die kurzen Internodien sind von kleinen, länglichen Schup- penblättchen begrenzt, die von dünner Konsistenz sind, im Gegensatz zu den fleischig-dicken Rosettenblättern, Der in der Regel im oberen Teil mit aufrecht abstehenden, kurzen Asten besetzte Stengel weist neben längeren, einfachen und abstehenden Haaren mehr oder weniger zahlreiche Drüsen- haare auf, die in der Blütenregion an Menge zunehmen. Die meist stark behaarten Blätter sind eilänglich bis schmal lanzettlich, mit unregelmässigen, z. T. hakig nach vorn ge- krümmten Zähnen besetzt. Die grossen Blüten fallen oft durch ihre eigentümlich purpurne Färbung auf. Die Narben- schenkel sind nicht oder doch nur schwach eingerollt, wohl aber zurückgekrümmt, die Samen immer zum grössten Teil unentwickelt. Die beiden von Haussknecht erwähnten Formen dieses Bastards, von denen a) pubescens durch seine zahlreichen Drüsenhaare, denen nur dünnstehende längere Haare beige- mischt sind, sowie durch Form und stärkere Bezahnung der Blätter den E. hirsutum näherstehenden Typus charakterisiert (E. hirsutum > X parviflorun mh.), während b) villosum bei starkem Zurücktreten der Drüsenhaare zottige, oft fast filzige Behaarung des Stengels und der Blätter aufweist, ausserdem sich in Form und durch kurzschwielige Bezahnung der Blätter einem E. parviflorum nähert (E. hirsutum <; X parviflorum mh.), sind, wenngleich Übergänge kaum fehlen dürften, bei den von mir untersuchten Exemplaren gut zu unterscheiden. Besonders deutlich zeigte die letztgenannte Form das von Weismain stammende Exemplar, das kleinere Blüten und nur wenige zurückgekrümmte Blattzähne aufwies. — Bisher nur: As: Schwarzbach bei Reichenhall (Ferchel!). Hu: An Gräben zwischen Tegernheim imd Donaustauf, und zwar beide Formen!! Nk: Hassfurt in der Nähe des Moores (Hk). Nj: Weismain (Ade!) ') Der Grund hierfür rauss in sehr kurzen E. parviüorum-Innova- tionen gesucht werden, wie sie neben stark verlängerten (T. III, 2) nicht selten vorkommen. — 171 — 5. E. parvifloruiii Sclireber ^\nv. r.i[)s. (I77i) u«;. Syn. Chamaenerion (Epilobiumi parviflorum Schreber spio. Lips. (1771) 14(;. E. hirsutum floribas miooribas Reichaid Fl. Moen. Krankof. (1772) I, 78 No. 24() ,1 E. villosum Cnrt. Fl. Lond. (1777) II. t. 22; Kirschleger Fl. Als. (1S52) I, 2(5(5. E. molle Lam. Fl. Fr. (1778) III, 47i); Pohl tent. Boh. (1810) (51 ; Sprengel syst. reg. (1S25) II, 233: Hegetschw. Fl. Schw. (1840) 35(3"; Kirschleger Fl. Vog. Rh. (1870) 18«. E. pubescens Roth teut. germ. (1788) I, 167; II, 435; Wilden. spec. plant. (1799)11, 315; Koch bot. Handb. (1808)11, 178; Günth. Grab, et Wimm. en Sil. (1824) (>ö; Becker Fl. Frankf. (1828) I, 361; Lasch in Linn. (1881) 491; He- getschw. Fl. Schw. (1840) 356. E. rivulare Hegetschw, Fl. Schw. (1840) 855. E. menthioidesBoiss. etHeldr. Diagn. (185(5) vol. III. ser. II. 2, 53. E. florendi tempore rosulas + elongatas stoluniforraes edente. Gaule erecto vel adscendente, tereti elineato, pilis patentibus villoso vel pubescente, hinc inde glandulosis bre- vioribus intermixtis, ante anthesin apice erecto. Foliis ob- longo-vel ovato-lanceolatis, vel ovato-oblongis, plerumque ses- silibus, denticulis remotis praeditis, pilis patentibus molliter pubescentibus vel tomentosis munitis. Alabastris globoso- ovoideis, obtusis vel brevissime abrupteque apiculatis, pilis lon- gioribus patentibus, saepe glandulosis brevioribus intermixtis, sparse obsitis. Floribus satis magnis circiter 8 mm longis, petalis obcordatis, obtuse vel acute emarginatis, pallide roseis vel violaceis, calyce Vs — V2 longioribus. Stigmate quadri- fido, lobis erecto patentibus, demum subrevolutis. Calycis laciuiis ovato-lanceolatis, obtusiuscuHs 4 — 5 mm longis, tubo sparse piloso, 1 mm longo. Capsulis pilis longioribus simplicibus, glandulosis brevioribus immixtis sparse pilosiusculis vel deni- que glabrescentibus, angulis glabris; pedicellis 1 — 2 cm longis, fblii.s fulcrantibus brevioribus. Seminibus fuscis vel denique nigrescentibus, obovoideis, apice rotundatis, basi obtusis, testa denäissime papilHs elongatis obsita. (Haussknecht) Blüht von Ende Juni bis Ende September; die Innova- tionspflanzen blühen im allgemeinen wesentlich früher als die Samenexemplare. 172 Entwicklung der Samen- nnd Innovationspflanze. Das Würzelchen des Keimlings weist nur wenig Wurzel- fasern auf; auch in den Achseln der Kotyledonen fand sich nicht selten ein kleines Würzelchen vor. Die spateiförmig -lang- gestielten Kotyledonen sind ganzrandig, wie auch die nach- folgenden 2 primären Blattpaare. Ersteren fehlt noch jeglicher Blattnerv, während an diesen ein solcher unterseits bereits an- gedeutet ist. Die Blattstiele weisen auf der Oberseite eine deutliche Rinne auf. Entsprechend den langgestielten Primär- blättern finden sich an erwachsenen Samenexemplaren die un- tersten, zumeist schon vertrockneten Stengelblätter gestielt vor, überhaupt sind die Blätter der Samenpflanzen durch- gehends (besonders an Schattenexemplaren) + kurzgestielt. Der oberirdische Spross ist bei ihnen einfach (unverzweigt) und niedrig. An trockenen Orten bleiben nach Haussknecht die Pflanzen oft einjährig, da sie infolge Wassermangels nicht imstande sind, Vermehrungssprosse zu bilden. E. parviflorum var. p seudohybridum Levl. („Plante verte ä feuilles inferieures tres nettement petiolees") dürfte sich auf Samenpflanzen, die im Schatten erwachsen, beziehen. Die Vermehrungssprosse erscheinen während der Blüte- zeit und entwickeln sich allmähhch zu + stolonenartig ver- längerten Rosetten. An dem auf Tafel II, Fig. 2 abgebildeten E. parviflorum Schreber f. nanum rah ist eine nur wenig ver- längerte weil noch junge) Rosette vorhanden. In der Regel nimmt dieselbe eine Mittelstellung ein; ihre Zuteilung zu den Roset- ten, wie sie typisch E. Lamyi und adnatum hervorbringen, lässt sich in den meisten Fällen nicht rechtfertigen. Die un- tersten d. h. dem Wurzelhals zunächstliegenden Innovations- blätter sind meist sehr klein, weit unter der halben Grösse der folgenden, rundlich bis spatelig und ± ganzrandig mit ver- breiterter Spitze; die vom Wurzelhals entfernter gelegenen Niederblattpaare sind — vorausgesetzt, dass die Innovation mehr stolonartig entwickelt ist — ziemHch gross, länger gestielt, am Rande mit kleinen Schwielen besetzt, während die obersten, 4- rosettig angeordneten Blätter blattartig in den Stiel herab- laufen, schmäler und stumpflich zugespitzt sind. Alle Nieder- blätter sind oberseits kahl und glänzend, unterseits meist rot- braun gefärbt und mit stark hervortretenden Adern versehen; in dem durch Loslösung der unterseitigen Epidermis entstandenen Hohlraum finden sieh nach Ir misch nicht selten Insekten- — !?8 — larven. Im Spätherbst oder Winter lösen sich diese Vermehrungs- sprosse von der Mutterpflanze ab, treiben im untern Teil, der zum Rhizom wird, Wurzeln und werden so selbständige Indi- viduen, die im nächsten Jahr den oberirdischen Spross ent- wickeln. Nicht selten kommt es auch vor, dass in den untersten Stengelblattachseln Rosetten entstehen, die sich zu „Übergangs- sprossen" ausbilden und im darauffolgenden Jahr zu Pflanzen mit lang wurzelndem Rhizom und aufsteigendem Stengel (f. reptans Levl). Die untersten, meist vertrockneten Stengel- blätter sind länglich, wenig gestielt, die mittleren und oberen in der Regel völUg sitzend. Der Stengel ist meist kräftig und oberwärts verzweigt. Formen von grösserem systematischen Wert. A. iBlätter eiförmig-lanzettlich bis schmal -lanzettlich, 3 — 6 mal so lang als breit, mit meist wenig verbreiterter, nur ausnahmsweise etwas herzförmiger Basis. 1. Blätter sehr schwach gezähnt, meist nur mit Schwielen am Blattrand: var. « genuinum mh i) II. Blätter wesentlich stärker und tiefer geschweift-gezähnt; Zähne an der Spitze mit einer Schwiele versehen: var. ß denticulatura Hepp et Rubner.^) B. Blätter länglich-eiförmig bis eiförmig- elliptisch, 2 — 2-/2™al so lang als breit, mit verbreiterter, nicht selten etwas herzförmiger Basis: var. y brevifolium Hk. Fehlt innerhalb des Gebietes wohl nirgends. Im Baye- rischen Wald und im Oberpfälzer Waldgebiet seltener.^) In ersterem ; Passau, zwischen Obernzeil und Erlau (Sendtner), Metten, zwischen Tegernheim und Bach da und dort!!; in letzterem bisher nur nahe bei Freudenberg unw^eit Amberg!! Sonst überall verbreitet und häufig zahlreich auftretend. Der höchste mir aus Bayern bekannt gewordene Standort ist Mitten wald 913 m (Gerstlauer!); doch steigt es nach Hauss- knecht in den Alpen bis 1500 m. var. « genuinum mh: die gewöhnliche Form. var. ß denticulatum Hepp et Rubner. ') E. parviflorum Schieb, var. « genuinum mh.: foliis levis- sime denticulatis, plerumque solum margine calloso. 'j E. parviflorum Schreb. var. [i denticulatum Hepp et Rubner: foliis multo fortius repande -denticulatis, denticulis callosis. ') Auffallend ist die Analogie in der Verbreitung mit E. hirsutum, das ebenfalls im Bayerischen und Oberpfälzer Wald seltener ist. 12 ^ 174 - HU: Augsburg, Memmingen (Gerstlauer!). Nj: Velburg (Prechtelsbauer!). Nk: Rosstall bei Nürnberg (Prechtelsbauer!) Nb: Steinbach bei Aschaffenburg (Kittel!). var. y brevifolium Hk. Äs: Berchtesgaden (Hk.) Wb: Donauufer (Hk.). Nj: Pielenhofeii bei Regensburg! ! Erinnert in der Blattform an E. montanum, weshalb solche Formen von Lasch in Linnaea 1831 als E. submontano— pubescens bezeichnet wurden. Auch andere Botaniker sahen darin Bastarde. Formen von geringem systematischen Wert. a) Standortsmodifikationen: 1. f. apricum Hk. Stengel steif aufrecht, meist einfach dicht beblättert, von langen Haaren zottig; Blätter schmal- ianzettlich, gegen die Spitze zu lang und allmählich verschmä- lert7**oberseits mit grau- weissen Haaren besetzt, unterseits schwach filzig, sitzend (selten etwas gestielt); Blüten kleiner als bei andern Formen; Kapseln ebenso wie der Stengel häufig rot überlaufen. So die überall verbreitete Lichtform trockener Standorte. 2. f. subglabrum Koch. (f. umbrosum Hk.). Stengel oft von unten an ästig, schlaff; Blätter länger und breiter, schlaff, kaum behaart wie die ganze Pflanze, kurzgestielt. An schattigen, feuchten Orten nicht selten. Wird manchmal in extremen Formen mit E. hirsutum f. nanum verwechselt^ das auch einen schlaffen, niederhegenden Stengel aufweist. Die in Prantls Exe. Fl. angeführte var. rivulare Wahlbg. ist nach Haussknecht zu E. parviflorum X palustre zu stellen. 3. f. mollissimum Welw. Ganze Pflanze filzig behaart mit schlanker, verzweigter Inflorescenz. Blätter am Rande nicht selten stark zurückgerollt Dies die extreme, allerdings sehr auflallende Lichtform, die besonders auf den trockenen Jurahängen ziemhch häufig zu sein scheint (Nj: Velburg!, Beratzhausen! !, Penkertal! ! etc.), aber auch sonst nicht fehlt z. B. Hu: Bittenbrunn bei Neu- burg a. D. ! 4. f. menthioides Boiss. Eine extreme Lichtform der var. brevifohum Hk.; ob .bei uns typisch vorkommend? - 115 - o. f. naniim mh.') Eine infolge ihres Standortes auf Fel- dern, wo sie sich erst im Herbst entwickehi kann, mit kurzen Internodion begabte und deshalb dicht beblätterte, zwerghafte Pflanze. T. II, 2 zeigt diese meist nur einblütige Form. Aus Innovation entstanden! Ha: Felder bei Tegernheimü b) Lusus und sonstige Formen: 0. f. intermedium Rouy et Cam.'-) Blätter wechsel- ständig. Ho: Schäftlarnü Nj: Penkertall! 7. f. trifoliatum Hk. (f. verticillatum Rouy et Cam.^ Blätter zu dreien wirtelig. Ho: Rosenheim; Hu: Wellenberg bei Augsburg!; Nb: Steinbach hinter der Sonne! 8. f. putatum Hk. Stengel von unten an ästig; Blätter klein eiförmig, an der Spitze kurz zugespitzt, schwach ge- zähnelt. So häufig im Herbst nach Entfernung des Haupt- Sprosses. Biologisches. Bei E. parviflorum haben wir entweder Protogynie mit darauffolgender Autogamie, wozu die 4 kürzeren Staubblätter eingerichtet, oder noch häufiger nach den Untersuchungen von Schultz Homogamie mit nachfolgender Selbstbefruchtung, der die 4 längeren Staubgefässe dienen, die in der Nähe des Griffels stehen oder, wenn kürzer als dieser, zu ihm empor- wachsen können. Daher auch bei Formen mit sehr langem Griffel Selbstbestäubung möghch. E. parviflorum Schreber X roseum Schreber. =- X E. persiciimm Rclib. Fl. exe. (1830) 635. Syn. E. foliosum Holl. et Heynh. Fl. Dresden (1842) 297. E. opacum Peterm. D. Fl. (1849) 180.3) ') E. parviflorum f. nanum mh: planta internodiis brevibus praedita ideoque dense foliosa, pumila, plerumque uniflora. ') Die von den Autoren in Fl. de France angegebenen Merkmale über Behaarung von Stengel und Blätter haben mit der anormalen Stel. lung letzterer natürlich nichts zu tun. ') E. opacum Peterm. stellen Rouy et Camus in Fl. de Fr. dem E. persicinurn gegenüber, indem sie ersteres als E. roseum X > parvi- florum, letzeres als E. roseum x < parviflorum bezeichnen i^infolge eines Druckfehlers ist übrigens hier das Zeichen „>" verkehrt einge- 12* — 176 — E. Knafii Celak. prodr. Boh. (1870) 051. E. parvifloro X tetragonum Simkov. in Ö. B. L. (lH77j 1(50. E. stenophylum Borb. in Ertek. IX, 16 (1879) 11. Innovation kurz stolonenartig verlängerte Rosetten. Die der Mutterpflanze näherliegenden Innovationsblattpaare (meist nur 1 — 2) sind sehr klein und werden an Grösse von den den Innovationsspross abschliessenden rosettig gruppierten Niederblättern weit übertroffen. Diese sind deutlich in den Blattstiel verschmälert, wodurch sie an E. parviflorum erinnern, von dem sie sich aber anderseits leicht durch geringe Länge und grössere Breite unterscheiden. Der zumeist ästige Stengel ist von unten an zerstreut behaart und mit + deutlichen Linien belegt; im Blütenstand sind von E. roseum herrührende Drü- senhaare vorhanden. Blätter deutlich, wenn auch oft nur kurz, gestielt, auch an der Basis verschmälert, in der Form (wie auch E. parviflorum) stark variierend; die Zähnelung ist wesentlich stärker als bei E. parviflorum; die Sekundärnerven blattunterseits treten wie bei E. roseum deutlich hervor und sind wie auch die übrige Blattfläche ober- und unterseits von abstehenden Härchen flaumig. Die Blüten sind deutlich kleiner als die von E. parviflorum; in der Farbe der Fetalen fand sich fast immer das hellrosa des E. roseum vertreten. Kelch und Kapseln (vor allem die jüngeren) sind mit Haaren, denen auch j^ Drüsenhaare beigemengt sind, reichlich besetzt. Narbe kurz vierteilig. Samen grossenteils unentwickt, ein kleiner Prozentsatz aber doch keimend, wie sich durch Aus- saatversuche heraustsellte. Die meisten der von mir untersuchten Bastarde sind als intermediär zu bezeichnen. Deutlich goneoklin zu E. parvi- florum, also nach Rouy et Camus E. opacum Peterm. (syn. E. Heldreichianum Levl. in „le Monde des plantes" (1897) 152 fand ich Exemplare bei Raigering unweit Amberg (Keuper), deren Bastardnatur sich aber doch sofort durch die kurz vier- teilige Narbe, die stärkere Drüsenbehaarung und die, wenn auch kurze Stielung der Stengelblätter, die sonst wenig an E. roseum erinnern, ergab. E. parviflorum X roseum ist in Bayern der häufigste Epilobienbastard, nach dem man da, wo beide Eltern häufiger auftreten, nicht leicht vergebens fahnden wird. Wie die bei- sehaltet). Wie schon erwähnt, scheint nach dieser Auffassung ein intermediärer Bastard zwischen E. parviflorum und E. roseum über- haupt nicht vorzukommen. - 177 — den Stammarten (besonders E. parvittorum) zeigt auch der Bastard eine gros.«e Vielgestaltigkeit. Man wird nicht leicht von verschiedenen Standorten ganz gleiche Formen finden. Nur folgende zwei Formen sollen als besonders auffallend hervorgehoben werden : 1. f, brevifolium mli.*) Blätter kurz und breit (4: 1,5 cm.), sehr kurz gestielt, mit fast abgerundeter Basis, an der Spitze nur wenig verschmälert. So Wb: Kruckenberg bei Donaustaufü 2. f. subapetalum Hk. Blütenblätter so lang oder kürzer als die Kelchblätter, Narbe weit herausragend. Hü: Grä- ben bei Tegernheira unweit Regensburg. Sicherlich weiter verbreitet. Die übrigen bisher bekannt gewordenen Standorte sind folgende : As: Ufer der Ramsauer Ache (Gerstlauer!) Hb: Scheffau bei Lindau auf Molasse, Strassengraben bei Neu- haus, sowie Waldlichtung nächst dem Mönchenstein bei Weiler (Ade!»-j Hu: bei Augsburg (Mayr); Neustadt a./D. (Schnittmann!); Ried bei Neuburg (Erdner); Dachau (Hegil); Unterisling, Saal, Niedergebraching und Grass bei Re- gensburg!!; zwischen Tegernheim und Donaustauf ver- breitet!! Wb: Obernzell bei Passau (Hepp!). Wfr: Zw. Stadtsteinach und Presseck auf Tonschiefer, Wirs- berg (Ade!) Nj : Moosenhof bei Hersbruck | ,^ , . Hollerstetten bei Velburg f Rosenberg und Sulzbach i./Oü; Keilsteinerbergwerk bei Regensburg (Vollmann!). Im Altmühital bei Schloss Prunn und bei Altessing!!; Bei Etterzhausen (Mayr)!!; Lintach bei Amberg!! Schammendorf, Gichtkröttendorf , am Krassachbach in Krassach, zwischen Burkheim und Kordigast, Strossen- dorf und Kaspauer bei Weismain (Ade!) Nk: Oberhalb Burgkundstadt, am Wege nach llainweiler (Ade!) ') E. persicinum f. brevifolium mh: foliis brevibus latisque (1:1,5 cm), brevissime petiolatis, basi fere rotundatis, apice paululum attenuatis. ^) Diese von Ade in der Flora des Bodenseegebietes als E. lanceo- latum bezeichneten Exemplare sind nach Einsichtnahme des Materials hierherzuziehen. — 178 — Bamberg (Harz); Hassfurt, Grettstadt (Hk), Hennenbach bei Ansbach!! Nm: Themar (Hk). Pv: Schaidt (Prantl). Bei Niedergebraching unweit Regensburg bilden die In- novationen dieses Bastards förmhche Polster auf dem Boden. Dadurch ist eine Kompensation für die grossenteils sterilen Samen gegeben. Überall, wo die Bastardinnovationen in grosser Menge auftreten, werden die Eltern mehr und mehr verdrängt, wie dies insbesondere auch von E. obscurum X palustre ange- geben wird. Am nämlichen Standorte zeigte der Bastard Fasciationen der Stengel von fast 1 cm Breite. Blüten und Knospen sind an solchen Exemplaren äusserst zahlreich vorhanden. 6. E. iHontanum Liniie spec. pi (1753) 348 Syn. Chamaenerion montanum Scop. Carn. (1772) ed. 2 pag. 270. E. silvaticum Boreau Fl. centr. (1X57) II, 239. E. turiones autumnales sessiles, tetragonos edente; foliis innovatoriis kataphylloideis dense plicato-imbricatis.') Gaule stricte erecto vel e basi breviter arcuato adscendente, saepe erubescente tereti, lineis decurrentibus plerumque destituto, utriusque piUs brevibus crispulis incurvatis puberulo, ante an- thesin apice nutante. Foliis ad inflorescentiam usque oppositis vel in parte dimidia superiori alternis; intermediis ovatis vel elliptico-ovatis, basi abrupte rotundatis, non raro leviter cordatis in petiolum brevem dilatatum contractis, irregulariter denti- culatis, supra subpuberulis, subtus ad margines nervosque pu- berulis; floralibus angustis, argute denticulatis. Alabastris tenuiter pilosiusculis. Floribus erectis val ob initio subnu- tantibus, 8 — 10 mm longis; petahs obcordatis, basin versus cuneato angustatis, acute emarginatis, venis 5 — 6 obscuriori- bus percursis , calyce duplo longioribus. Galycis laciniis leviter uninerviis acutis. Stigmate quadrifido, lobis ab initio convergentibus, demum patentibus. Gapsulis puberulis, junio- ribus tenuiter patentim glanduloso-pilosis: pedicellis puberulis. Seminibus obovoideis apice rotundatis, papillis elongatis dense obsitis. (Haussknecht). Blüht von Anfang Juni bis Mitte September. ') „Gefaltet-dachziegelig " — 17!) - Entwicklung der Samen- und Innovationspflanze. In Haussknechts Monographie sind auf Tafel I, Figur 4 — 6 drei Entwicklungsstadien des keimenden K. montanum- Samen dargestellt. Man sieht, wie sich eben aus der an der Samenbasis gelegenen Mikropyle die vorne verdickte Radicula herausschiebt. Die Kotyledonen, die nach Sprengung der Sa- menschalen erscheinen, sind klein, rundlich, ganzrandig und lang gestielt; ihre Blattstiele sind oberseits rinnig und laufen in den nicht bis zur Blattspitze entwickelten Mittelnerv aus. Seitennerven sind noch nicht vorhanden. Diese Verhältnisse sind auch auf unserer Tafel IV, a zur Darstellung gebracht. Die auf die Kotyledonen folgenden Blätter unterscheiden sich von diesen vor allem durch kürzere Blattsiele, in die sie all- mählich und nicht so plötzlich wie die Kodyledonenblätter ver- schmälert sind, ferner durch die mit kleinen Schwielen be- ginnende Zähnelung. Auch an der Spitze verschmälern sich die Blätter und bekommen daher eine eiförmige bis elliptisch- eiförmige Form, der Mittelnerv erreicht die Blattspitze, Seiten- nerven bilden sich in grosser Zahl aus. Auf Tafel I, Figur 1 ist eine aus Samen entstandene, blühende E. montanum-Pflanze abgebildet, deren unterste Blätter noch erhalten sind.^) Ab- gestorbene Reproduktionsblätter bezw. deren Insertionsnarben, wie sie bei Innovationsexemplaren am Wurzelhals immer vor- handen sind, fehlen vollständig; die Wurzel ist einfach, dünn, kaum gekrümmt. Sehr deutlich ist die Entwicklung der Blatt- form der untersten zu den mittleren und oberen Blatthaaren unter starker Verkürzung des Blattstiels. Zur Blütezeit entstehen die auf unserer Figur am Wurzel- hals sichtbaren Vermehrungssi)rosse. Es sind Übergangsbil- dungen zwichen unterirdischen Stockknospen und oberirdischen Rosetten, werden aber meist ersteren zugezählt. Anfangs sind sie klein, mit der Zeit können sie aber bis etwa 3 cm gross werden und erscheinen dann infolge der dekussiert angeordneten Niederblätter, deren starker Mittelnerv durch die seitliche Ein- krümraung der Blätter scharf hervortritt, 4 kantig. Die dach- ziegelige Anordnung derselben ist besonders anfangs sehr deut- lich, solange die Niederblätter noch nicht entfaltet sind. Was ihre Form anlangt, so sind die untersten (Monogr. pag. 76) ^rundlich ^"'^ abgerundeter breiter oder sehr seicht ausge- ') An trockenen Standorten sind die Kotyledonen und Primär- blätter zur Blütezeit meist nicht mehr vorhanden. — IRO — schweifter Spitze und an der fast herzförmigen Basis in einem breiten Stiel verlaufend ; die folgenden sind schmäler und länger, am Rande fein ausgeschweift wegen der sich entwickelnden Zähne". Mit Beginn der Streckung des Vermehrungssprosses im Frühjahr verlängern sich auch die oberen, nun deutlich in den Blattstiel verlaufenden Innovationsblätter, wie dies auf Tafel I, Figur 3 ersichtlich ist. Im übrigen sind die Blätter von starrer dicklicher Konsistenz (Ansammlung von Reserve- stoffen!), grün oder rötlich angelaufen und vollständig kahl bis auf ein drüsiges Anhängsel auf der Blattspitze, das jedoch mit der Entfaltung der Blätter abfällt. Ein vollständig verändertes Aussehen bekommen die Inno- vationen von E. montanum, wenn sie tiefer am Rhizom ent- stehen oder wenn die Stengelbasis von Erde, Steinen, herab- gefallenem Blattlaub bedeckt wird. Sie sind dann gezwungen sich unterirdisch weiter zu entwickeln und gleichen unter- irdischen Stocksprossen von E. alsinefolium. Die Niederblätter können infolge Lichtmangels nicht ergrünen, sondern bleiben blass, klein und schuppenförmig; die Internodien strecken sich, und infolgedessen können diese Sprosse eine Länge von 4 cm und vielleicht noch mehr erreichen. Exemplare mit solchen Innovationen bilden, wie Haussknecht angibt, nach Original- exemplaren E. silvaticum Boreau. Schon F. Schultz hatte 1857 in seinen „Bemerkungen" darauf hingewiesen, dass, da die stolonenartig verlängerten Stockknospen lediglich durch äussere Einflüsse hervorgerufen sei, E. silvaticum Boreau weder als species noch auch als Varietät aufrecht erhalten werden könne. Wenn es neuerdings Rouy et Camus in Fl. de Fr. trotzdem als „sous-espece" aufstellen und auf eine Stufe mit E. collinum und E. lanceolatum setzen, so muss dieses Vorgehen als ganz willkürlich bezeichnet werden. Dass sich stolonenartige Sprosse nur infolge zufälliger äusserer Verhält- nisse entwickeln, geht am deutlichsten aus unserer auf Tafel IV abgebildeter Figur 1 hervor, die neben 2 stolonenartigen Inno- vationen auch die gewöhnliche, knospenartige Innovation be- sitzt. Während lestztere nahe der Oberfläche angelegt sich dementsprechend entwickeln konnte, waren erstere, da tiefer angelegt, gezwungen, sich unterirdisch auszubilden. Damit dürfte E. silvaticum Boreau hinreichend widerlegt sein. Die auf Tafel I, Figur 2 zur Darstellung gebrachte, aus einer Innovation entstandene Pflanze zeigt in den Basalblättern der Samenpflanze gegenüber auffallende Unterschiede. Wie — IHl _ deutlich sichtbar sind die untersten Blätter der Innovations- pflanze schmal und liin.2:lich und nur sehr kurz j^estielt; am Wurzelhals und am Hhizoni sind entweder noch die vertrock- neten Niederblätter vorhanden, oder es zeigen doch Narben ihre frühere Anwesenheit. Die Wurzel ist ein l^hizom von geringer Länge, das entsjjrechend seiner Entwicklung schief ansteigt und am Ende wie abgebissen erscheint (Tafel I, Figur 2 und 3). Während die Samenpflanzen immer einstengelig sind, kommen bei den Innovationspflanzen nicht selten mehrstengelige Exem- plare vor, was seine Ursache in der Ausbildung seitlicher Sprosse zwischen den Niederblättern der ursprünglichen Stock- sprosse hat; diese bilden im darauffolgenden Jahr selbständige, nur durch das Rhizom noch zusammenhängende Stengel. E. montanum L. f. ramosum Hk. ist, wie der Autor selbst angibt, lediglich die durch Innovation entstandene Pflanze, die oft von unten oder von der Mitte an verzweigt ist. Systematisch wertvollere FormcD. A. Pflanze nur in der Blütenregion im jugendlichen Zu- stand drüsig behaart, sonst mit kurzen, einwärts gekrümmten Haaren bedeckt. I. Blätter (wenigstens die mittleren und oberen) kürzer als die Interstitien, vom Stengel + abstehend. 1. Blätter eiförmig-lanzettlich, an der Basis + breit ab- gerundet oder schwach herzförmig (f. subcordatum Hk.), an der Spitze + verschmälert: var. « typ i cum Hepp et Rubner.*) 2. Blätter am Grunde wenig verbreitert, an der Spitze lang zugespitzt, + parallelrandig var. ß) lanceola- tum(Koch) Hepp et Rubner.^) 3. Blätter auch an der Basis verschmälert, meist ziem- lich lang gestielt: var. y gentilianum Levl. H. Blätter (auch die oberen) die Interstitien weit überragend, aufrecht angedrückt, sehr kurz gestielt var. ö. densi- folium Hepp et Rubner.^) ') E. montanum var. «. typicum Hepp et Rubner: foliis ovato-lanceolatis basi + late rotundatis vel subcordatis, apice - atte- nuatis. ') E. montanum var. /9. lanceola tum (Koch) Hepp et Rubner: foliis basi parum dilatatis, apice longe acuminatis marginihus ploiuin- que parallelis. ') E montanum var. <). densifolium Hepp et Rubner: foliis — 182 - B. Pflanze in den oberen Teilen aucli späterhin stark drüsig, in den unteren Teilen mit zerstreuten Drüsenhaaren var. f. glandulosum Hepp et Rubner.') f. glaucesoens Hk. mit glauken Stengel und Blättern, so- wie kleineren Blüten tritt auf vulkanischem Boden auf, ist jedoch aus Bayern noch nicht bekannt. Var. dubium Levl. hat nach Roug et Camus „feuilles moins arrondies et subat- tenuees ä la base, un peu plus etroites, brievement p(!^tiolees" nach Leveille „feuilles petialees, arrondies ä la base, mais Jamals cordiformes". Nach der Abbildung, die Leveille gibt, kann man diese Varietät ganz wohl zu unserm E. montanum «. typicum ziehen. Sind die Blätter an der Basis deuthch verschmälert, dann ist es eben y. gentilianum, Levl. Diese Form scheint nur an Innovationspflanzen aufzutreten, ist meist von geringer Höhe und, wie Leveille hervorhebt, eine Form der Wälder. E. montanum ist eine sehr häufige, im ganzen Gebiet verbreitete, bodenvage Pflanze, die trockenen bis frischen Bo- den verlangt, während ihr nasse Standorte nicht zusagen. Nicht selten tritt sie auf Kahlschlägen und in Lichtungen als forst- liches Unkraut auf, jedoch bei weitem nicht in dem Masse wie E. angustifolium. Im Gebirg steigt E. montanum nach Prantl bis 1820 m an. var. a normale: so überall häufig, var. ß lanceolatum: Ho: Isarabhänge bei Maria Einsiedel (Woerlein in Fl. der Mün- chener Talebene pag. 55 als var. lanceolatum Koch). Wb: Bierhütte bei Freyung (Prechtelsbauer!). Nk: Klardorf (Vollmann!). var. y Gentilianum: Am: Zwiesel bei Benediktbeuernü; Egern am Tegernsee (Gerst- lauer!). Innufer bei Oberaudorf (Schnall!) Hu: Strassberg bei Augsburg (Gerstlauer!) Wb : Süssenbach am Regen ! ! Birkmühltal bei Schonberg un- weit Regensburg!!; Wf: Waldstein (Ade!) Nj: Schottenhof bei Kelheimü superioribus quoque interstitia longe superantibus, erecte adpressis, bre- vissime petiolatis. ') E. montanum var. t. glandulosum Hepp et Rubner: in partibus superioribus postea quoque valde, in partibus inferioribus sparse glandulosum. — isa - var. S densifolium: Wb: Hohe Linie bei Tegernheim. Nj: ßhrenbürg (Vollmann!) Nb: Stiftsstreit zwischen Kahl und Aschaffenburg (Kittel!). var. f glandulosum: Nj: Velburg (Prechtelsbaiier!). Hu: ?Hohengebrachinger Wald bei Uegensburg (Vollmann!) Formen von geringerem Wert: 1. f. apricum Hk. Stengel steif aufrecht, deutlich flaumig behaart; Blätter ziemlich stark, an der Basis mit verbreitertem Grunde kurz gestielt oder fast sitzend, dicht gezähnt, Blätter wie Stengel schmutzig grün oder rötlich überlaufen. So auf trocknem, sonnigen Terrain häufig. 2. f. umbrosum Hk. Stengel schlaff, schwach behaart oder fast kahl; Blätter schlaff, an der Basis meist nicht so stark verbreitert, an der Spitze länger verschmälert, deutlich gestielt. Blüten oft blasser. Dies die häufige Form feuchter, schattiger Standorte. 3. f. latifolium Bergius (pro specie) ist die mit grossen Blättern und Blüten (var. grandiflorum Tausch) ausgestattete Schattenform der f. subcordatum Hk. Die Blätter sind deut- lich gestielt und stark gezähnt. In typischen Exemplaren selten. Ha: Donauhafen bei Regensburg (Poeverlein!) Wb: Süs- senbach am Regen!! Nj: Weismain (Ade!) 4. f. nanum Gillot 10 — 15 cm hoch; armblütig; Blätter klein. Hierher auch f. minus Hk. eine kleine Samenform, die vor allen in trocknen Wäldern auftritt, wo infolge von Mangel an Feuchtigkeit Innovationen nur in geringer Zahl ausgebildet werden. Sehr typische aus Innovation entstandene nanum- Formen fand ich Wb: Hohe Linie bei Donaustauf. 5. f. albiflorum Hk. Weisse Blüten sind bei E. mon- tanum nicht häufig, nach Haussknecht vor allem auf kiesel- haltigem Boden. Wfr: Wirsberg (Ade!) Nj: Kelheimü Lusus: f.alternifolium Hk. „die gewöhnhch opponierten Blätter sind hier 1—2 cm weit auseinandergerückt und daher durch eine am Stengel herablaufende behaarte Linie, die aus- einandergezogenen Blattscheiden darstellend, miteinander ver- bunden". Wb: Dommelstadel bei Passau (Hepp!). f. verticillatum Hk. Stengelblätter 3 oder 4wirtelig, manchmal mit behaarten Linien am Stengel. As: Hirschbühel bei Ramsau (Sendtner); Hü: München (Hk): — 184 — Wb: Riesloch (Poeverlein); Dommelstadel bei Passaii (Hepp!'; Falkenstein!! Nj: Velburff (Prechtelsbauer!); Nb: Stängerts bei Aschatlen- burgü Putierte Exemplare weisen oft stark verlängerte Seiten- zweige auf, deren kleine Blätter denen von E. collinum ähneln. Von diesen unterscheiden sie sich aber durch stärkere Zäh- nung der nach der Spitze zu länger verschmälerten Blätter. Nach Schultz ist E. montanum homogam; jedoch wäre Selbstbefruchtung infolge der Kürze der Staubfäden unmöglich, wenn sich nicht diese nachträglich bis zur Narbe verlängern würden, um dort ihre Pollen abzulegen. E. montanum L. X obscurum Sclireber = X E.aggregatum Celak. Sitz. Berl. Böhm. Ges. (1H73). Kurze, anfangs rosettige, später einige cm. lang wer- dende Stolonen, deren unterste Blätter klein und rundlich sind, während die folgenden länger und schmäler werden, auf der Unterseite braunrot, oben dunkelgrün glänzend. Stengel im untern Teil stärker, weiter oben sehr undeutlich mit her- ablaufenden Linien versehen, im Blütenstand + pubeszierend. Blätter kurzgestielt, eilanzettlich bis länglich -eiförmig, an der Basis teils verschmälert, teils abgerundet, entfernt wenig ge- zähnelt. Blüten kaum kleiner als bei E. montanum, immer grösser als bei E. obscurum; Narbe -^ kurz vierteilig. Kapseln mit abstehenden und anliegenden Haaren besetzt. Dies die intermediäre Form. Die E. montanum sich nähernde Form (E. montanum X >- obscurum) hat länger gestielte, stärker gezähnelte, brei- tere Blätter, kaum angedeutete, herablaufende Linien und stärker vierteilige Narbe. In dieser Form Nj: Schloss Prunn bei Kelheimü; Nk: Gentenreut bei Weismain (Ade!) Es ist wohl möglich, dass mit E. montanum befruchtete, also rückkehrende Bastarde ähnliche Formen hervorbringen; diese sind dann zumeist ziemlich fruchtbar. Die sich E. obscurum nähernde Form (E. montanum X '.>7 Dieser seltene iJastard wurde bisher gefunden: Wb: In einem Waldtal bei Donaustaufü; Heilinghausen am Hegen!! R: Zwischen Bischol'sheim und Frankenheim auf Buntsand- stein (Ade!) im allgemeinen zeigen die Exemplare mehr Ähnlichkeit mit E. obscurum, wie dies auch Haussknecht hervorhebt. Daher ist gar kein Grund vorhanden, warum Rouy et Cam. 1. c. pag. 183 die in seiner Monogr. erwähnten Bastarde zu E. roseum — 8 von diesen blassen oder dunkel- urünen Bhittgebilden. Diese unterscheiden sich von den Nie- dcrblUttern der älteren Internodien ganz erhebUch. Sie sind grösser, dicker, lleischiger, haben eine eiförmige Gestalt und stumpfe Spitze. Von aussen b